Nahrungsergänzungsmittel und Öle

Nahrungsergänzungsmittel und Öle

Seit einigen Jahrzehnten haben sie die Nahrungsergänzungsmittel einen festen Platz in den Haushalten erkämpft. Die Mittel führen Nährstoffe in den Körper, von denen die Nutzer annehmen, dass normale Lebensmittel die Stoffe nicht ausreichend zuführen.

 

Nahrungsergänzungsmittel in Drogerien und Supermärkten

Die Nahrungsergänzungsmittel ergänzen, wie schon der Name sagt, unsere Lebensmittel mit wichtigen Stoffen. So können Mangelerscheinungen ausgeglichen werden, ohne dass gleich zur Medizin gegriffen werden muss. Diese Mittel enthalten als Kapseln, Tabletten und in ähnliche Darreichungen hoch konzentrierte Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Die Industrie erforscht die Wirksamkeit und stellt gelegentlich neue Kombinationen bereit. Diese Mittel sind keine Arzneimittel und dienen nicht der Vorbeugung vor oder der Linderung von Krankheiten, sondern sie sollen die allgemeine Körperkonstitution steigern. Die Darreichungenunterliegen dem Lebensmittelrecht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Mengen definiert, die sie für ausreichend hält und die nicht überschritten werden sollten. So gibt es klare Vorgaben zum täglichen Bedarf auf den Packungen. Die Mittel sind bei gesundheitsbewussten Menschen besonders beliebt, denn es ist sehr schwer, den Haushalt dieser Stoffe mit normalen Lebensmitteln alleine im Gleichgewicht zu halten.

 

Die häufigsten Nahrungsergänzungsmittel

An der Spitze stehen laut einer aktuellen Umfrage in der Bevölkerung Vitaminpillen, die von 78 % der Männer und Frauen geschluckt werden. An der Spitze steht hier mit weitem Abstand Vitamin C, mit Abstand kommen dann Vitamin B12, Vitamin A und D und Vitamin-B-Präparate zum Zuge. Es folgen Mineralstoffe, die von 55 % der Bevölkerung konsumiert werden. Hier führt das Magnesium, danach kommen Calcium, Zink und Kalkum. 17 % nimmt Eiweiß separat zu sich, dem folgen Öle und Sonstiges. Ein beliebtes Mittel sind auch diese Öle, die vereinnahmt oder auf die Haut gestrichen werden. Cannabisöl wird aus der Hanfpflanze gewonnen und kann ohne Rezept gekauft werden. Der Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel innerhalb des Lebensmittelverbandes hat eine Marktanalyse vornehmen lassen. Danach wurden im Jahre 2018 225 Millionen Packungen entsprechender Mittel mit einem Umsatz von 1,44 Milliarden Euro in Deutschland verkauft. Der Markt ist wenig monopolisiert und wird von vielen Spezialisten beliefert. Fast die Hälfte der Nahrungsergänzungsmittel wird in den Drogeriemärkten gekauft.

 

Bewusster Umgang ist wichtig

Es sollte davon abgesehen werden, Nahrungsergänzungsmittel „nur zur Sicherheit“ zu schlucken. Besser ist ein bewusster Umgang, der möglichst auch den Arzt in die Auswahl mit einbezieht. Hier hat jedoch jüngst eine Studie der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Gesellschaft für Konsumforschung GfK gezeigt, dass die Konsumenten erstaunlich vorsichtig sind. Eine Überschreitung der anzuratenden sicheren Gesamtmenge wurde in der Untersuchung nur in sehr wenigen Fällen festgestellt. Eine Ausnahme war Magnesium, das in 22 % der Fälle zu hoch dosiert eingenommen wurde. Zuviel Magnesium löst abführende Effekte aus. In der Regel verwenden die Konsumenten nur ein Nahrungsergänzungsmittel und nicht mehrere gleichzeitig. So wurden in der Studie erfreulicherweise nur sehr wenige Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt. Die Verbraucher handeln gut informiert und sehr bewusst. Damit setzt sich auch hier der in den letzten Jahren beim Verbraucher zu beobachtende Trend fort, dass er über die von ihm gekauften Nahrungsmittel gut Bescheid wissen möchte. Wer diese Verbraucherneugier befriedigt und vollwertige Ernährung nachweist, hat besonders gute Marktchancen.

Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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