Zwischenblutung

Zwischenblutung

Wenn sich Blutabgänge zwischen der regulären Monatsblutung zeigen, dann werden diese auch als Zwischenblutungen bezeichnet. Eine Zwischenblutung kann sich sehr unterschiedlich äußern. Entweder handelt es sich bei Zwischenblutungen, um Blutungen, die einer Schmierblutung gleich kommen, oder um Blutungen, die so stark sind, dass sie als Zusatzblutung eingeordnet werden.

Zwischenblutung Ursachen

Die Zwischenblutung Ursachen können sehr vielseitig sein. Von einer Schwankung der Hormone bis hin zu Myomen kann alles möglich sein. Deswegen ist es wichtig, dass beim Auftreten von Zwischenblutungen stets eine umfangreiche Abklärung erfolgt. Nicht immer stellen körperliche Ursachen den Auslöser für eine Zwischenblutung dar, denn auch psychische Belastungen können Blutabgänge, die sich außerhalb der Monatsblutung zeigen, hervorrufen.

Zwischenblutungen trotz Pille

Wenn Frauen die Pille nehmen, stellt sich der Monatszyklus relativ regelmäßig ein. Generell gibt es Zwischenblutungen trotz Pille meist nicht. Dennoch gibt es immer wieder Ursachen, weswegen die Zwischenblutung trotz Pille auftreten können. Vor allem wenn die Dosis von Östrogenen und Gestagenen nicht auf den Hormonhaushalt der Frau abgestimmt sind, kann es zu Zwischenblutungen trotz Pille kommen. In diesem Falle sollte stets ein Gynäkologe aufgesucht werden, damit Pillenpräparate umgestellt werden.

Die Zwischenblutung mit Pille äußert sich in den meisten Fällen als leichte Schmierblutung. Hierbei kommt es zu sehr geringen Blutabgängen, die allerdings für die betroffene Frau als störende Nebenwirkung in Erscheinung treten. Die Zwischenblutungen trotz Pille können sich lediglich an einigen Tagen zeigen, es gibt aber auch Fälle, in denen diese Abgangsblutungen auch während des gesamten Monats auftreten.

Zwischenblutung bei schwangeren Frauen

Wenn eine Frau schwanger wird, können sich ebenfalls Zwischenblutungen zeigen. Diese können allerdings nicht mit einer Zwischenblutung im eigentlichen Sinn verglichen werden. Durch die Einnistung in der Gebärmutter entstehen kleine Mikroverletzungen, die zu einer Zwischenblutung bei schwangeren Frauen führen können. Typisch für diese Abgangsblutung ist, dass sie relativ kurz anhält und zudem auch binnen kurzer Zeit wieder endet. Generell kann davon ausgegangen werden, dass diese Form der Zwischenblutung rund eine Woche nach der Befruchtung stattfindet, da dann die Eizelle ihren Weg in die Gebärmutter gefunden hat. Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass es sich bei diesen Zwischenblutungen nicht immer um eine gesicherte Schwangerschaft handelt. Sollte sich nach dem Geschlechtsverkehr solch eine Angangsblutung zeigen, sollte stets ein Arzt aufgesucht werden, um eine Schwangerschaft sicher abklären zu können.

Zwischenblutung beim Eisprung

Die Zwischenblutung beim Eisprung wird auch als Ovulationsblutung bezeichnet und zeigt sich in der Regel meist eine Woche vor der richtigen Menstruation. Der Grund für diese Zwischenblutung liegt in der Schwankung der Hormone begründet. Wenn es zu einem Follikelsprung kommt, sinkt auch der Hormonspiegel beim Östrogen ein wenig ab, wohingegen Progesteron ein wenig zu steigen beginnt. Dieser Vorgang kann vor allem in der Mitte des Zyklus zu einer leichten Zwischenblutung führen, die sich allerdings lediglich als Schmierblutung äußert. Generell kann davon ausgegangen werden, dass sich diese Schmierblutung binnen weniger Tagen wieder einstellt. Sollte dies nicht der Fall sein, so sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, damit weitere Abklärungen für die Ursache erfolgen können.

Zwischenblutung stoppen

Um eine Zwischenblutung stoppen zu können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Nicht nur im Bereich der Schulmedizin gibt es zahlreiche Medikamente, die beim Stoppen einer Zwischenblutung zum Erfolg führen können. Auch in der Naturheilkunde gibt es zahlreiche Mittelchen, die bei einer Abgangsblutung unterstützen können. Allerdings sollte vor der Einnahme von Medikamenten oder Naturheilprodukten stets der Arzt gefragt werden, und auch eine medizinische Abklärung im Vorfeld bleibt unerlässlich. Selbst wenn es sich um natürliche Produkte handelt, können bei falscher Dosierung zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Welche Naturprodukte gibt es, um eine Zwischenblutung stoppen zu können?

Hirtentäschel:

Vor allem bei starken Monatsblutungen, aber auch bei Zwischenblutungen wird Hirtentäschel zum Einsatz gebracht. Dieses natürliche Heilmittel enthält Stoffe, die eine blutstillende Wirkung mit sich ziehen. Es gibt Hirtentäschel nicht nur in Form von Tees, sondern auch in Tropfen, Tabletten und Dragees.

Mönchspfeffer:

Im Mönchspfeffer sind Flavonoide enthalten, die eine regulierende Wirkung auf den weiblichen Menstruationszyklus haben. Dadurch können zahlreiche Störungen des Zyklus, wie beispielsweise auch die Zwischenblutung, ein wenig eingedämmt werden. Es gibt viele Frauen, die auf die Behandlung mit Mönchspfeffer sehr gut ansprechen, wodurch eine zusätzliche Therapie mit Medikamenten aus der Schulmedizin nicht mehr erforderlich werden.


Die Wechseljahre Zwischenblutungen

Zwischenblutungen stehen oftmals in direkter Verbindung mit dem Hormonhaushalt. Da es auch in den Wechseljahren zu einer Schwankung der Hormone kommt, und diese auch rigoros umgestellt werden, kommt es vor allem in dieser Zeit bei Frauen immer wieder zu Zwischenblutungen. Die Wechseljahre Zwischenblutungen äußern sich wie andere Abgangsblutungen auch. Unregelmäßige Blutungen in den Wechseljahren sind zwar vollkommen normal, sollten dennoch immer wieder vom Art kontrolliert werden, damit andere Ursachen auf keinen Fall übersehen werden. Vor allem in den Wechseljahren können sehr unterschiedliche Zyklen auftreten. Es kommt so gut wie nie vor, dass die Wechseljahre einsetzen, und die Monatsblutung für immer aussetzt, ohne dass die Frau im Vorfeld Zwischenblutungen hatte. Die Reifung der Eizellen wird über mehrere Jahre hinweg eingestellt, und genau in diesen Jahren leiden Frauen immer wieder an Wechseljahre Zwischenblutungen. Hierbei gibt es sehr unterschiedliche Ausformungen, und es kann an dieser Stelle angemerkt werden, dass sich die Zwischenblutung in den Wechseljahren von Frau zu Frau ändern können. Manchmal zeigen sich die Zwischenblutungen immer wieder während der normalen Menstruationsblutung, manchmal treten diese nur unregelmäßig in Erscheinung. Es kann sogar vorkommen, dass die Blutung in den Wechseljahren über einige Wochen und Monate ausfällt, ohne dass eine Schwangerschaft eingetreten ist. In diesem Fall sollte der behandelnde Arzt auf jeden Fall regelmäßige gynäkologische Kontrollen in Betracht ziehen.

Bild: © Depositphotos.com / Farina6000


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Autor(in) Maik Justus

Maik Justus ist 28 Jahre jung, aus Lübbecke und Vater von 3 Kindern. Er selbst hat bereits sehr viel Erfahrung im Gesundheitsbereich und schreibt, gemeinsam mit anderen Autoren, in diesem Gesundheitsportal.

2 Kommentare

  1. anonym

    Man muss vielleicht sagen, dass Zwischenblutungen in der Schwangerschaft auch ein Zeichen für eine Fehlgeburt sein können. Habe leider selbst die Erfahrung gemacht – war Ende 3. Monat und ich dachte, es handelt sich um eine harmlose Blutung. Ich kann jeder Frau nur empfehlen, bei sowas direkt ärztlichen Rat einzuholen!

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  2. zwergenfrau

    Leider sind Zwischenblutungen bei mir nicht selten. Anfangs war ich ziemlich verunsichert. Aber es scheint mit Stress zusammen zu hängen. Mein Körper reagiert einfach, wenn ich unter starker beruflicher oder privater Belastung stehe. Zum Glück sind es nur Schmierblutungen. Danke für diesen interessanten Artikel zu weiteren möglichen Ursachen!

    Reply

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Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *