So wichtig ist eine Impfung gegen Hautdiphtherie

Aktuell treten in Deutschland viele Fälle von Hautdiphtherie auf, deren Ursprung sich nicht erklären lässt. Das Robert Koch-Institut rät daher zu einer gegen Hautdiphtherie. Die Krankheit tritt selten auf und dass es seit dem Sommer 2022 170 gemeldete Fälle gibt, ist schon auffallend. Alle Erkrankten waren Geflüchtete, wie das RKI der Deutschen -Agentur gemeldet hat. Todesfälle sind aber nicht bekannt.

Hoch ansteckend

Diphtherie ist eine hoch ansteckende Krankheit, die durch das sogenannte Stäbchenbakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst wird. Die Bakterienstämme Corynebacterium ulcerans und Corynebacterium pseudotuberculosis führen zu Hautdiphtherie. Zu Beginn des 20. war die Erkrankung die hauptsächliche Todesursache, insbesondere bei Kindern. Dann wurde eine Impfung gegen Hautdiphtherie und Diphtherie entwickelt und die Fallzahlen gingen schnell nach unten. In vielen Ländern weltweit gehört die Krankheit aber immer noch zum Alltag, denn dort wird keine Impfung gegen Hautdiphtherie angeboten und die hygienischen Verhältnisse sind schlecht.

Welche Symptome gibt es?

Wenn einer der Erreger der Hautdiphtherie in eine offene Wunde gerät, kann damit die Krankheit ausgelöst werden.

Schon nach wenigen Tagen kommt es dann zu folgenden Symptomen:

  • Die rötet sich
  • Die betroffenen Körperstellen schwellen an und .
  • Es bilden sich Vereiterungen und Geschwüre.
  • Auf den betroffenen Stellen ist ein schmieriger Wundbelag sichtbar.

Wer keine Impfung gegen die schwere Erkrankung hat, muss mit schwerwiegenden Komplikationen rechnen. Gelangen die Erreger in den Blutkreislauf, dann kann es sogar passieren, dass Organe wie auch Nerven geschädigt werden. Eine Impfung gegen Hautdiphtherie ebenso wie eine frühzeitige ist demzufolge enorm wichtig. Nur so lässt sich ein schwerwiegender Verlauf der Erkrankung vorbeugen und verhindern.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Sollte es den Verdacht geben, dass es tatsächlich eine Hautdiphtherie ist, dann werden die mit einem Gegengift behandelt, welches die noch lebenden abtötet. Das Mittel muss so schnell wie möglich verabreicht werden, damit das Gift sich nicht weiter ausbreitet. Zum Einsatz kommen außerdem . Kommt es zu Komplikationen, dann ist eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich. Wird die Krankheit schnell genug erkannt, dann bestehen gute Chancen, dass sich die Patienten wieder vollständig erholen. Wichtig ist es, dass die Betroffenen sofort isoliert werden, denn die Krankheit breitet sich schnell aus. Diphtherie wie auch Hautdiphtherie müssen dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.

Ausbruch auf dem Balkan

Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich die Betroffenen weder in ihrer Heimat noch in Deutschland mit Hautdiphtherie infiziert haben. Noch ist die Quelle unklar, aber vermutet wird der Weg entlang der sogenannten Balkanroute. Zwischen Januar und November des vergangenen Jahres wurden in europäischen Ländern mehr als 360 Fälle registriert. Alle Betroffenen waren entweder gar nicht oder nur unzureichend geimpft.

Fazit zu Impfung gegen Hautdiphtherie

Seit es eine wirksame Impfung gibt, ist die Zahl der Infizierten immer weiter zurückgegangen. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands hat das Robert Koch-Institut jedes Jahr nur einzelne Fälle von Diphtherie und Hautdiphtherie gemeldet. Das Angebot der Impfung wird außerdem gut angenommen. Von 2016 bis 2021 lag die Quote für die erste Impfung bei Babys bei 98 Prozent, bei der dritten Impfung waren es immerhin noch 91 Prozent. Erwachsene sollten ihre Impfung alle zehn Jahre auffrischen lassen, was jährlich auch 53 Prozent erledigen. Mit dieser Impfung besteht ein Schutz gegen die Haut- sowie gegen die Rachendiphtherie.

Bild: © Depositphotos.com / Esbenklinker

So wichtig ist eine Impfung gegen Hautdiphtherie

Ulrike Dietz

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