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Das Hashimoto-Syndrom – wenn die Schilddrüse verrückt spielt

Das Hashimoto-Syndrom – wenn die Schilddrüse verrückt spielt

Hashimoto – das klingt nach einem japanischen Tanz oder nach einem Politiker aus dem Reich der aufgehenden Sonne. Tatsächlich ist Hashimoto aber eine Krankheit, die die Schilddrüse betrifft und die besonders Frauen große Probleme bereitet. Das Hashimoto-Syndrom oder auch Morbus Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung und die Form einer Schilddrüsenentzündung, die sehr häufig vorkommt. Welche Ursache hat das Hashimoto-Syndrom und mit welchen Symptomen müssen die Betroffenen rechnen. Wie stellt der Arzt die Diagnose, welche Therapie gibt es und wie sieht die Prognose aus?

Die Schilddrüse – klein, aber wichtig

In der Halsregion, vor der Luftröhre liegt die Schilddrüse, die die Form eines Schmetterlings hat. Die Schilddrüse ist klein, aber sie ist ungemein wichtig, denn sie fungiert als eine Art Speicher für Hormone. Die Schilddrüse ist für die Hormone zuständig. Sie produziert diese Hormone, speichert sie und gibt sie nach Bedarf wieder ab. Durch diese Aufgabe ist das kleine Organ für die Regulierung des gesamten Stoffwechsels sowie für den Stoffwechsel von Kalzium und Jod zuständig. Die Hormone der Schilddrüse steuern das Wachstum und die Reifung des Gehirns, die intellektuelle Entwicklung und den Sauerstoffverbrauch des Körpers. Die kleine Drüse hat Einfluss auf das zentrale Nervensystem, das Knochenskelett und die Aufnahme von Glukose. Die Schilddrüse hemmt außerdem die Speicherung von Kohlenhydraten, die Bildung von Proteinen und sorgt dafür, dass sich keine energiereichen Phosphate mehr bilden. Ist die Drüse krank, macht sich das bemerkbar, wie das bei einem Hashimoto-Syndrom der Fall ist.

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Welche Ursachen sind möglich?

Hashimoto tritt in zwei unterschiedlichen Formen auf. Zum einen gibt es die klassische Form, bei der sich die Schilddrüse vergrößert und an Funktionalität verliert. Zum anderen gibt es die atypische Form, hier wird das Gewebe der Schilddrüse zerstört und das Organ verkümmert. Die atypische Form kommt in Deutschland häufiger vor als die klassische Variante. Das Hashimoto-Syndrom ist eine autoimmune Krankheit und das heißt, der Körper fängt an, Antikörper gegen Eiweiße in der Schilddrüse zu bilden. Warum das passiert, ist bis heute nicht bekannt. In der Folge kommt es dann zu einer Entzündung der Schilddrüse, was auf Dauer das empfindliche Gewebe des Organs zerstört. Es kommt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Da das Syndrom in manchen Familien häufig auftritt, gibt es sehr wahrscheinlich eine genetische Veranlagung. Auch eine Entzündung der Leber bei Hepatitis C kann Hashimoto zur Folge haben. Das gilt für Patienten mit Zöliakie und Anämie, also Blutarmut.

Welche Symptome hat das Hashimoto-Syndrom?

Hashimoto verursacht keine Schmerzen und es treten auch sonst so gut wie keine Symptome auf. Das ist der Grund, warum die Krankheit in der Regel erst sehr spät entdeckt wird. Dann liegt meist schon eine Unterfunktion der Schilddrüse vor. Hierbei gibt es eine Reihe von Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich ständig müde, schwach und ständig abgeschlagen. Desinteresse und Unlust bestimmen den Alltag, es kommt zu Schwierigkeiten bei der Konzentration und auch zu einer Gedächtnisschwäche. Viele Betroffene haben mit Heiserkeit zu kämpfen, sie reagieren überempfindlich auf Kälte und leiden nicht selten unter Verstopfung. Die Betroffenen nehmen plötzlich zu, selbst wenn sich die Essgewohnheiten nicht ändern. Brüchige Fingernägel und spröde Haare gehören zu den Symptomen, sowie Zyklusstörungen und eine verminderte Fruchtbarkeit. Letztendlich können auch Haarausfall und erhöhte Fettwerte im Blut auf Hashimoto hinweisen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Wer diese Symptome bei sich beobachtet, der sollte zum Arzt gehen und eine Blutuntersuchung machen lassen. Bei dieser Untersuchung spielt die Konzentration der Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie der Wert des TSH eine wichtige Rolle. Beim TSH handelt es sich um ein Hormon der Hypophyse, die wiederum die Schilddrüse dazu anregt, Hormone zu produzieren. Auch eine Ultraschalluntersuchung ist hilfreich, wenn es um die Diagnose geht. Auf dem Ultraschallbild sieht die Schilddrüse kleiner aus und ist ungewöhnlich dunkel. Für Gewissheit sorgt ebenfalls die sogenannte Feinnadelbiopsie, bei der der Arzt eine Gewebeprobe der Schilddrüse nimmt. Handelt es sich tatsächlich um das Hashimoto-Syndrom, dann sind im Gewebe deutlich mehr weiße Blutkörperchen zu finden. Fällt es schwer, eine klare Diagnose zu fällen, können eine Messung der elektrischen Hirnaktivität (EEG) oder eine Untersuchung der Gehirnflüssigkeit im Einzelfall für Gewissheit sorgen.

Wie sieht die Therapie aus?

Gegen die Ursache des Hashimoto-Syndroms gibt es keine wirksame Therapie, wohl aber gegen die Symptome. In den meisten Fällen müssen die Betroffenen lebenslang Medikamente einnehmen, die das fehlende Schilddrüsenhormon ersetzen. Hat die Krankheit schon zu einem Struma, also zu einer vergrößerten Schilddrüse geführt, dann ist es möglich, die Schilddrüse vollständig zu entfernen. Wenn es in der Familie die Veranlagung zu dieser Krankheit gibt, ist es sinnvoll, die Ernährung umzustellen, um das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren. Eine vermehrte Zufuhr von Jod kann die Entstehung des Hashimoto-Syndroms vermeiden. Meist ist die Einnahme von Jodtabletten nicht notwendig, es reicht meist schon aus, die Jodzufuhr in der Nahrung zu erhöhen. Meeresfrüchte sollten zusammen mit Fischen wie Heringen, Makrelen und Seelachs öfter auf der Speisekarte stehen.

Die Prognose

Wie sich die Krankheit im Laufe der Zeit entwickelt, das lässt sich nur schwer vorhersagen. Leider passiert es nur eher selten, dass sich das Syndrom zurückbildet. Ist das Gewebe bedingt durch die Entzündung in der Schilddrüse einmal zerstört, dann ist das unwiderruflich, die Schädigung lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Kommt es zu einer krankhaften Unterfunktion der Schilddrüse, dann müssen die Betroffenen Hormone einnehmen, und zwar ein Leben lang. Weitreichende Folgen für den Alltag hat die Erkrankung jedoch nicht.

Fazit

Probleme mit der Schilddrüse sind unangenehm, aber sie sind nicht lebensbedrohlich. Wenn der Verdacht besteht, dass mit der Schilddrüse etwas nicht stimmt oder wenn es in der Familie bereits Erkrankungen dieser Art gab, dann ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll. Eine Blutuntersuchung sorgt für Klarheit, ob es sich um das Hashimoto-Syndrom oder um eine andere Funktionsstörung handelt. Ist es das Hashimoto-Syndrom, dann gibt es die Möglichkeit, Medikamente einzunehmen, um zumindest die Symptome in den Griff zu bekommen. Falls das nicht ausreicht, bleibt immer noch die Option, die Schilddrüse operativ zu entfernen. Dieser Eingriff ist relativ harmlos, trotzdem müssen die Patienten weiter eine medikamentöse Behandlung bekommen. Die kleine Schilddrüse übt eine wichtige Funktion im Körper aus. Das wird immer dann schnell klar, wenn sie nicht wie gewohnt funktioniert.

Bildquelle: © Aaron Amat / AdobeStock

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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