Sofort-Maßnahmen gegen Stress

Sofort-Maßnahmen gegen Stress

Dass Stress nicht gesund ist, weiß jeder. Dass er aber auch richtig krank machen kann, wissen nicht so viele. Entspannungsmethoden sind daher Gold wert, besonders für alle, die privat oder im Job unter großem Druck stehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Ruhe zu kommen und den Stress abzubauen. Es ist wichtig zu entspannen, da regelmäßiger oder langanhaltender Stress für Psyche und Körper Gift sind. Es lässt sich nicht immer vermeiden, dass Stresszeiten auftreten, aber sie sollten so schnell wie möglich wieder ausgeglichen werden. Mit einfachen Mitteln lässt sich schnell der Stressfalle entgehen.

 

Achtsamkeit

Zum Stress abbauen ist Achtsamkeit sehr wichtig. Die „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (MBSR) ist die perfekte Schule für die eigene Aufmerksamkeit, um die Wahrnehmung für den Augenblick zu schärfen. Dabei ist das zentrale Ziel, mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber und seiner Umwelt entgegenzubringen. Auf diese Weise wird das Bewusstsein gestärkt für Reaktionsmuster in schwierigen Situationen. Dadurch lassen sich diese mit neuer Gelassenheit hinnehmen. Ein weiterer Vorteil ist der Lerneffekt, entspannter mit belastenden Gedanken und Gefühlen umgehen zu können.

 

Yoga

Yoga hat sich zum Stressabbau bewährt. Es sorgt für eine gute Work-Life-Balance. Die Übungen sind nicht in erster Linie auf die körperliche Fitness ausgelegt. Ihr Schwerpunkt liegt bei der Selbstbeherrschung und Gelassenheit. Yoga ist weder leistungsorientiert, noch muss jede Übung perfekt ausgeführt werden. Die Gedanken sollen zur Ruhe kommen.

Yoga beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Körper und Geist, Atem und Bewegung. Durch den nach innen gerichteten Blick soll das eigene Ich angenommen werden.

 

Summen

Viele Menschen summen in sämtlichen Situationen. Summen wird oft als Ausdruck von einer entspannten Lebenseinstellung und einem gemächlichen Tempo angesehen. Das ist gar nicht so falsch. Wer in einer kritischen Situation das Summen beginnt, wird schnell merken, dass es beruhigt. Wie Forscher erklären, wirkt unter anderem die Vibration der Stimmbänder wie eine sanfte innere Massage und senkt den Blutdruck.

Das Kuschelhormon Oxytocin wird beim Singen freigesetzt. Es ist für die Festigung von zwischenmenschlichen Bindungen verantwortlich. Zudem stärkt es das Immunsystem, setzt das Schmerzempfinden herab und sorgt für Glücksgefühle.

 

Hände unter warmes Wasser halten

Es gibt kaum etwas entspannenderes als ein warmes Bad. Die Möglichkeit dafür ist aber nicht immer da. Besonders im Job steht kaum eine Badewanne zur Verfügung. Der Traum von einem wohligen Bad mitten im Stress kann durch einen kleinen Trick umgangen werden. Die Hände dafür mit warmem Wasser waschen oder das warme Wasser einfach mal eine Zeitlang über die Hände laufen lassen. Das parasympathische Nervensystem wird sofort beruhigt. Der Parasympathikus trägt auch den Namen Ruhenerv, weil er in Stresssituationen dafür verantwortlich ist, wieder Entspannung zu finden. Händewaschen sorgt zwar nicht für eine Tiefenentspannung, aber wenigstens dafür, das momentane Stresslevel zu mindern.

 

Digitale Auszeit

In der heutigen Zeit ist jeder nahezu ständig erreichbar. Die Entspannung bleibt dabei völlig auf der Strecke. Es kann also helfen, das Handy auszuschalten oder wenigstens in der Tasche zu lassen. Es muss nicht jede Nachricht sofort beantwortet werden. Bei einem Spaziergang durch die Natur, beim Joggen oder Bummeln in der Stadt ist es nicht notwendig, ständig auf das Handy zu schauen.

 

Powernap

Ein Powernap ist ein echter SOS-Tipp für die Arbeit. Die Müdigkeit wird damit gesenkt und auch das Stresslevel. Powernappig soll sogar hilfreich sein gegen Burnout. Die Chinesen sind hier schon voraus. Bei ihnen ist der Anspruch auf einen kurzen Mittagsschlaf sogar gesetzlich geregelt. Wenn der Stress und die Müdigkeit zu hoch werden, einfach mal den Kopf auf den Tisch legen und ein paar Minuten schlummern.

 

Bewusst Atmen

Gezielt Stress abbauen lässt sich mit der 4-7-8 Technik, die der Arzt Dr. Andrew Weil entwickelt hat. So geht’s: Die Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne legen. Sie soll während der gesamten Übung dableiben. Durch den Mund mit einem Seufzer komplett ausatmen. Den Mund schließen und leise durch die Nase einatmen, dabei bis vier zählen. Atem anhalten und bis sieben zählen. Jetzt wieder komplett durch den Mund ausatmen mit einem Seufzer und bis acht zählen. Die Übung dreimal wiederholen.

Die Übung sollte nicht unter Stress geübt werden. Wenn sie verinnerlicht ist, kann sie bei Stress aber gut helfen.

 

Lächeln

Lächeln hat meistens mit etwas Positivem zu tun. Es werden Glückshormone ausgeschüttet, der Mensch fühlt sich gut und happy. Das geht sogar ohne Grund. Wer ganz bewusst 60 Sekunden am Stück lächelt, bekommt gute Laune. Das limbische System reagiert positiv, es werden gute Hormone gesendet und Cortisol abgebaut. Der Stress-Abbau-Modus ist damit erreicht.

 

Nervennahrung

Lebensmittel mit viel Vitamin B, Mineralstoffen, Proteinen und langkettigen Kohlenhydraten sorgen für eine bessere Leistungsfähigkeit. Zudem helfen sie resistent gegen Stress zu werden. In stressigen Zeiten ist es also extrem wichtig, das richtige zu essen.

Besonders gut geeignet sind Haferflocken, die jede Menge Vitamin B1 und B3 enthalten. Sie unterstützen den Energiestoffwechsel und das Nervensystem. Die enthaltene Aminosäure Tryptophan bildet zudem das „Glückshormon“ Serotonin.

Nüsse enthalten B-Vitamine sowie Kalium und Eisen, was sie zu Gedächtnisstützen machen. Sie enthalten viel Magnesium, was sich beruhigend auf das Nervensystem auswirkt.

Bananen machen nicht nur satt, sie wirken sich auch positiv auf die Nerven aus. Sie enthalten B-Vitamine, Magnesium und Kalium.

 

Techniken zu Entspannung

Außer Meditation gibt es weitere Techniken zur Entspannung. Dazu gehören die progressive Muskelentspannung und autogenes Training. Zu guter Letzt kann auch ein Anti-Stress-Workout helfen. Fünf Minuten „Mobility Flow“ sorgen für neue Kraft.

 

Fazit

Ein gesundes Maß an positivem Stress kann beflügeln und den Menschen besser werden lassen. Ständiger Druck im Job oder Alltag hingegen kann Menschen krank machen. Dem sollte dringend entgegengewirkt werden, um kein Burnout Syndrom zu riskieren. Wer die ganze Woche arbeitet wie wahnsinnig, sollte entsprechend entspannen, ohne sich dem Stress auszusetzen, Entspannung finden zu müssen. Es kann auch schon helfen, was jemand gerne tut. Mit Freunden treffen, ins Kino gehen, einfach die Seele mal ein paar Stunden baumeln lassen.

 

Bildquelle: © Robert Kneschke / AdobeStock

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Silke Reininger, selbstständige Bürodienstleisterin, Tierheilpraktikerin, Personalreferentin und Journalistin, lebt mit Mann und 2 Hunden im wunderschönen Oberbayern im Großraum München. Vielseitig interessiert, sportlich, aufgeschlossen, Naturverbunden.

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