Schwammherz – Oft medizinisch unentdeckt

Schwammherz---Oft-medizinisch-unentdeckt

lässt die Betroffenen bewusster leben und sehr auf ihre Gesundheit achten. Doch was tun, wenn die typischen Symptome wie Atemnot, Schwindel und ein unruhiger Puls nicht eindeutig zugeordnet werde können. In den meisten Fällen steckt ein sogenanntes hinter diesen Anzeichen. Diese angeborene Krankheit bedeutet nichts anderes, als dass die Wand der linken Herzkammer in manchen Abschnitten nicht glatt und kompakt ist wie sie sein sollte, sondern etwas aufgelockert. Oftmals bleibt es jahrelang unentdeckt, ist jedoch als Krankheit keinesfalls zu unterschätzen.

Schwammherz: Häufigkeit weitgehend unerforscht

Wie viele Deutsche tatsächlich von dieser Herzerkrankung, die in der Medizin auch Noncompaction Kardiomyopathie genannt wird, betroffen sind, ist nicht hinlänglich bekannt. Der Grund dafür ist einfach, denn die Krankheit bleibt weitgehend unentdeckt und kommt eher selten vor. Je nach Auswertungen unterschiedlicher Experten sind etwa 26 von 10.000 untersuchten Herzkranken vom sogenannten Schwammherz betroffen, weiß Dr. Birgit Gerecke, die Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung ist.

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Das Schwammherz: Schwammartige Schicht bei der linken Herzkammer

Grundsätzlich sind die Wände der Herzkammern durchgehend kompakt und glatt. Liegt ein Schwammherz vor, ist beim Betroffenen der kompakte Teil vor allem der linken Herzkammer eher kleiner und eine schwammartige Schicht überdeckt den Hauptteil. Im Unterschied zu einem gesunden Herz ist die kompakte Schicht an diesen Stellen nur halb so dick wie normal. Zusätzlich zeigt der innere Teil der betroffenen Herzwand einen deutlich schwammartigen Aufbau, der dadurch mindestens doppelt so dick ist wie der kompakte äußere. Genetisch bedingt sind von dieser unterschätzten Herzkrankheit Männer häufiger betroffen als Frauen. Das Trügerische daran ist die Tatsache, dass nicht alle Betroffenen über körperliche Beschwerden klagen. Die Erkrankung durch ein Schwammherz verläuft sehr individuell und auch die entsprechenden Symptome sind sehr unterschiedlich. Es gibt Patienten, die unter Herzschwäche oder unspezifischen Herzrhythmusstörungen leiden, andere wiederum leben völlig normal und müssen keinerlei Einschränkungen hinnehmen.

Schwammherz:  Rolle der Pumpfunktion ist wesentlich

Ob ein Betroffener an individuellen Beschwerden leidet oder nicht, hängt unter anderem von der Pumpfunktion des Herzens ab. Ist diese optimal, stellt auch die Erkrankung in Form des Schwammherzens keinerlei Einschränkung für den Patienten dar. Denn das Blut kann ja problemlos durch die feinen Verästelungen, die im schwammartigen Gewebe verlaufen, fließen. Ist die Pumpfunktion des Herzens jedoch geschwächt oder von vorneherein eingeschränkt, fließt das Blut ohnehin schon langsam durch und kann sich im aufgelockerten Gewebe sogar stauen. Dann ist die Gefahr groß, dass sich ein bildet und das Risiko eines Schlaganfalles steigt erheblich an.

Beim Schwammherz: Keine Heilung möglich

Wird bei einem Patienten die Diagnose Schwammherz gestellt, muss sich dieser darauf einstellen, dass er den Rest seines Lebens damit umgehen muss. Wichtig ist eine regelmäßige Untersuchung, egal ob Beschwerden bestehen oder nicht. Treten solche auf, besteht die Therapie in erster Linie durch die Verabreichung bestimmter Medikamente. Selten aber doch manchmal kommt es dazu, dass der Betroffene einen Herzschrittmacher oder einen implantierbaren Defibrillator eingesetzt erhält. Sind die Beschwerden mit keinem dieser Mittel oder Anwendungen in den Griff zu bekommen, wird seitens der meistens eine Herztransplantation angedacht. In jedem Fall ist es wichtig, dass die Pumpfunktion des Organs wieder hergestellt oder optimiert wird. Gegebenenfalls muss auch durch eine Blutverdünnung entsprechend unterstützend eingegriffen werden.
Folgende Symptome machen einen Arztbesuch notwendig
Wenn es bereits bei leichter Anstrengung wie Treppen steigen oder rascherem Gehen zu Beschwerden wie

– Luftnot,
– Schmerzen im Brustkorb
– Schwindel und einen
– unruhigen Puls kommt,

sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Eine Untersuchung ist auch dann empfehlenswert, wenn es in der Familie des Betroffenen bereits Herzerkrankungen gegeben hat, man intensiven Sport betreiben möchte oder aber man sich zum Beispiel mit ausgeprägtem Training auf einen Wettkampf vorbereiten möchte. Die geschilderten Symptome können einfache Begleiterscheinungen sein, manchmal sind sie aber auch individueller Indikator einer schweren Herzerkrankung, beispielsweise eines Schwammherzes, das unbehandelt zu einem erheblichen Gesundheitsrisiko werden kann.

Bild: © Depositphotos.com / lightsource

Maik Justus
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