Wie gefährlich ist Yoga?

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Immer öfter heißt es: Von der Yogamatte in die Notaufnahme, was ein wenig verwunderlich ist, denn schließlich gilt Yoga doch als sanfter Sport, bei dem die Gefahr sich zu verletzen, sehr gering ist. Eine neue Studie kommt jetzt aber zu einem anderen Ergebnis, denn Verletzungen und Unfälle beim Yoga sind offensichtlich keine Seltenheit.

Eine Trendsportart mit Tücken

Alles begann mit einen Enthüllungsbericht eines Journalisten aus den USA, der von erzählt, die sich beim Yoga die Rippen gebrochen haben, bei einigen Übungen ist auch eine Verschiebung der Bandscheiben möglich. Jetzt wollten Wissenschaftler wissen, wie es um die gesundheitliche Gefährdung der Yogaanhänger bestellt ist und befassten sich im Rahmen einer Studie mit diesem Thema. Als Informationsquelle nutzen sie dabei die nationalen Meldesysteme für Verletzungen. In diesem Meldesystem werden die Unfallmeldungen aus 100 Krankenhäusern in den USA erfasst und die Kliniken vermerken, wie es zu diesen Unfällen und Verletzungen gekommen ist.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Wissenschaftler werteten die Meldungen der Kliniken zwischen 2001 und 2014 aus. Bei knapp 30.000 Meldungen handelte es sich um Verletzungen, die beim Yoga entstanden sind und in der Mehrzahl waren Frauen zwischen 18 und 44 Jahren die Betroffenen, nur jeder Fünfte dieser Notfälle war ein Mann. In der Mehrzahl wurde der Rumpf verletzt, also alles zwischen den Schultern und dem . 22 % haben sich an den unteren Extremitäten verletzt, also an den , den Füßen, den Knöcheln oder den Knien.

Die häufigsten Verletzungen

Besonders häufig tauchen Verstauchungen und Zerrungen im Zusammenhang mit Yogaunfällen auf, aber auch Frakturen oder ausgerenkte Gelenke. Die beruhigende Nachricht ist jedoch, dass in 95 % die nach der Behandlung wieder nach Hause gehen konnten, nur in rund 1000 Fällen war ein längerer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig. Wie hoch die Dunkelziffer ist, lässt sich nur schätzen, denn viele gehen mit ihren Verletzungen zum Hausarzt und ebenso viele warten, bis die von alleine wieder verschwinden.

Bild: © Depositphotos.com / petrograd99

Ulrike Dietz