Die Anzeichen einer Depression richtig deuten

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Die Stimmung ist gedrückt, das Interesse und die Konzentration lassen nach, man fühlt sich antriebslos und ist nicht mehr in der Lage, positive Emotionen zu empfinden – diese Symptome sind nur ein kleiner Anzeichen, dass es sich um eine Depression handeln könnte. Aber es gibt noch mehr Anzeichen einer Depression, denn die Krankheit ist vielschichtig und jeder empfindet seine Depression anders. Trotzdem gibt es eindeutige Symptome, die die Diagnose Depression bestätigen und die so früh wie möglich behandelt werden sollten, damit die Depression nicht zur Gefahr für die Betroffenen wird.

Die drei Anzeichen einer Depression

Nicht jeder, der traurig ist, ist auch depressiv, eine Depression baut sich langsam auf, es ist ein schleichender Prozess. Anders als Trübsal blasen, ist eine Depression eine schwerwiegende Erkrankung, die unbedingt behandelt werden muss. Die Anzeichen einer Depression werden nach dem Klassifizierungssystem ICD-10 in Haupt- und Nebensymptome unterteilt und es gibt innerhalb der Klassifizierung drei Hauptanzeichen:

  • Der Verlust von Freude und Interesse
  • Eine ununterbrochene depressive Stimmung in einem starken Ausmaß, die nicht von außen beeinflusst wird und die zwei Wochen anhält
  • Antriebslosigkeit und Müdigkeit

Über diese Anzeichen wird es möglich, das Ausmaß der Krankheit deutlich zu machen. Wer depressiv ist, der fühlt sich über den Zeitraum von mehreren Tagen jeden Tag niedergeschlagen, und selbst positive Erlebnisse können die Stimmung nicht verbessern.

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Das Gefühl der inneren Leere

Eine der charakteristischen Anzeichen einer Depression ist das Gefühl, innerlich leer zu sein. Die Betroffenen fühlen sich gefühlstot und auch die aufmunternden Versuche der Familie oder der Freunde bleiben ohne Wirkung. Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, interessieren sich für nichts mehr, ihnen fällt es schwer, am Morgen aufzustehen und sie können ihren täglichen Aufgaben nur mit viel Mühe oder überhaupt nicht mehr nachkommen. Vielfach sind diese Symptome auch von äußeren Faktoren abhängig, wie zum Beispiel dem Wetter. Vor allem in der dunklen und kalten Jahreszeit leiden viele unter dem sogenannten Winterblues, einer abgeschwächten Form einer Depression, die allerdings in einer echten Depression enden kann.

Die Nebensymptome einer Depression

Neben den drei Hauptsymptomen gibt es noch Nebensymptome, an denen sich eine Depression leicht erkennen lässt. So leiden depressive Menschen unter Selbstzweifeln, sie sehen sich selbst nur noch negativ und haben kaum noch Selbstvertrauen. Auch starke Schuldgefühle sind Nebenanzeichen einer Depression, die Betroffenen machen sich selbst Vorwürfe, sie können sich nicht mehr konzentrieren und sind irgendwann auch nicht mehr dazu in der Lage, anderen Menschen ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Die schweren Formen einer Depression

Wenn die Anzeichen einer Depression nicht ernst genommen werden, dann kann es zu einem schweren Verlauf der Krankheit kommen. Zu den schon bekannten Symptomen gesellen sich dann psychotische Symptome wie Halluzinationen oder auch Wahnvorstellungen, die Betroffenen fühlen sich verfolgt und entwickeln manische Züge. Sie hinterfrage jede ihrer Entscheidungen wieder und wieder, sie fühlen sich minderwertig und können ihr Verhalten nicht mehr richtig einschätzen. Kommt es zu diesem Krankheitsbild, dann reicht ein Antidepressivum für die Behandlung nicht mehr aus, die müssen zusätzlich mit Neuroleptika behandelt werden.

Die körperlichen Symptome

Menschen, die unter einer Depression leiden, haben nicht nur psychische, sondern auch körperliche Symptome. Probleme im Magen- Darmbereich gehören zu den körperlichen Beschwerden, aber auch Kopf- und sind keine Seltenheit. Viele leiden unter massiven , sie sind innerlich unruhig und das Gefühl, dass sich die im Kreis drehen, nimmt zu. Die Patienten bilden sich die Beschwerden aber nicht ein, sie fühlen Schmerzen, die aber organisch nicht belegbar sind. Wenn die Depression richtig behandelt wird, dann verschwinden in der auch die körperlichen Beschwerden wieder.

Bei Frauen lässt sich eine Depression leichter erkennen als bei Männern, denn für die meisten Männer ist eine Depression ein Anzeichen von Schwäche.

Bild: © Depositphotos.com / konradbak

Ulrike Dietz