Regelmäßig Blut spenden hilft nicht nur den Empfängern

Alle, die regelmäßig Blut spenden, tun damit nicht nur ihren Mitmenschen etwas Gutes, die Spender können ebenfalls davon profitieren. Blutspenden erhöhen das Wohlbefinden, stärken das und schützen zudem noch vor schweren Erkrankungen. Neue Studien, die sich eingehend mit dem Thema Blutspenden beschäftigt haben, zeigen das. Jeder Blutspender wird zum potenziellen Lebensretter und er selbst hat die bessere Lebensqualität.

Positive Effekte

Regelmäßig Blut spenden hat einen positiven Effekt für die allgemeine Gesundheit, besonders profitieren jedoch diejenigen, die einen zu hohem haben. Wer unter , also einem zu hohen Blutdruck leidet, lebt immer mit der Gefahr, einen Herzinfarkt zu bekommen. Durch die Blutspende wird der Blutdruck reguliert und das Risiko, dass das Herz Schaden nimmt, ist geringer als bei den , die nicht regelmäßig Blut spenden. Durch den Blutverlust kommt es zu einer Senkung des Blutdrucks, was wiederum vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützt. Dabei beschränkt sich die Blutdrucksenkung nicht nur auf den Tag der Blutspende, sie hält vielmehr bis zu sechs Wochen an.

Die Immunabwehr wird gefördert

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Die Studien haben neben einem verminderten Blutdruck einen weiteren positiven Effekt festgestellt: Alle, die regelmäßig Blut spenden, stärken und schützen zugleich ihr Immunsystem, sie fühlen sich leistungsfähiger und haben das höhere Wohlbefinden. Menschen, die zur Blutspende gehen, sind seltener erkältet, was sie ihrer gesteigerten Immunabwehr zu verdanken haben. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass sie etwas über ihre Gesundheit erfahren, denn vor jeder Spende wird nicht nur der Blutdruck gemessen, auch die Körpertemperatur und der Hämoglobinwert werden überprüft.

Warum ist der Hämoglobinwert so wichtig?

Hämoglobin ist der rote Farbstoff im Blut, der für den Transport des Sauerstoffs im Blut zuständig ist. Damit wird er zu einem sehr wichtigen Parameter, um die Gesundheit zu bewerten. Der Hämoglobinwert gibt unter anderem Auskunft darüber, ob der ausreichend mit Eisen versorgt wird oder ob eine Anämie, eine Blutarmut vorliegt. Sollte sich in der Voruntersuchung bei einer Blutspende herausstellen, dass zu wenig Hämoglobin im Blut ist, dann sollte der Arzt aufgesucht werden. Sind Wert und der Blutdruck in Ordnung, dann folgen weitere Tests. Das Blut wird zusätzlich auf HIV, sowie B und C untersucht. Wer Blut spendet, kann also immer sicher sein, dass das Blut frei von diesen Erregern ist.

Weniger Spender

Leider gibt es in Deutschland immer weniger Menschen, die ihr Blut spenden wollen, denn schon seit Jahren gehen die Zahlen immer weiter zurück. Waren es 2010 noch rund fünf Millionen Vollblutspenden, so sank die Zahl 2021 auf 3,7 Millionen Spenden. Selbst die Aussicht auf 25 Euro für eine Vollblutspende als Aufwandsentschädigung kann viele Menschen nicht überzeugen, ihr Blut zu spenden.

Fazit zu Regelmäßig Blut spenden

Um Blut zu spenden, muss mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Wer zum ersten Mal zur Blutspende geht, darf nicht älter als 64 Jahre sein, ferner muss er mindestens 50 Kilogramm wiegen und darf maximal 160 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Vorbereitungen dauern 55 Minuten, die reine Spende hingegen nur Minuten. Unmittelbar nach der Spende dürfen die Spender keinen treiben, da der Körper viel Ruhe braucht, um sich vom Blutverlust zu erholen. Am nächsten Tag sind sportliche wieder erlaubt, vorausgesetzt, der Spender fühlt sich wirklich fit.

Bild: © Depositphotos.com / Elnur_

Regelmäßig Blut spenden hilft nicht nur den Empfängern

Ulrike Dietz

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