Pilz am Penis – unangenehm, aber behandelbar

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Pilze fühlen sich immer dort sehr wohl, wo es besonders dunkel, warm und feucht ist. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass Pilze beim Menschen besonders häufig im Intimbereich zu finden sind. Bei den Damen ist der Scheidenpilz ein Thema, bei den Herren ist es der Pilz am Penis, der nicht nur unangenehm, sondern auch schmerzhaft ist. Geschätzt erkranken acht von zehn Frauen einmal in ihrem Leben an einem Scheidenpilz, aber nur zwei von zehn Männern haben das Pech und müssen sich lassen, da sich an ihrem Penis ein Pilz gebildet hat.

Welche Ursache hat der Pilz am Penis?

Pilz am Penis wird ganz ähnlich wie der Scheidenpilz bei Frauen, immer von einem Hefepilz ausgelöst. Entweder sind Candida albicans, Candida glabrata oder Candida tropicalis die Verursacher, die immer dann auftreten, wenn das Immunsystem gestört ist. Das Glied des Mannes verfügt über eine natürliche Hautflora, die aus bestimmten Arten von Bakterien und Mikroorganismen gebildet wird. Diese Bakterien und Organismen erzeugen ein sogenanntes Milieu, damit sich andere Bakterien und Pilze nicht vermehren können. Handelt es sich um ein stabiles Milieu und damit um eine gesunde Hautflora, dann kann sich kein Pilz am Penis bilden, ist das Milieu gestört, dann hat der Pilz leichtes Spiel.

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Wie wird der Pilz übertragen?

Da Pilze vielfach von Mensch zu Mensch übertragen werden, stellt häufiger Geschlechtsverkehr ein großes Risiko dar, das sich ein Pilz am Penis bilden kann. Das gilt vor allem für ungeschützten Sex, denn hier ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Auch verunreinigte Gegenstände wie zum Beispiel Dusch- und Saunatücher, Handtücher oder Bettwäsche, erhöhen die Gefahr, sich mit einem Penispilz zu infizieren. Um eine zu vermeiden, sollten Handtücher im Schwimmbad oder in der nicht mit anderen Personen geteilt werden.

Welche Symptome gibt es?

Die Symptome des Penispilzes sind denen des Scheidenpilzes ganz ähnlich. Das erste Anzeichen, dass es zu einer Infektion mit einem Pilz gekommen ist, zeigt sich in einer Rötung an der Eichel, die Vorhaut ist leicht angeschwollen und ebenfalls gerötet. Wenig später macht sich der Pilz am Penis durch einen unangenehmen Juckreiz bemerkbar und es treten brennende auf. Besonders schmerzhaft ist in der Folge das Wasserlassen, aber auch der Geschlechtsverkehr. An der Eichel können sich auch kleine Bläschen bilden und der Penis kann nässen. Schließlich kommt es zu weiß-gräulichen Ablagerungen unter der Vorhaut, die zusammen mit einem üblen und penetranten Geruch auftreten. In seltenen Fällen kommt es auch zu einem eitrigen Ausfluss.

Wie wird der Pilz behandelt?

Auch wenn der Penispilz sehr unangenehm ist, er lässt sich relativ einfach und gut behandeln. Wenn die Diagnose feststeht, dann wird der Arzt in der Regel sogenannte Antimykotika verordnen, die das Wachstum des Pilzes verhindern oder ihn abtöten. Bei einem Penispilz wird der Wirkstoff meist in Form einer Salbe oder einer Creme verschrieben, die einige Tage regelmäßig auf die Stellen aufgetragen werden muss, die vom Pilz befallen sind. Nur dann, wenn die sorgfältig und vor allem konsequent durchgeführt wird, wird der Pilz nach ca. zwei Wochen vollständig verschwunden sein. Wichtig ist es bei der Therapie darauf zu achten, dass der Penis so trocken wie möglich ist. Sollte der Pilz nässen, dann ist es sinnvoll, nach dem Auftragen der Salbe oder Creme den Penis mit einer Mullbinde zu umwickeln, die die Feuchtigkeit aufsaugt. Während der Behandlung muss auf Sex generell verzichtet werden, da das Risiko zu groß ist, den Partner oder die Partnerin mit dem Pilz anzustecken. Auch Hygiene spielt für eine erfolgreiche Behandlung eine wichtige Rolle. Die Unterwäsche muss jeden Tag gewechselt und bei mindestens 60° Grad, besser noch bei 90° Grad in der Maschine gewaschen werden.

Bild: © Depositphotos.com / szefei

Ulrike Dietz