Alkohol erhöht das Krebsrisiko

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Dass zu viel der nicht zuträglich ist, das dürfte hinlänglich bekannt sein, aber dass Alkohol das Risiko, an zu erkranken, deutlich steigern kann, das hat jetzt eine aktuelle Studie herausgefunden. Alkohol belastet die Leber, er trübt das Bewusstsein und sorgt manchmal auch für einen ausgewachsenen Kater, jedoch können schon kleine Mengen gefährlicher sein, als bisher angenommen.

Nur ein Liter am Tag

Wer jeden Tag einen Liter Alkohol trinkt, der erhöht deutlich das Risiko, an Krebs zu erkranken, und das trifft besonders auf die oberen Verdauungsorgane wie die Leber und den zu. Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Alkohol für rund zehn Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich ist und dass alles, was über eine Menge von 0,33 Liter am Tag hinausgeht, die Krebsgefahr weiter steigert. Jeder zweite Deutsche trinkt jedoch mehr als die erlaubte Höchstmenge und vor allem Männer sind der Meinung, dass ihnen Alkohol auch in großen Mengen nicht schaden kann.

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Zwei alkoholfreie Tage in der Woche

Die europäische Langzeitstudie EPIC, die das Thema Alkohol und Krebs genauer untersucht hat, kam zu dem Schluss, dass sich Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, nicht an die empfohlenen beiden alkoholfreien Tage in der Woche halten. Dazu kommt, dass 44 % der Männer jeden Tag die Grenze von 0,33 Litern überschreiten, manche sogar um eine große Menge Alkohol. Was Alkohol so gefährlich macht, ist Acetaldehyd, ein sogenanntes Stoffwechselgift, das immer dann entsteht, wenn der Körper damit beginnt, den Alkohol wieder abzubauen. Nicht umsonst hat die Agentur für Krebsforschung im französischen Lyon diese Substanz als stark krebserregend eingestuft.

Schon zehn Gramm sind gefährlich

Schon wer eine relativ kleine Menge Alkohol zwischen zehn und 45 Gramm am Tag trinkt, der steigert sein Risiko, an zu erkranken, um 16 %. Die Menge von zehn Gramm Alkohol ist schon in einem kleinen Glas Wein enthalten. Alle, die mehr trinken, müssen mit einem Risiko von über 40 % rechnen.

Bild: © Depositphotos.com / suslik83

Ulrike Dietz