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Röschenflechte – die Hautkrankheit, die aus dem Nichts kommt

Röschenflechte – die Hautkrankheit, die aus dem Nichts kommt

Meist beginnt es mit einer kleinen Stelle am Körper, die sich ein wenig rau anfühlt, aber sonst keine weiteren Probleme macht. Es dauert aber keine zwei Wochen, dann ist der ganze Körper mit roten stark juckenden Stellen praktisch übersät und in den meisten Fällen stellt der Arzt dann die Diagnose Röschenflechte. Die Krankheit mit dem harmlosen Namen erinnert in ihrem Erscheinungsbild an die Windpocken, aber die Flechte, die ganz plötzlich und wie aus dem Nichts auftaucht, ist nicht ansteckend, dafür aber äußerst quälend für die Betroffenen.

Im Frühling und im Herbst

Die Röschenflechte tritt besonders häufig im Frühling und im Herbst auf und dafür gibt es zwei einfache Gründe. Zu diesen Jahreszeiten verändert sich zum einen das Hautbild und zum anderen wird das Immunsystem nicht so gefordert, es ruht sich aus und Krankheitserreger haben dann gute Chancen, sich in den Körper zu schleichen. In den Sommermonaten ist vor allem die obere Hautschicht ein wenig dicker als das im Herbst der Fall ist, denn wenn die Blätter fallen, dann wird man im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutiger. Der Grund ist die sogenannte Lichtschwiele, ein Hautschutz, der sich jedes Jahr wieder zurückbildet. Genau zu diesem Zeitpunkt ist die Haut sehr anfällig für Stress, aber auch für Irritationen aller Art und die Röschenflechte hat dann leichtes Spiel.

Frauen trifft die Röschenflechte öfter

Was genau die Ursache für die Flechte ist, die in ihrem Aussehen tatsächlich an eine Rose erinnert, das konnte bis heute immer noch nicht zweifelsfrei geklärt werden. Einige Mediziner vermuten Herpesviren als Verursacher der Hautkrankheit, besonders unter Verdacht stehen dabei die Herpesviren des Typs sechs und sieben. Die Krankheit trifft Frauen deutlich häufiger als Männer, nach Schätzungen sind in Deutschland jedes Jahr bis zu 240.000 Menschen betroffen.

Welche Symptome gibt es?

Die Pityriasis rosea, wie die Röschenflechte mit medizinischem Namen heißt, kommt von heute auf morgen, es gibt keine vorherigen Anzeichen und auch keinerlei Beschwerden, die in Richtung einer Hauterkrankung gehen. Meist beginnt es mit einem kleinen ovalen Fleck, der eine rötliche Färbung hat. Die meisten Betroffenen übersehen diesen Vorboten oder nehmen ihn nicht weiter ernst. Aus diesem sogenannten Primärmedaillon bilden sich dann innerhalb von zwei Wochen viele kleine weitere rote Flecken, die schließlich den ganzen Körper einnehmen, und nicht selten werden bis zu 120 Stellen gezählt. Von der Flechte ausgenommen sind lediglich die Hände, das Gesicht und zum Teil auch die Oberarme, da die Haut an diesen Stellen besonders robust ist.

Was sollten die Betroffenen beachten?

Die kleinen „Rosen“, die den Körper bedecken, sind in etwa so groß wie ein Fingernagel und sie schuppen. Noch weitaus schwieriger für die Betroffenen ist aber, dass die Flechte sehr stark juckt. Wenn die betroffenen Hautpartien dann auch noch durch Kratzen gereizt werden, dann kann es zu einer Überreaktion kommen. Ausgelöst wird der Juckreiz von Giften, die die Viren ausscheiden, denn diese reizen die Haut, und zwar so stark, dass die Betroffenen in der Nacht kaum noch Ruhe finden. Wird dem Juckreiz nachgegeben, dann röten sich die Hautstellen, an denen die Flechte aufgetreten ist und im schlimmsten Fall schwellen sie an.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Bei einem milden Verlauf dauert die Röschenflechte einige Wochen, wer dem Juckreiz aber nachgibt, der muss damit rechnen, dass die Krankheit mehrere Jahre dauert. Leider gibt es bis heute kein wirksames Medikament, das die Heilung beschleunigen könnte, der Arzt hat lediglich die Möglichkeit, ein Antiallergikum zu verschreiben. Ölbäder können für eine gewisse Erleichterung sorgen, denn sie geben der extrem trocknen Haut Feuchtigkeit. Bewährt hat sich auch eine Phototherapie mit ultraviolettem Licht, das die gestresste Haut wenigstens für einige Stunden wieder beruhigt.

Bild: © Depositphotos.com / Artemida-psy

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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