Vermeintliche Dickmacher, die beim Abnehmen helfen

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Es gibt , die haben einen denkbar schlechten Ruf, da sie angeblich dick machen, Kartoffeln gehören dazu wie auch Hülsenfrüchte oder Nudeln. Figurbewusste würden sehr wahrscheinlich nie eine oder eine Linsensuppe zum Abendbrot essen, denn Nudeln und Linsen stehen im Verdacht, den Insulinspiegel ordentlich nach oben zu treiben, und das macht bekanntlich dick. Es wäre aber ein Fehler, alles, was hat, ganz aus der Küche zu verbannen, denn Lebensmittel, die Kohlehydrate enthalten, sind vermeintliche Dickmacher, die sehr wohl beim Abnehmen helfen können.

Vermeintliche Dickmacher sind Energiespender

Wer einen hektischen und stressigen Alltag hat, der sollte auf vermeintliche Dickmacher, die viele Kohlehydrate haben, nicht verzichten, denn sie sorgen für jede Menge Energie, und zwar für die Muskeln als auch für das Gehirn. Während eine Eiweißdiät nur kurzfristige Erfolge erzielt, gelingt es, mit Kohlehydraten langfristig abzunehmen und schlank zu bleiben. Aber vermeintliche Dickmacher zeichnen sich noch durch eine andere gute Eigenschaft aus, sie halten den Blutzuckerspiegel konstant. Das heißt, es gibt keinen Heißhunger und damit auch keine Heißhungerattacken mehr, die das Gewicht schnell wieder nach oben schnellen lassen. Aber auch hier gilt, man sollte es nicht übertreiben, denn zu viel des Guten beschwert letztendlich dann doch wieder ein paar Kilos auf den Hüften.

Gute Kohlehydrate

Ernährungswissenschaftler unterscheiden zwischen guten und weniger guten Kohlehydraten. Die guten, die sogenannten „Good Carbs“, finden sich in vielen Gemüsesorten wie Hülsenfrüchten Bohnen, Erbsen und Linsen, aber auch in Vollkornprodukten. Weniger gute Kohlehydrate sind im Weißbrot, im Zucker und natürlich auch in allen Süßigkeiten enthalten. Diese schlechten Kohlehydrate verhindern nicht nur das Abnehmen, sie sorgen auch dafür, dass sich sehr schnell wieder ein Hungergefühl einschleicht. Die vermeintlichen Dickmacher, also die guten Kohlehydrate, kann der Körper nur langsam in Energie umwandeln und das lässt den Insulinspiegel langsamer ansteigen.

Abnehmen mit Nudeln

Nudeln sind die Stars, wenn es um vermeintliche Dickmacher geht, denn Nudeln haben den Ruf, schnell satt und ebenso schnell auch dick zu machen. Diese These stimmt nur zum Teil, denn es kommt zum einen auf die Zubereitungsart und zum anderen auf die Nudelsorten an. Wer gerne Nudeln isst, der sollte auf Vollkornnudeln setzen, denn die enthalten komplexe Kohlehydrate und sehr viele Ballaststoffe, sie unterstützen die Verdauung und füllen den Speicher für Kohlehydrate nicht allzu sehr. Wenn dieser Speicher aber zu schnell gefüllt wird, wie das bei schlechten Kohlehydraten der Fall ist, dann wird die Energie einfach in Fett umgewandelt. Nudeln sind perfekt, wenn sie noch „al dente“ zubereitet werden und noch Biss haben. Auf diese Weise werden die langkettigen Kohlehydrate nicht aufgebrochen und der Körper braucht ein wenig länger für die Verarbeitung.

Haferflocken machen satt

Auch Haferflocken gelten als vermeintliche Dickmacher, allerdings zu Unrecht, denn Haferflocken sind wunderbare Energielieferanten und machen lange satt. Sie haben zwar viele Kalorien, aber wie Nudeln, so lassen auch Haferflocken den Insulinspiegel nur langsam ansteigen. Wer mit einem echt englischen Porridge in den Tag startet, der hat jede Menge Energie und bleibt garantiert bis zur Mittagspause angenehm satt. Für die Zubereitung des köstlichen Breis aus Haferflocken sollte aber fettarme verwendet werden und nicht wie in England üblich, fette Milch oder sogar Sahne. Haferflocken unterstützen die Verdauung, sie dämpfen das Hungergefühl und sie halten zudem den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht.

Kartoffeln – gesund und figurfreundlich

Kartoffeln als vermeintliche Dickmacher – das ist eine bekannte Geschichte, dabei haben 100 Gramm Kartoffeln gerade einmal 70 Kalorien. Nährstoffe haben Kartoffeln dafür umso mehr und sie machen lange satt. Auch hier kommt es auf die Zubereitung an, denn Bratkartoffeln, die vor Fett triefen, sind tatsächlich Dickmacher, als Salz- oder Pellkartoffeln hingegen schmecken sie nicht nur köstlich, sie können auch beim Abnehmen behilflich sein.

Bild: © Depositphotos.com / stokkete

Ulrike Dietz