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Gelenkersatz für mehr Lebensqualität

Gelenkersatz für mehr Lebensqualität

Künstliche Hüftgelenke gehören mittlerweile zu den erfolgreichsten Operationsverfahren. Damit die Operation erfolgreich verläuft, sind die Voraussetzungen die richtige Verfahrensauswahl, eine enge Kooperation von allen Beteiligten, die die Nachbehandlung übernehmen und letztendlich auch das angemessene Verhalten vom Patienten selbst. Sind alle Voraussetzungen gegeben, kann das oftmals zu einer deutlichen Schmerzverbesserung und im besten Fall sogar zur Schmerzfreiheit führen. Dazu kommt eine verbesserte Bewegungsfunktion und damit auch wieder mehr Lebensqualität. Ist die Erholungszeit abgeschlossen, kann die Fortbewegung deutlich besser werden. In der Regel ist längeres Gehen und Wandern, Fahrradfahren oder Autofahren wieder wesentlich besser möglich. Beim Anziehen und der Körperpflege ist eine Erleichterung spürbar. Ist die Beweglichkeit verbessert, wird auch das Anziehen von Socken oder Schuhen leichter. Hier müssen Patienten aber Geduld haben. Die ersten 6 Wochen nach der Operation ist die Beugefähigkeit in der Hüfte beschränkt. Je nach Abhängigkeit der Weichteilspannung kann es längerfristig zu Einschränkungen kommen.

 

Welche Risiken und Komplikationsmöglichkeiten gibt es?

Bei der Einnahme von Medikamenten kann es zu Nebenwirkungen kommen. Genauso ist es bei künstlichem Gelenkersatz mit besonderen Risiken. Patienten sollten hierüber von ihrem Arzt genau informiert werden. Es kommt relativ selten zu Komplikationen, dennoch muss in Einzelfällen damit gerechnet werden.

 

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Entzündung und Vereiterung

Entzündung und Vereiterung kann ein Risiko sein. Bei einer Operation gelten höchste Sicherheitsmaßnahmen. Dennoch kann es sein, dass der Körper ein künstliches Implantat von außen als Fremdkörper ansieht und bekämpft. Zudem könnten sich am Implantat Keime befinden, wenn das auch sehr unwahrscheinlich ist. Es kann zu einer Ansammlung von Eiter kommen, wenn die kritische Grenze der Bakterienansammlung überstiegen wird. Das Risiko ist nicht nur in den ersten Wochen nach der Operation gegeben. Es kann auch später noch dazu kommen. Sind die Abwehrkräfte durch eine vorbestehende Erkrankung geschwächt, kann dadurch eine Infektion begünstigt werden. Bei massivem Übergewicht besteht ebenso ein erhöhtes Risiko.

Die Behandlung ist abhängig vom Auftrittszeitraum. Die alleinige Spülung ist in den frühen Phasen oft noch ausreichend. Tritt die Infektion später auf, kann ein zeitweiser Ausbau der Prothese notwendig sein. Bei der Behandlung ist eine Antibiotika-Gabe begleitend zwingend nötig. Es besteht nur ein geringes Risiko einer Entzündung oder Vereiterung. Es betrifft von Hundert operierten Patienten nur ein bis zwei. In den meisten Fällen wird eine Ausheilung erreicht, mit einer mehr oder weniger aufwändigen Behandlung. Es kann allerdings auch zu dauerhaften Schäden kommen.

 

Thrombose und Embolie

Das Risiko einer Blutgerinnsel-Bildung ist bei allen Operationen gegeben. Bei Hüft- und Kniegelenkoperationen kann es in den Blutgefäßen der Beine zurückbleiben. Dabei handelt es sich um eine Thrombose, wird diese verschleppt in Herz und Lunge ist es eine Embolie. Einige Fälle heilen aus, ohne wesentliche Krankheitssymptome zu zeigen, es kann aber ebenso zu ersthaften Kreislaufstörungen und selten zu Todesfällen kommen. Durch frühzeitige Bewegung nach der Operation, unterstützt von Blutgerinnungsmedikamenten soll die Komplikation vermieden werden. Ohne die Medikamente würde ungefähr jeder zweite Patient eine Thrombose bekommen. Daher ist die Medikamentengabe zwingend erforderlich. Das Risiko wird erheblich gesenkt, heute bekommen nur noch etwa ein bis zwei Patienten von hundert eine ernsthafte Thrombose. Eine Embolie kommt noch deutlich seltener vor.

 

Schäden an den Nerven

Sehr nah am Hüftgelenk verlaufen wichtige Nerven, die für kraftvolle Bewegungen und das Berührungsempfinden von Bein und Fuß verantwortlich sind. Kommt es während der Operation zu einer Schädigung der Nerven durch unbeabsichtigten Druck oder Zug, kann das zu Lähmungserscheinungen führen. Das Heben des Fußes kann dadurch unmöglich werden. Ebenso können Gefühlsstörungen auftreten. Maximal ein von hundert Patienten hat ernsthaftere Beeinträchtigungen. Viele Störungen sind glücklicherweise nicht von Dauer. Die Symptome bilden sich bei entsprechender Behandlung zurück.

 

Verletzung Blutgefäße und Nachblutung

Es kann im Rahmen einer Operation kleine oder größere Blutgefäße verletzen, die sich in der Nähe vom Hüftgelenk befinden. Mit den Blutgerinnungsmedikamenten gegen die Thrombose kann es trotz bester Blutstillung während der Operation zu einer Nachblutung kommen. Ein Bluterguss muss nur in seltenen Fällen entfernt und erneut gestillt werden. Eine Blutkonserve muss dagegen häufiger verabreicht werden, damit während des Eingriffs der Blutverlust nicht zu einer Kreislaufschwächung führt.

 

Unterschiedlich lange Beine

Bei der Hälfte aller Menschen sind die Beine nicht gleichlang, aber nur wenige bemerken es. Durch das zerstörte Hüftgelenk kann es auch vor einer Operation zu einem Beinlängenunterschied kommen. Bei der Operation mit dem Hüftgelenkersatzes wird immer versucht, die Beinlänge anzugleichen. Es kann aber auch nach der Operation ein Bein länger sein. Beträgt der Unterschied mehr als einen halben Zentimeter, muss er ausgeglichen werden. Das kann über eine Einlage oder eine Absatzerhöhung in Konfektionsschuhen erfolgen.

 

Auskugelung vom Hüftgelenk

Ein künstliches Hüftgelenk kann nie ganz das eigene Gelenk anatomisch nachbilden. Die stabilisierende Kapsel wird während der Operation eröffnet. Oftmals muss sie zudem entfernt werden. Das kann nach dem Eingriff zur Auskugelung führen. Eine schlechte Weichteilspannung, fehlende Muskelkraft oder frühere Operationen begünstigen die Auskugelung. Das liegt häufig bei Patienten im höheren Lebensalter vor. Die Stabilität ist bei Extrembewegungen oder durch eine falsche Platzierung der künstlichen Pfanne oder Schaft auch gefährdet. Der Bewegungsumfang wird daher in den ersten Wochen nach dem Eingriff beschränkt, bis eine neue Kapsel gebildet wurde. Gefährliche Positionen wie Verdrehen, Überschlagen der Beine oder mehr als eine rechtwinkelige Beugung des Hüftgelenkes gilt es zu vermeiden. Tritt die Auskugelung frühzeitig auf, reicht oft eine konservative Behandlung aus. Bei mehrfacher Auskugelung, ungünstiger Position der Prothesenteile, oder wenn die Auskugelung erst nach vielen Jahren nach dem Eingriff auftritt, kann für die Korrektur eine nochmalige Operation nötig sein.

 

Knochenbruch

Bei Stürzen kann der Oberschenkel brechen, ob mit oder ohne künstliches Hüftgelenk. Zum Einbringen der Prothesenteile muss ein bestimmter Druck aufgewendet werden. In seltenen Fällen kann, das ebenso zu einem Knochenbruch führen. Bei der zementlosen Verankerung ist die Gefahr etwas höher. Ohne Zement ist ein größerer Formschluss nötig und es kommt zu einem höheren Druck beim Einbringen. Passiert der Bruch bereits beim Eingriff, kann ein Fixierungsdraht zum Einsatz kommen. Tritt der Bruch später auf, ist oftmals ein größerer Eingriff nötig, bei der eine Platte oder sogar ein Prothesenwechsel erforderlich ist.

 

Fazit

Eine Hüftgelenksoperation birgt einige Risiken, wie jede Operation. Diese sind im Verhältnis aber sehr gering. Der Eingriff ist dennoch die bessere Wahl gegenüber ständiger Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Mit einem künstlichen Hüftgelenk kann nach der Erholungszeit die Lebensqualität um ein Vielfaches gesteigert werden.

Bildquelle: Robert Kneschke / AdobeStock

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Silke Reininger, selbstständige Bürodienstleisterin, Tierheilpraktikerin, Personalreferentin und Journalistin, lebt mit Mann und 2 Hunden im wunderschönen Oberbayern im Großraum München. Vielseitig interessiert, sportlich, aufgeschlossen, Naturverbunden.

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