Wie gefährlich ist eine Listerien-Infektion?

Wie gefährlich ist eine Listerien-Infektion?

Kurz vor dem Jahreswechsel hat die Firma Zur Mühlen, zu der unter anderem auch Böklunder und Redlefsen gehören, einen Teil seiner Hähnchenfleischprodukte aus dem Handel genommen. Der Grund für diese Rückrufaktion, die fast alles Supermärkte und Discounter betraf, war der Befall des Fleisches mit Listerien. Kunden, die diese Produkte gekauft haben, sollten sie auf keinen Fall essen, denn sonst droht eine Listerien-Infektion, die vor allem für schwangere Frauen sehr gefährlich ist. Aber auch Menschen, die unter einem schwachen Immunsystem leiden, sollten nicht mit Listerien in Berührung kommen.

Was genau sind Listerien?

Viele Lebensmittel können Listerien enthalten, denn die Bakterien sind überall auf der Welt im Einsatz. Was Listerien so gefährlich macht, ist ihre Genügsamkeit, denn sie brauchen nur sehr wenige Nährstoffe, um überleben zu können. Sogar wenn sie in einem luftleeren Umfeld, also einem Vakuum oder bei Kälte in einem Tiefkühlschrank leben, vermehren sich die Bakterien. Das Einzige, was sie wirklich stoppen kann, ist Hitze, denn ab einer Temperatur von 70° Grad sterben die Bakterien ab. Listerien kommen vor allem in rohem Fleisch vor, aber auch im geräucherten Fisch sind schon Listerien gefunden worden. Rohmilch und Käse aus Rohmilch sind ebenfalls bevorzugte Aufenthaltsgebiete für die zähen Bakterien, das Gleiche gilt gleichermaßen für pflanzliche Lebensmittel. Es gibt einige wenige Lebensmittel, die offiziell sogar Listerien haben dürfen, allerdings in einer sehr niedrigen Konzentration.

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Wann sind Listerien gefährlich?

Nach der Rückrufaktion von Zur Mühlen fragen sich viele Verbraucher, wie gefährlich die Listerien eigentlich sind. Eine Listerien-Infektion ist eher selten, denn Menschen mit einem gesunden, gut funktionierenden Immunsystem können die Listerien nichts anhaben. Anders sieht das bei Frauen, die ein Kind erwarten und bei älteren Menschen aus, deren Immunsystem nicht mehr wie gewohnt arbeitet. Das trifft auch auf kleine Kinder zu, bei denen das Immunsystem noch nicht ausgebildet ist. Krebspatienten leiden häufiger unter einer Listerien-Infektion, da ihre körpereigene Abwehr durch die Einnahme von chemotherapeutischen Mitteln geschwächt ist. Erkranken schwangere Frauen an einer Listerien-Infektion, dann ist das ungeborene Kind in Gefahr.

Welche Symptome hat eine Listerien-Infektion?

Eine Listerien-Infektion macht sich in den meisten Fällen durch Symptome bemerkbar, die einer Grippe ähneln. Die Betroffenen haben Fieber, sie fühlen sich elend und leiden unter Schmerzen in den Muskeln. Auch Erbrechen und Durchfall können die ersten Symptome einer Listerien-Infektion sein. Gefährlich ist eine Infektion mit den Bakterien jedoch immer dann, wenn es zu Entzündungen zum Beispiel an den Organen kommt. Besonders häufig ist eine Meningitis, eine Gehirnhautentzündung, aber auch eine Sepsis oder Blutvergiftung ist möglich. Eher selten kommt es zu einer Entzündung des Gehirns, zu einer Enzephalitis oder zu einer Endokarditis, einer Entzündung der Herzklappen. Die Gelenke können durch Listerien ebenfalls Schaden nehmen, da die Bakterien eine Arthritis auslösen. Eher selten kommt es zu einer sogenannten Konjunktivitis, einer Entzündung der Bindehäute.

Wie kann der Arzt die Infektion nachweisen?

Besteht der Verdacht einer Listerien-Infektion, dann muss der Arzt die Bakterien nachweisen. Das funktioniert über die verschiedenen Körperflüssigkeiten wie das Blut oder das Nervenwasser, was der Arzt im Rahmen einer Punktion des Rückenmarks entnimmt. Bei schwangeren Frauen lassen sich die Listerien zudem im Fruchtwasser nachweisen. Wenn sich der Verdacht auf eine Infektion mit Listerien bestätigt, dann müssen auch alle Lebensmittel, die als Überträger infrage kommen, im Labor untersucht werden. Im Stuhlgang lassen sich die Bakterien leider nicht nachweisen, denn auch Menschen, die gesund sind, können Listerien im Stuhl haben.

Die richtige Behandlung der Infektion

Wenn ein Patient aus einer der Risikogruppen an einer Listerien-Infektion erkrankt, dann muss es sehr schnell gehen. Die Betroffenen müssen ohne große Zeitverzögerung besonders hoch dosierte Antibiotika bekommen. Da bei Listerien die Gefahr eines Rückfalls sehr groß ist, ist es zwingend notwendig, die Behandlung mit Antibiotika über einen Zeitraum von drei Wochen fortzuführen. Kommt es zu einer Gehirnhautentzündung oder zu einer Entzündung der Herzklappen, dann ist es notwendig, den Zeitraum der Behandlung auf bis zu sechs Wochen auszudehnen. Kommt es zu einer Listerien-Infektion oder zu einer Listeriose, dann ist es überlebenswichtig, dass die richtigen Antibiotika zum Einsatz kommen. Nicht immer sprechen die Bakterien wie gewünscht auf die Behandlung an, im schlimmsten Fall kann das tödlich enden.

Der effektive Schutz vor einer Infektion durch Listerien

Damit es erst gar nicht zu einer Infektion mit Listerien kommt, müssen einige wichtige Regeln befolgt werden. Lebensmittel im rohen Zustand sind gefährlich, das gilt für Rohmilch und Produkte aus Rohmilch ebenso wie für roh verzehrten Fisch, zum Beispiel in der Form von Sushi. Auch bereits vorgeschnittene und fertig abgepackte Salate sind keine gute Wahl, denn sie stammen häufig aus China und sind mit Listerien verseucht. Welche Tipps helfen noch dabei, das Risiko einer Listerien-Infektion zu senken?

  • Beim Kochen darauf achten, dass eine Temperatur von mindestens 70° Grad erreicht wird.
  • Lebensmittel nach Einkauf so schnell wie möglich verbrauchen.
  • Die Kühlkette nicht unterbrechen.
  • In der Küche auf Hygiene achten. Zum Beispiel rohe Lebensmittel nicht zusammen mit anderen Lebensmitteln verarbeiten. Brett und Messer, mit denen das Fleisch geschnitten wurde, sollten nicht auch noch für die Tomaten verwendet werden.
  • Frisches Obst und Gemüse gründlich waschen.
  • Vor der Arbeit mit Lebensmitteln die Hände ausgiebig waschen.
  • Alle Utensilien, die in der Küche Verwendung finden, immer mit heißem Wasser, einer sauberen Spülbürste oder einem Spüllappen abwaschen und erst dann in den Geschirrspüler stellen.
  • Geschirrhandtücher in der Maschine immer bei 60° Grad waschen.

Wer sich an diese einfachen Regeln hält, der muss keine Angst mehr vor einer Infektion mit Listerien haben. Besonders wichtig ist es, auf Hygiene zu achten, wenn im Haushalt ältere Menschen, werdende Mütter, Kranke und kleine Kinder leben.

Fazit

Bakterien sind immer unangenehm und sorgen für gesundheitliche Probleme. Wenn sie aber so hartnäckig und so widerstandsfähig sind wie Listerien, dann können sie mehr als nur für Probleme sorgen, sondern die Gesundheit ernsthaft gefährden. Listerien sind in vielen Lebensmitteln zu finden, aber es gibt Mittel und Wege, sie wieder loszuwerden. Hygiene und Sauberkeit bei der Verarbeitung von Lebensmitteln sind zwingend notwendig, damit Listerien keine Chance haben. Vor allem alle, die einer Risikogruppe gehören, sollten die Ratschläge beherzigen, damit es nicht zu einer Listerien-Infektion kommt. Wird die Infektion hingegen rechtzeitig erkannt, dann kann sie mit modernen Antibiotika erfolgreich behandelt werden.

Bild: @ depositphotos.com / alexraths

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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