Kann man Dornwarzen selbst entfernen?

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„Zeigt her eure Füße..“ heißt es in einem alten Kinderlied. Doch das genau tun viele nur ungern. Vielleicht sind die , die nicht nur lästig, sondern auch hochgradig ansteckend sind. Doch was kann man dagegen tun und wie wird man sie wieder los?

Dornwarzen – auch als Plantarwarzen bezeichnet – werden durch humane Papillomviren, kurz HPV, entwickelt. Das macht sie durchaus gefährlich ansteckend, ganz egal ob bei direktem Kontakt oder indirektem Kontakt wie etwa einer Schmierinfektion. Auf einem Schwimmbadfußboden etwa können sie ziemlich lange – auch ohne sogenannten Wirt – überleben. Doch auch Personen, die an den Füßen extrem schwitzen und keine atmungsaktiven Schuhe tragen, können unter der verstärkten Warzenbildung leiden.

Dornwarzen: Hygiene ist wichtigste Vorsichtsmaßnahme

Auch wenn der Kontakt, der die Aufnahme von Dornwarzen auf der Haut bewirkt, sehr einfach ist, braucht es dazu, dass die Viren auch in den Organismus eindringen, viel mehr. Denn erst wenn kleine offene Wunden oder Verletzungen bestehen – etwa Risse bei trockener Haut – können die Viren unter die Haut gelangen. Und dann spielt das Immunsystem des Betreffenden eine wichtige Rolle.  Denn ist dieses stark, kann die Warzenbildung unterdrückt werden, ist die Person aber anfällig, brechen die meist aus. Um eine zu vermeiden, ist besondere Hygiene das oberste Gebot. Deshalb gilt, sich keine Handtücher zu teilen und sich nach dem Auftragen von Salben oder Warzenpflastern immer sorgfältig die Hände zu waschen.

Selbstbehandlung der Dornwarzen ist möglich

Wer nicht sofort zum Arzt gehen möchte, der kann versuchen, den Dornwarzen mit Hilfe von rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke den Kampf anzusagen. Doch das ist mitunter langwierig. Wichtig zu wissen ist, dass sich Diabetiker keinesfalls selbst behandeln sollten. Meist leiden sie nämlich unter Nervenschäden im Bereich der Füße, was die eigene Behandlung erschwert. unter vier Jahren sollten ebenfalls durch medizinischen Rat behandelt werden ebenso wie Personen mit Durchblutungsstörungen oder aber gestörter Wundheilung.

Um Dornwarzen zu entfernen gibt es drei Methoden:

  • Auflösen der verhornten Haut mit Salicylsäure
  • Anwendung von Mitteln mit Monochloressigsäure
  • Kältebehandlung von Warzen

Wer nicht gleich zur chemischen Keule aus der Apotheke greifen möchte, der kann altbewährte Hausmittel anwenden. Unter anderem hilft es, Zwiebelstücke 24 Stunden in Essig einzulegen und anschließend über Nacht mit einem Pflaster auf der betroffenen Stelle anzubringen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis sich die Warze zu einem kleinen schwarzen Punkt, der in der Haut versinkt, entwickelt hat.

Alternativ dazu, kann man die Dornwarze auch mit einer halbierten Knoblauchzehe mehrmals täglich einreiben. Wer Probleme mit dem Geruch hat, der kann die Prozedur mit Zitronensaft anwenden.

Dornwarzen: Verursacht die Warze Schmerzen, sofort zum Arzt

Aufgrund des ständigen Drucks auf die Fußsohle kann es vorkommen, dass die Plantarwarze nach innen wächst. Das kann mitunter zu starken führen, womit der Punkt erreicht ist, an dem ein Arzt aufgesucht werden muss. Dieser kann die Dornwarze mit anderen Methoden bekämpfen als der Betroffene zu Hause. Unter anderem wird die Laserentfernung häufig angewandt. Eine weitere Methode ist die Elektroagulation. Dabei erfolgt eine Abtötung der Warzenzellen durch Strom, womit auch ein Wiederkommen der Symptome quasi gewährleistet ist.

Bei Dornwarzen gilt aber immer die Vorbeugung als wichtigstes Kriterium. Deshalb gilt es, in Saunen oder Schwimmbädern nie barfuß zu laufen und sich die Füße nach dem Besuch ordentlich abzuduschen. Auch die ausschließliche Verwendung der eigenen Handtücher hilft gut, wobei wichtig ist, dass nicht nur die Füße generell abgetrocknet werden, sondern insbesondere die Zwischenräume der Zehen. Zudem hilft regelmäßiges Eincremen, dass die Haut schön weich und gepflegt bleibt und weniger Risse bildet. So können Viren nicht so schnell eindringen.

Ist ein Familienmitglied von Dornwarzen betroffen, gilt ebenfalls äußerste Hygiene als wichtigste Vorsichtsmaßnahme. Am besten die Socken in der Waschmaschine mit 60 Grad waschen und dafür sorgen, dass der Betroffene in der Wohnung oder im Haus in gemeinschaftlich genutzten Räumen nicht barfuß läuft.

Bild: © Depositphotos.com / arvebettum

Maik Justus
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