Toasted-Skin-Syndrom – wenn die Haut leidet

Im Herbst, aber vor allem im Winter sind Heizdecken wieder sehr gefragt, ebenso wie Körnerkissen und die guten alten Wärmflaschen. Viele nehmen die Wärmflasche mit ins Bett, damit speziell die Füße und auch der Rest des Körpers angenehm warm bleiben. Diese intensive Wärme wird zwar als wohltuend empfunden, sie kann aber bei längerer Anwendung eine Veränderung der Haut bewirken. Toasted-Skin-Syndrom nennt sich dieses Phänomen, das der Haut schaden kann.

Wenn Hitze die Haut schädigt

Natürlich ist es sehr gemütlich, an kalten Tagen mit Wolldecke und heißem Körnerkissen eingekuschelt im Sessel zu , aber diese Wärme kann der Haut Schaden zufügen. Hitzebedingte Hautschäden nennt der Arzt das Toasted-Skin-Syndrom, was äußerlich keine Schäden verursacht. Heizdecken, Körnerkissen und Wärmflaschen erreichen in der Regel Temperaturen zwischen 40 und 50° Grad. Bei einem nur kurzen Kontakt mit der Haut können keine entstehen, bei einer regelmäßigen tiefen Wärme sieht das aber schon anders aus. Hier kann es zu einem Toasted-Skin-Syndrom und damit zu Hautproblemen kommen. Die Haut verfärbt sich und ein rötlich-braunes Netz entsteht.

Schädlich für die Blutgefäße

Diese bräunliche Pigmentierung der Haut nennt der Arzt „Erythema ab igne“, was aus dem altgriechischen übersetzt so viel wie „Röte durch Feuer“ heißt. Bekannt ist diese Hautschädigung auch unter dem Namen „Buschke-Hitzemelanose“ nach dem deutschen Hautarzt Abraham Buschke. Anschaulicher wird das Ganze als Toasted-Skin-Syndrom, also als getoastete Haut. Ganz gleich, wie dieses Phänomen auch genannt wird, die intensive Wärme sorgt dafür, dass die tiefer liegenden Blutgefäße Schaden nehmen. Bislang gibt es jedoch nur sehr wenige Studien, die sich damit befassen, daher kann auch keine Prognose abgegeben werden, wie sehr die Blutgefäße unter der Hitze leiden.

Ein chronisches Leiden

Die Schäden, die durch zu viel Wärme auf der Haut entstehen, können schnell chronisch werden. Dies ist immer der Fall, wenn die Hautveränderung dauerhaft ist und die Verfärbungen nicht mehr verschwinden. Allerdings sind sie nicht schmerzhaft und verursachen keinerlei Beschwerden. Sollte die Haut allerdings jucken oder brennen, dann kann das mit einer entsprechenden Creme oder Salbe behandelt werden. Eine spezielle Behandlung für das Syndrom der getoasteten Haut gibt es leider noch nicht. Trotzdem ist es sinnvoll, zu einem Dermatologen zu gehen, wenn sich die Verfärbungen auf der Haut zeigen. Einige Hautkrankheiten haben eine ähnliche Symptomatik und nicht alle davon sind gutartig.

Wie lassen sich die Schäden vermeiden?

Nicht nur bei Kälte sind eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen eine tolle Sache, auch bei Magen- oder Periodenschmerzen sind sie eine große Hilfe. Wer die Verfärbungen der Haut vermeiden will, sollte die Haut nicht regelmäßig großer Wärme aussetzen. Zudem ist es besser, kein kochendes Wasser in die Wärmflasche zu füllen und das Heizkissen nicht auf die höchste Stufe zu stellen. Wichtig ist es, weder mit der Wärmflasche noch mit dem Heizkissen einzuschlafen.

Fazit zum Toasted-Skin-Syndrom

Ganz gleich ob als Heizkissen, Wärmedecke, Körnerkissen oder Wärmflasche – auf der Haut fühlt sich Wärme immer angenehm an. Selbst wer einen Laptop zu lange auf dem Schoß liegen hat, wird feststellen, dass die vom Gerät abgegebene Wärme nicht unangenehm ist. Hält sich die Wärme auf der Haut in Grenzen und wird die Haut nicht allzu sehr strapaziert, dann wird sie weder unschöne Verfärbungen noch Schäden davontragen.

Bild: © Depositphotos.com / Olgatumanova777

Toasted-Skin-Syndrom – wenn die Haut leidet

Ulrike Dietz

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