Ist tägliches Duschen ungesund?

Ist tägliches Duschen ungesund?

Die einen duschen am Morgen, um wach zu werden und frisch in den Tag zu starten, die anderen stehen am Abend unter der Dusche, um sich vom stressigen Tag zu erholen. Wie gesund ist es eigentlich, jeden Tag zu duschen? Leidet die Haut nicht darunter? Der 22. März 2022 ist der Weltwassertag, der den Menschen die Verschwendung von essenziellen Ressourcen wie Wasser ins Gedächtnis rufen soll.

Ist tägliches Duschen gesund für die Haut?

Wer einen Blick zurück in die Geschichte der Menschheit wirft, wird schnell feststellen, dass die Haut des Menschen nicht auf die tägliche Dusche eingestellt ist. Dies gilt besonders für die Seifen, Duschgels, Shampoos und Spülungen, die in vielen Duschen stehen. Sie enthalten sogenannte Tenside, die leider nicht nur den Schmutz von der Haut , sondern auch den schützenden Fettfilm entfernen. Nach jedem Duschen ist die Haut gezwungen, diesen Fettfilm wieder neu zu produzieren. Ist die Haut gesund und der Mensch noch jung, dann funktioniert so etwas ohne Probleme. Ist die Haut jedoch krank, dann ist tägliches Duschen keine gute Idee. Wer beispielsweise unter Neurodermitis leidet, setzt damit die Haut unter enormen Stress.

Das richtige Duschverhalten

Alle, die auf die tägliche Dusche nicht verzichten wollen, sollten sich an einige wichtige Duschregeln halten. So kurz wie möglich unter der Brause stehen, lautet das Motto. Einmal einseifen, am besten mit einem rückfettenden Duschgel, reicht völlig aus. Jede Haut ist anders beschaffen und muss dementsprechend behandelt werden. Wer körperlich schwer arbeiten muss, wird froh sein, sich am Abend den abwaschen zu können. Die Belastung für die Haut, die durch Schweiß, Schmutz und Umwelteinflüsse entsteht, ist bei jedem anders. Dies sollte daher auch beim Duschverhalten berücksichtigt werden.

Schädlich für die Haut?

Bereits in den 1960er Jahren gab es Studien zum Thema Hautgesundheit und tägliches duschen oder waschen. Für diese Studien wurde die Mikroflora der Haut mehrerer Studienteilnehmer über einen längeren Zeitraum immer wieder untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sie individuell völlig unterschiedlich zusammengesetzt und sehr stabil ist. Die Mikroflora büßt also nichts von ihrer schützenden Funktion ein, selbst wenn die Teilnehmer der Studie täglich geduscht oder gebadet haben. Trotzdem raten Dermatologen von einer täglichen Dusche ab, andererseits spricht auch nichts dagegen, wenn derjenige stark schwitzt oder bei der Arbeit viel mit Schmutz zu tun hat.

Nicht zu lange duschen

Je länger die tägliche Dusche dauert, umso mehr belastet das Wasser die Haut. Ärzte raten daher, die Dusche auf drei bis vier Minuten maximal zu beschränken. Dies reicht natürlich nicht immer aus, vor allem, wenn die noch gewaschen werden. Mit der Haarwäsche sollten es jedoch nicht mehr als bis 15 Minuten sein.

Fazit zu täglichem Duschen

Tägliches Duschen sorgt für ein sauberes und gepflegtes , besonders während der warmen Jahreszeit. Wer sich jeden Tag duscht, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist, denn es ist nicht nur schädlich für die Haut, sondern schadet auch der Umwelt. Je höher die Temperatur des Wassers ist, desto schneller trocknet die Haut aus. Duschen mit kühlem Wasser oder auch Wechselduschen sind eine gute Wahl, denn sie stärken das Immunsystem.

Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo

Ulrike Dietz