„Bayer kauft Monsanto für 66 Milliarden Dollar“ war DIE Schlagzeile in der letzten Woche. Die Übernahme des Saatgutriesens wurde durchweg kritisch kommentiert, nicht zuletzt, weil Monsanto weltweit der führende Anbieter von genmanipuliertem Saatgut ist.
Doch ist genmanipuliertes Saatgut tatsächlich schädlich für unsere Gesundheit? Was passiert mit unserem Stoffwechsel, wenn der Verzehr davon zur Regelmäßigkeit wird?
Pflanzen & Gentechnik – wozu überhaupt?
Im Zuge von Kultivierung und Züchtung wird bereits seit Jahren versucht, mit Hilfe von gentechnischen Methoden den Anbau und die Herstellung von Pflanzen so weit zu verändern, dass deren Eigenschaften optimiert werden. Bereits seit Ende der 90er Jahre wird hier durch unterschiedliche Ansätze versucht, gentechnisch veränderte Pflanzen herzustellen.
Hierbei wird vor allem auf bestimmte Ergebnisse abgezielt, die sich aus dem wirtschaftlichen – aber auch aus dem umweltbezogenen – Aspekt von Anbau und Kultivierung ergeben:
- Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Umwelteinflüsse;
- Verbesserung des Nährstoffgehaltes;
- Verbesserung der Lagerfähigkeit;
- Verbesserung der Verarbeitungsmöglichkeiten;
- Verbesserung des Wachstums;
- Verbesserung des Ertrages.
Praktische Bedeutung gewinnt die Thematik durch die potenzielle Möglichkeit, den Hunger in armen Ländern beseitigen und sowohl Kosten als auch Personal einsparen zu können.
Auswirkungen auf den menschlichen Stoffwechsel
Zwar sind die Bedenken hinsichtlich des Verzehrs und auch des Einsatzes von genmanipuliertem Saatgut groß und werden oft von deren Gegnern angeführt. Fakt ist aber, dass bis heute noch keine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten. Im Gegenteil: Spezielle Züchtungen erlauben durch den Einsatz von Gentechnik auch die Entwicklung von Pflanzen, die normalerweise für Menschen mit Allergien nicht zum Verzehr geeignet wären – gentechnisch verändert könnte man hier bestimmte Allergene herausfiltern (Beispiel: Sojaunverträglichkeit – hier lassen sich Sojavarianten entwickeln, die keine Allergien mehr auslösen).
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, durch genmanipulierte resistentere Pflanzen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten zu können – denn auch diese wiederum sind für den menschlichen Verzehr problematisch.
Dementsprechend besteht in der herrschenden wissenschaftlichen Meinung kein Zweifel darüber, dass die Anwendung von Gentechnik im pflanzlichen Sektor größere Gefahren beinhaltet als jede andere Form von Züchtung bzw. Kultivierung.
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Häufige Fragen
Was ist gentechnisch verändertes Saatgut?
Gentechnisch verändertes Saatgut sind Pflanzen, deren Gene gezielt verändert wurden, um bestimmte Eigenschaften zu optimieren, wie z.B. Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge.
Welche Vorteile bietet gentechnisch verändertes Saatgut?
Es kann die Erträge steigern, Pflanzen resistenter gegen Umwelteinflüsse machen und sogar allergene Bestandteile herausfiltern.
Gibt es gesundheitliche Risiken durch den Verzehr von gentechnisch verändertem Saatgut?
Bis heute konnten keine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit wissenschaftlich nachgewiesen werden.
Wie beeinflusst gentechnisch verändertes Saatgut den Stoffwechsel?
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass gentechnisch verändertes Saatgut negative Auswirkungen auf den menschlichen Stoffwechsel hat.
Können gentechnisch veränderte Pflanzen Allergien reduzieren?
Ja, gentechnisch veränderte Pflanzen können so entwickelt werden, dass sie weniger oder keine Allergene enthalten, was Allergikern zugutekommt.
Was sind die wirtschaftlichen Vorteile von gentechnisch verändertem Saatgut?
Es kann helfen, Produktionskosten zu senken und den Ertrag zu steigern, was besonders in Entwicklungsländern von Bedeutung ist.
Wie steht die Wissenschaft zu gentechnisch verändertem Saatgut?
Die herrschende wissenschaftliche Meinung ist, dass die Anwendung von Gentechnik im pflanzlichen Sektor sicherer ist als viele andere Züchtungsmethoden.
Welche Rolle spielt Pflanzenschutzmittel im Zusammenhang mit gentechnisch verändertem Saatgut?
Resistente Pflanzen können den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren, die ebenfalls gesundheitliche Risiken bergen können.
Wie lange wird schon mit gentechnisch veränderten Pflanzen geforscht?
Die Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen begann bereits Ende der 1990er Jahre.
Was sind die Hauptziele der Gentechnik in der Pflanzenzucht?
Die Hauptziele sind die Verbesserung von Ertrag, Nährstoffgehalt, Lagerfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge.
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