Der Sommer verabschiedet sich langsam, aber sicher – und die ersten Blätter an den Bäumen färben sich in bunten Farben. Jetzt steht auch die Pilzsaison ins Haus und erfahrene Sammler freuen sich bereits auf die ersten Ergebnisse, die im Sammelkorb landen.
Was sind Pilze überhaupt?
Pilze sind biologisch weder den Pflanzen noch den Tieren zuzuordnen. Sie bilden eine eigene Klasse an Organismen, und obwohl sie in ihrer Erscheinung und in ihrem Vorkommen den Pflanzen sehr ähnlich sind, fehlt ihnen die charakteristische Fähigkeit zur Photosynthese.
Nicht alle Pilze sind äußerlich als Pilze in typischer Form mit Schirm und Fuß zu erkennen: Auch die ungeliebten Schimmelpilze und die Hefe gehören in diese Kategorie – aber auch Haut– und Darmpilze.
Nützlich und gesund für den Menschen sind primär Speise- und Heilpilze. Von allen existierenden Pilzsorten machen die Sorten, die sich als Lebensmittel eignen, die kleinste Gruppe aus. Sammler sollten daher stets sicher sein, dass ein Pilz tatsächlich zum Verzehr geeignet ist und sich bei Unklarheiten gegebenenfalls durch Experten beraten lassen. Trendige Pilzsucher setzen auch auf spezielle Apps, die das Pilzsuchen mit dem Handy möglich machen.
Gesundheitliche Wirkung von Pilzen
Der Verzehr von Pilzen wird in der Pflanzenheilkunde, aber auch in der Schulmedizin durchweg befürwortet. Die positiven Effekte sind wissenschaftlich längst nachgewiesen: Vor allem die vielen Inhaltsstoffe machen Pilze nicht nur kulinarisch zu einem Höhepunkt – sondern auch gesundheitlich.
Doch was steckt genau im „Fleisch des Waldes“, wie Pilze auch oft genannt werden?
- Eiweiß: Hier sticht vor allem der bekannte Steinpilz hervor – er enthält satte 5,5 % Eiweiß.
- Ballaststoffe: Die pilzeigenen Ballaststoffe sorgen nicht nur für eine Optimierung der Verdauung – sie wirken auch schützend vor Darmkrebs und anderen Erkrankungen. Besonders reich an Ballaststoffen sind Trüffel, gefolgt von Steinpilzen und Pfifferlingen.
- Vitamin B: Hier stecken in Pilzen geradezu wahre Vitaminbomben – schon 100 Gramm frische Champignons decken 35 % des Tagesbedarfs an Vitamin B5. Gleichzeitig versorgen Pilze den Körper auch mit einer ordentlichen Portion Niacin und können hierbei sogar mit Fleisch und Fisch mithalten.
Pilze sind damit Alleskönner – auf die Pilze, fertig, los!
Bild: © Depositphotos.com / BalaguR
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