Lebensbedrohlicher Zustand – Schreckmoment Schlaganfall

Lebensbedrohlicher Zustand – Schreckmoment Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall ist schnelle Hilfe nötig. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Zustand, wie eine wahre Geschichte beschreibt, die von einem unbekannten Verfasser publik gemacht wurde. In vielen Sozialen Netzwerken wird die Geschichte verteilt, mit dem Kommentar: „Ihr teilt sonst auch jeden Mist, teilt lieber mal dieses hier, denn es kann Leben retten!“. Damit haben die Absender absolut Recht.

Ein wahres Ereignis:

Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid und fiel hin. Man bot ihr an, einen Krankenwagen zu rufen, doch sie versicherte allen, dass sie OK war und nur wegen ihrer neuen Schuhe über einen Stein gestolpert war.

Weil sie ein wenig blass und zittrig wirkte, half man ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte den Rest des Abends heiter und fröhlich. Ingrid’s Ehemann rief später an und ließ alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus gebracht worden war. Um 23.00 Uhr verstarb Ingrid. Sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall erlitten. Hätten ihre Freunde gewusst, wie man die Zeichen eines Schlaganfalls deuten kann, könnte Ingrid heute noch leben.

Die Geschichte zeigt, wie schnell ein Schlaganfall unbehandelt zum Tod führen kann. Nicht alle Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, versterben direkt daran. Oftmals benötigen sie aber lange Zeit Hilfe und befinden sich in einer hoffnungslosen Situation. Dabei dauert es nur 1 Minute einen Text zu lesen, der vielen Menschen helfen und das Leben retten kann.

 

Zitat eines Neurologen:

Wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommt, kann er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist.

 

So lässt sich ein Schlaganfall erkennen

  • Die Person bitten, zu lächeln. Das wird dem Patienten nicht möglich sein.
  • Die Person bitten, einen einfachen Satz zu sprechen, wie z. B. das Wetter ist sehr schön heute.
  • Die Person bitten, beide Arme anzuheben. Das wird nur teilweise oder gar nicht klappen.
  • Die Person bitten, die Zunge heraus zu strecken. Ist die Zunge gekrümmt oder windet sich von einer Seite zur anderen, ist das ebenfalls ein Schlaganfallzeichen.

Jetzt ist schnelle Hilfe wichtig. Daher sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Wichtig ist auch, am Telefon dem Rettungsdienst die Symptome zu beschreiben.

 

Wie oft treten Schlaganfälle auf?

In Deutschland treten etwa 270.000 neue Schlaganfallerkrankungen jährlich auf. Es handelt sich beim Schlaganfall um eine der häufigsten schweren Erkrankungen. In Deutschland ist sie auch eine häufige Todesursache. Schlaganfälle führen zudem häufig zu mittleren bis schweren Behinderungen. In der Altersgruppe der über 75-Jährigen ist mit 51 % die Anzahl der Schlaganfälle am höchsten. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt mit zunehmendem Altem überproportional.

 

Ursachen für den Schlaganfall?

Ein plötzlicher Sauerstoffmangel und Mangel von anderen Substraten ist der Grund, warum ein Schlaganfall auftritt. Dabei wird grob unterschieden zwischen plötzlich auftretender Minderdurchblutung und akuter, sekundärer Hirnblutung. Letztere hat eine raumfordernde Wirkung. Zudem führt sie durch das Fehlen des Blutes ebenfalls zum Schlaganfall. Primäre Schlaganfälle können ebenso sekundäre Blutungen im Infarktgebiet mit sich bringen.

Durch eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie können die Minderblutung oder Hirnblutung sicher unterschieden werden. Allerdings können beide in den ersten Stunden noch unauffällig sein. Besteht der Verdacht auf eine geplatzte Arterie, kann diese durch Blutbestandteile im Nervenwasser bestätigt werden. Dafür ist eine Lumbalpunktion nötig.

 

Gibt es eine Früherkennung?

Es wird ein Ultraschall angeboten, der an der Halsschlagader durchgeführt werden. Diese Form der Früherkennung soll Ablagerungen erkennen. Dadurch soll das Risiko für einen Schlaganfall gesenkt werden. Es handelt sich dabei um eine Leistung, die die Krankenkasse nur übernimmt, wenn ein Verdacht besteht oder eine verengte Ader Beschwerden verursacht.

 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Zum Einsatz kommen bildgebende Verfahren. Ein Neurologe wird zudem verschiedene Tests durchführen, mit denen er die unterschiedlichen Funktionen des Gehirns überprüfen kann. Auf jeden Fall gehört die Untersuchung des Blutes zur Feststellung dazu. Dabei wird besonders der Gerinnungsfaktor beachtet.

 

Welche Therapie gibt es und wie lässt sich vorbeugen?

Je nach der Schwere des Schlaganfalls kommen verschiedene Therapien zum Einsatz. Neben entsprechender Medikation können je nach Folgeschäden Rehamaßnahmen erforderlich werden.

Um das Risiko des Schlaganfalls zu reduzieren kann jeder Einzelne etwas tun. Ein normaler Blutdruck ist ein guter Weg. Ebenso sollte Nikotin vermieden werden und es ist darauf zu achten, dass die Blutzuckerwerte im guten Bereich liegen. Ein gesunder Lebensstil und körperliche Aktivität können ebenso dazu beitragen.

 

Bildquelle: AdobeStock_101385889

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Silke Reininger, selbstständige Bürodienstleisterin, Tierheilpraktikerin, Personalreferentin und Journalistin, lebt mit Mann und 2 Hunden im wunderschönen Oberbayern im Großraum München. Vielseitig interessiert, sportlich, aufgeschlossen, Naturverbunden.

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