Borretsch ist eine Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, aber seit dem Mittelalter in ganz Europa angebaut wird. Auch in Nordamerika und Asien wird die Pflanze wurde die Pflanze kultiviert. Sie gehört zur Familie der Raublattgewächse und wird häufig auch als Gurkenkraut oder Kukumerkraut bezeichnet. Borretsch wird vorrangig zum Würzen von Speisen und als Heilpflanze eingesetzt. Als besonders wirkungsvoll gilt das Borretschöl, welches aus den Samen der Pflanze gewonnen wird.
Ein besonderes Öl mit wertvollen Inhaltsstoffen
Natürlich wird ein Öl nicht einfach so zu einem Naturheilmittel. Wichtig ist, dass es eine Vielzahl verschiedener wertvoller Inhaltsstoffe besitzt, die sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Im Falle von Borretschöl sind das die folgenden Inhaltsstoffe:
- Linolsäure
- Gamma-Linolsäure
Bei beiden Stoffen handelt es sich um mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren, die als besonders gesund eingestuft werden können. Linolsäure und Gamma-Linolsäure haben also einen großen Einfluss auf den menschlichen Körper. Die Stoffe wirken (allgemein formuliert) entzündungshemmend und juckreizlindernd. Außerdem wird ihnen eine effektive Stärkung des Immunsystems zugesprochen. Borretschöl ist also für viele verschiedene Menschen ein interessantes Naturheilmittel.
Die Wirkung von Borretschöl
Die im Borretschöl enthaltenen Stoffe haben verschiedene positive Eigenschaften, die dafür sorgen, dass das Öl so wertvoll ist. Die Omega-6-Fettsäuren…
…. fördern die Reifung von Blutzellen (bedeutsam für das Immunsystem)
… vermindern die Bildung von entzündungsauslösenden Antikörpern (entzündungshemmende Wirkung)
Der Einsatz von Borretschöl
Das Naturheilmittel Borretschöl wird meist immer als erstes mit der Hautkrankheit Neurodermitis in Verbindung gebracht. Das hat auch einen ganz bestimmten Grund. Die im Borretschöl enthaltene Gamma-Linolsäure soll nämlich in der Lage sein, einen enzymatischen Defekt, der bei Neurodermitis vorliegt, auszugleichen. Dieser Defekt ist unter anderem dafür verantwortlich, dass sich die Haut infolge von Neurodermitis so schnell entzündet.
Was ist Neurodermitis?
Neurodermitis ist eine Erkrankung, die die Schutzfunktion der Haut nachhaltig beeinflusst. Die Haut ist wesentlich anfälliger, trockener und entzündet sich schneller. Außerdem kommt es häufig zu einem ausgeprägten Juckreiz an bestimmten Körperstellen – beispielsweise in den Armbeugen und Kniekehlen. Betroffene bekämpfen den Juckreiz häufig durch Kratzen und fördern die Entzündung der haut dadurch zusätzlich.
Wodurch Neurodermitis hervorgerufen wird, konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden. Feststeht, dass sowohl genetische als auch immunologische Faktoren bei der Entstehung der Hautkrankheit eine Rolle spielt. Neurodermitis tritt häufig schon im Kindesalter auf, kann allerdings auch bei Erwachsenen ausbrechen.
Borretschöl gegen Neurodermitis
In den meisten Fällen versuchen Betroffene, die Erkrankung ihrer Haut durch Salben und Gele zu bekämpfen. Nur wenige wissen, dass auch das Naturheilmittel Borretschöl hierfür eingesetzt werden kann. Wer Borretschöl gegen Neurodermitis einsetzen will, kann dieses einfach auf die betroffenen Stellen träufeln. Das Öl wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern ist auch in der Lage, unangenehmen Juckreiz zu verringern. Durch die ölige Konsistenz wird die Haut außerdem geschmeidiger gemacht. Auf diese lassen unter Umständen auch Spannungsgefühle der Haut nach.
Eine andere Möglichkeit der Behandlung von Neurodermitis mit Borretschöl ist die innere Aufnahme. Borretschöl kann sehr einfach in die tägliche Ernährung integriert werden. Es eignet sich beispielsweise hervorragend als schmackhafte Grundlage für ein leichtes Salatdressing und kann auch unter Joghurt oder Quark gerührt werden.
Wenn Borretschöl aus therapeutischen Gründen im Speiseplan aufgenommen wurde, genügt es, täglich ein paar Tropfen davon zu konsumieren. Da Borretschöl keine Nebenwirkungen hervorruft, kann es auch gelegentlich in größeren Mengen verzehrt werden.
Kapseln und Kosmetik aus Borretschöl
Borretschöl wird jedoch nicht nur in seiner reinen Form konsumiert. Das Öl ist mittlerweile auch in Kapselform erhältlich und bildet die Grundlage für zahlreiche kosmetische Cremes. Diese unterschiedlichen Erscheinungsformen machen es noch einfacher, Borretschöl aktiv zu nutzen, um die eigene Gesundheit (der Haut) zu verbessern.
Weitere Anwendungsgebiete von Borretschöl
- Trockene Haut
- Juckende Haut
- In der Schwangerschaft und während der Stillzeit
- Schuppenflechte
- Psoriasis
- Bekämpfung von Allergien
Bild: © Depositphotos.com / lenyvavsha
Häufige Fragen
Was ist Borretschöl und woher stammt es?
Borretschöl wird aus den Samen der Borretsch-Pflanze gewonnen, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und seit dem Mittelalter in Europa sowie Nordamerika und Asien kultiviert wird.
Welche wertvollen Inhaltsstoffe sind im Borretschöl enthalten?
Borretschöl enthält unter anderem Linolsäure und Gamma-Linolsäure, die beide als mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren gelten und entzündungshemmende sowie immunstärkende Eigenschaften besitzen.
Wie wirkt Borretschöl auf die Haut?
Borretschöl hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann Juckreiz lindern, was es besonders hilfreich bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis macht.
Was ist Neurodermitis und wie wird sie behandelt?
Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die zu trockener, entzündeter Haut und starkem Juckreiz führt. Borretschöl kann helfen, indem es direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen oder in die Ernährung integriert wird.
Wie kann ich Borretschöl in meine Ernährung einbauen?
Borretschöl kann einfach in Salatdressings verwendet oder unter Joghurt und Quark gerührt werden. Es genügt, täglich ein paar Tropfen zu konsumieren.
Gibt es Nebenwirkungen bei der Verwendung von Borretschöl?
Borretschöl hat in der Regel keine bekannten Nebenwirkungen und kann auch gelegentlich in größeren Mengen verzehrt werden.
In welchen Formen ist Borretschöl erhältlich?
Borretschöl ist nicht nur in flüssiger Form erhältlich, sondern auch in Kapselform und als Inhaltsstoff in verschiedenen kosmetischen Cremes.
Kann Borretschöl auch während der Schwangerschaft verwendet werden?
Ja, Borretschöl kann während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden, um trockene und juckende Haut zu behandeln.
Wie hilft Borretschöl bei Allergien?
Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Borretschöl können dazu beitragen, allergische Reaktionen zu lindern und die Haut zu beruhigen.
Welche anderen Hautprobleme kann Borretschöl behandeln?
Borretschöl kann auch bei trockener Haut, Schuppenflechte und anderen Hautirritationen hilfreich sein.
- Immense Wartezeiten beim Facharzt - 18. Juli 2016
- Warum bekommen wir von Alkohol einen Kater? - 11. Juli 2016
- Gesunde Snacks für den Fernseh-Abend - 4. Juli 2016
