Ernährungstrend: Hybrid Food

Ernährungstrend: Hybrid Food

Beim Wort Hybrid denken die meisten sicher als erstes an Autos und ganz bestimmt nicht an Essen. Trotzdem sollten alle, die sich mit (gesunder) Ernährung befassen und gerne auch mal etwas Neues ausprobieren, mit dem Sinn des Wortes einmal genauer auseinandersetzen. Hybrid bedeutet nämlich laut Duden so viel wie „aus Verschiedenartigem zusammengesetzt“ oder „von zweierlei Herkunft“. Bezieht man diese Bedeutungen nun auf Ernährung, wird in groben Zügen klar, worum es sich beim Ernährungstrend Hybrid Food handelt. Es geht hierbei darum, zwei oder mehr Dinge zusammenzuführe, die im Grunde genommen nichts miteinander zu tun haben. Das Ergebnis ist eine besonders vielseitige und experimentelle Küche, die zahlreiche gesunde Gerichte hervorgebracht hat.

Hybrid Food – Erlaubt ist, was gefällt

Schaut man sich in der Geschichte der verschiedenen nationalen Küchen um, so stellt man schnell fest, dass hier allerhand starre Regeln galten. Nachdem sich lange Zeit niemand getraut hatte, diese Regeln in Frage zu stellen oder gar zu durchbrechen, ist mittlerweile alles erlaubt. Dank der immer weiter fortschreitenden Globalisierung treffen kulinarische Richtungen aus aller Welt zusammen und vereinen sich zu etwas vollkommen Neuartigen. Mittlerweile hat diese Entwicklung auch einen offiziellen Namen: Die Verschmelzung der Küchen wird heute als Hybrid Food bezeichnet und ist längst zu einem Trend geworden.

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Das Ziel von Hybrid Food ist es, verschiedene Gerichte miteinander zu kombinieren und dadurch völlig neue Speisen zu erfinden. Eines der populärsten Beispiele hierfür ist der Cronut, ein Gebäckstück, dass in New York erfunden wurde und mittlerweile auch in Europa erhältlich ist. Beim Cronut handelt es sich um eine Kreuzung aus dem französischen Croissant und dem US-amerikanischen Donut.

So wird Hybrid Food gesund

Zugegeben, eine Kombination aus Donut und Croissant klingt zwar lecker, aber alles andere als gesund. Dass Hybrid Food allerdings auch gut für die Figur und die Gesundheit sein kann, beweisen unzählige Rezepte. Besonders beliebt: Vermischungen unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten, die dann als frische und überaus schmackhafte Salate angerichtet werden. Denn auch das kann Hybrid Food sein: Die Vermisch unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Egal ob süß und salzig, oder bitter und sauer – beim Ernährungstrend Hybrid Food ist alles erlaubt, solange es schmeckt.

Auch die Einführung von immer mehr exotischen und fremdländischen Lebensmitteln auf dem europäischen und deutschen Markt, sprechen für den Einfluss des Trends. Ein Beispiel hierfür sind die sogenannten Pseudo-Getreidesorten. Diese werden zwar ähnlich wie Getreide zubereitet, gehören allerdings nicht zu dieser Pflanzenfamilie. Ein großer Vorteil von Pseudo-Getreiden ist, dass sie frei von Gluten sind und daher von Menschen mit einer Intoleranz verzehrt werden können. Zu den prominentesten Vertretern der Pseudo-Getreide gehören:

  • Amaranth
  • Quinoa
  • Chia-Samen
  • Kaniwa

Auch der weit weniger exotische Leinsamen gehört zu diesen „falschen“ Getreidesorten. Das Gute an ihnen: Sie schmecken nicht nur hervorragend, sondern sind auch noch extrem gesund. Lein- und Chia-Samen sind beispielsweise reich an Omega 3-Fettsäuren und machen obendrauf durch ihre Quellfähigkeit schnell satt. Aus diesem Grund sind Pseudogetreide auch empfehlenswert für Menschen, die eine Diät machen wollen.

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Schier unendliche Möglichkeiten

Wer Quinoa und Co. in der Hybrid-Küche einsetzen will, hat hierfür schier unendlich viele Möglichkeiten. Die kleinen Körner lassen sich auf vielfältige Weise verarbeiten und peppen nahezu jedes Gericht auf. Wer die Samen nicht klassisch zur Herstellung von Brot verwenden will, kann sie auch über Salate, Müslis und Suppen streuen oder zu Brei-Speisen verarbeiten.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der sogenannte Chia-Pudding. Dieser entsteht, wenn man Chia-Samen mit einer Flüssigkeit, beispielsweise Reis-, Mandel- oder Kuhmilch, in Verbindung bringt. Durch den Quellprozess entsteht ein dickflüssiger Brei, der aufgrund seiner Konsistenz auch als Pudding bezeichnet wird. Dieser verhältnismäßig geschmacksneutrale Brei kann im Anschluss nach Lust und Laune mit den verschiedensten Zutaten verfeinert werden. Chia-Pudding schmeckt hervorragend in Kombination mit verschiedenen heimischen Früchten, kann aber auch ganz einfach mit Kakaopulver oder geraspelter Schokolade aufgepeppt werden. Wer sich traut, kann den Chia-Pudding ganz im Sinne von Hybrid Food auch mit herzhaften Zutaten kombinieren.

Bild: © Depositphotos.com / rakim-

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Autor(in)

Jessika Fichtel

Jessika Fichtel setzt sich als freiberufliche Autorin intensiv mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Gesundheit, Familie und Sexualität auseinander. Eine besondere Leidenschaft von ihr sind gesunde Ernährung und insbesondere Superfoods.

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