Schlechte Luft sorgt immer häufiger für Allergie gegen Pollen

In leiden rund zwölf Millionen Menschen unter einer gegen Pollen und ihr Leidensweg dauert immer länger. Wissenschaftler vermuten, dass der Klimawandel mitschuldig ist, dass die Gräser und Pollen immer mehr Menschen Probleme bereiten. Für Allergiker wird daher jeder Aufenthalt im Freien nicht selten das ganze Jahr über zu einer Belastung.

Die Pollen fliegen länger

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts leiden 15 Prozent der Erwachsenen und elf Prozent der in Deutschland mindestens einmal im Leben unter einer Allergie gegen Pollen. Ihr Leiden verschlimmert sich von Jahr zu Jahr, auch, weil die Pollen immer früher fliegen und zunehmend auch eine andere Zusammensetzung haben. Der Klimawandel sorgt für höhere , was bewirkt, dass die Pollen sich früher in Bewegung setzen. Zudem fliegen sie auch deutlich länger als noch vor einigen Jahren. Heute ist es keine Seltenheit mehr, wenn sich eine Allergie gegen Pollen bereits im Dezember meldet. Ende Mai und Anfang Juni endet dann die Pollenblüte und geht nahtlos in die Saison der Gräserpollen über, die den Allergikern ebenfalls wieder große gesundheitliche Probleme bereitet.

Die typischen Symptome

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Eine Allergie gegen Pollen beginnt in der Regel mit dem klassischen Juckreiz in Nase und Augen, im Unterschied zu einer . Die Schleimhäute in der Nase schwellen an, die Betroffenen müssen niesen und die Nase ist entweder verstopft oder läuft ständig. Der Arzt verschreibt bei einer Pollenallergie in der Regel sogenannte Antihistaminika, welche im die Rezeptoren für den Botenstoff Histamin blockieren. Dieser Stoff ist der Auslöser einer Allergie. Das richtige Medikament lindert die Anzeichen für die Überempfindlichkeit der körpereigenen Abwehr. Heute stehen den Betroffenen eine Vielzahl von Therapien und Medikamenten zur Verfügung.

Welche Therapien gibt es?

Um die Pollenallergie langfristig in den Griff zu bekommen, können verschiedene Therapien helfen. Dazu gehört die topische , bei der lokal sehr wirksame Mittel in Form von Nasenspray und Augentropfen verwendet werden. Bei einer systemischen Therapie wird der komplette Körper antiallergisch behandelt, und zwar in Form von Spritzen und Tabletten. Langfristig kann eine sogenannte Hyposensibilisierung helfen. Bei dieser Therapie wird versucht, den Fehler des Immunsystems zu korrigieren, indem der Auslöser Allergie, immer wieder der körpereigenen Abwehr präsentiert wird. Das kann oral, also durch den oder mit Spritzen passieren. Die Menge des jeweiligen Allergens wird dabei langsam gesteigert, um damit eine Tolerierung des Eiweißes durch das zu erreichen. So werden beispielsweise Menschen, die gegen Katzenhaare allergisch sind, für einen bestimmten Zeitraum die einer Katze unter die Zunge gelegt.

Fazit zu Allergie gegen Pollen

Welche der zahlreichen Therapien und Medikamente infrage kommen, muss jeder Allergiker für sich selbst herausfinden. War es noch vor wenigen Jahren die Landbevölkerung, die öfter mit Allergien zu kämpfen hatte, so sind es heute die Menschen, die in der Stadt wohnen. Als Grund kommen hier nicht allein die Pollen infrage, es sind auch der Feinstaub und die Stickoxide, die den Menschen in den großen Städten zu schaffen machen. Die Luftverschmutzung macht die Pollenallergie zu einem Problem, das immer länger dauert und immer schwerere Formen annimmt. Erschwerend kommt noch dazu, dass sowohl die Pollen als auch die Luftverschmutzung die Schleimhäute empfindlicher machen.

Bild: © Depositphotos.com / FreeProd

Schlechte Luft sorgt immer häufiger für Allergie gegen Pollen

Ulrike Dietz

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