Was passiert bei einer MRT-Untersuchung?

Was passiert bei einer MRT-Untersuchung?

Wenn der Arzt ein MRT anordnet, dann fragen sich viele Patienten, was bei dieser Form der Untersuchung eigentlich passiert und ob diese Untersuchungsmethode vielleicht sogar gefährlich ist. Bei einer MRT-Untersuchung handelt es sich um ein sogenanntes bildgebendes Verfahren, aber im Unterschied zum Röntgen, wo das Skelett im Vordergrund steht, werden bei einem MRT die Organe und Weichteile dargestellt. Die Abkürzung MRT steht für Magnetresonanztomografie, die umgangssprachlich auch Kernspintomografie oder kurz nur Kernspin genannt wird. Mit dem MRT wird es möglich, genaue Schnittbilder des Körpers in einer sehr hohen Auflösung zu machen.

Wann wird eine MRT-Untersuchung durchgeführt?

Während sich bei einem CT oder beim Röntgen die Knochen sehr gut darstellen lassen, kann der Arzt während einer MRT-Untersuchung die Weichteile des Körpers sehr gut sehen, daher wird ein MRT auch hauptsächlich bei Tumorerkrankungen eingesetzt. Bei folgenden Krankheiten kommt das MRT besonders häufig zum Einsatz:

  • Abszesse und Fisteln
  • Multiple Sklerose
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenblase
  • Entzündliche Krankheiten der Knochen
  • Gelenkschäden oder Verletzungen der Sehnen, Bänder und Knorpel
  • Metastasen
  • Tumorerkrankungen und Aussackungen, wie zum Beispiel ein Aneurysma

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Wenn der Arzt eine MRT-Untersuchung anordnet, dann muss der Patient vor der Untersuchung alles ablegen, was Metall enthält oder magnetisierend wirken könnte. Da ein MRT mit einem sehr starken Magnetfeld arbeitet, müssen Schmuck, Piercings, Hörgeräte, Haarklammern, Handys oder Gürtel mit Metallschnallen abgelegt werden, ansonsten besteht die Gefahr von Verbrennungen oder die Gegenstände fliegen wie Geschosse durch die Gegend. Die Patienten legen sich für die Untersuchung auf eine fahrbare schmale Liege und werden dann in die „Röhre“ geschoben.

Wenn die Untersuchung läuft, muss der Patient still liegen und eventuell auch kurzzeitig die Luft anhalten. Patient und Arzt stehen während der Untersuchung über Lautsprecher miteinander in Verbindung und je nachdem, was untersucht wird, kann das Diagnoseverfahren zwischen 30 und 45 Minuten dauern.

Die Gefahr der Platzangst

Allein der Gedanke, in eine schmale dunkle Röhre geschoben zu werden, treibt vielen Menschen den Angstschweiß auf die Stirn. Nicht selten muss daher eine Untersuchung abgebrochen werden, weil die Patienten unter Platzangst leiden. Wer das Gefühl der Klaustrophobie kennt, der sollte sich vor einer MRT-Untersuchung ein angstlösendes Mittel wie zum Beispiel Valium geben lassen, in extremen Fällen kann die Untersuchung auch unter einer kurzen Vollnarkose durchgeführt werden. Eine sehr gute Alternative ist ein offenes MRT, das hauptsächlich dann zur Anwendung kommt, wenn die Patienten stark übergewichtig sind oder mit Panik auf die Untersuchung reagieren. Das offene MRT bietet zudem den Vorteil, dass der Arzt während die Untersuchung Zugang zum Patienten hat. So kann der Arzt Proben von krebsverdächtigem Gewebe nehmen oder auch ein Medikament spritzen, wenn der Patient Probleme bekommt.

Wie gefährlich ist die Untersuchung?

Eine MRT-Untersuchung ist ein sehr sicheres und auch schmerzloses Verfahren für eine genaue Diagnose. Muss für eine bessere Aufnahme ein Kontrastmittel gespritzt werden, dann kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen
  • Kopfschmerzen
  • Ein starkes Hitzegefühl
  • Funktionsstörungen der Nieren
  • Allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel

Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten nicht mit einem MRT untersucht werden. Zwar konnte bislang keine schädigende Wirkung auf das ungeborene Kind festgestellt werden, leider ist aber nicht ganz auszuschließen, dass die Radioimpulse, die von einem MRT ausgehen, das Baby im frühen Stadium der Schwangerschaft schaden kann. Im späteren Verlauf der Schwangerschaft ist eine Untersuchung im MRT nach heutigem Kenntnisstand jedoch vollkommen ungefährlich.

Patienten, die einen Herzschrittmacher, Goldzähne, Stents oder eine Spirale für die Verhütung tragen, müssen ihren Arzt vor der Untersuchung darüber informieren. Das Gleiche gilt auch, wenn sich im Körper Metallplatten, Nägel oder Schrauben befinden, die nach einem Unfall eingesetzt wurden. Bei Tätowierungen und permanentem Make-up besteht zudem die Gefahr von Hautreizungen und Verbrennungen.

Bild: © Depositphotos.com / SimpleFoto

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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