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Warum Homöopathie lebensgefährlich sein kann

Warum Homöopathie lebensgefährlich sein kann

Homöopathie hat viele Kritiker, vor allem wenn es um Globuli geht. Den winzigen Kügelchen sprechen diese Kritiker jegliche Wirkung ab, was aber nicht bedeutet, dass sie keinen Schaden anrichten können. Wenn es um alternative Medizin geht, ist die Homöopathie diejenige, die am wenigsten plausibel ist. Die Studien sind nicht einheitlich, aber es gibt einige seriöse klinische Studien, die homöopathische Heilmittel auf die gleiche Stufe mit Placebos stellen. Placebos sind bekanntlich Scheinmedikamente, die keinerlei Wirkung haben. Dass Homöopathie jedoch lebensgefährlich sein kann, das erschreckt doch viele.

Wenn Homöopathen ihre Grenzen nicht mehr kennen

Wann fängt Homöopathie an, gefährlich zu sein? Wenn ein schwerkranker Mensch eine Behandlung bekommt, die nicht wirkt, anstatt eine Therapie zu nutzen, die effektiv für ihn ist. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem vermeintlich harmlose homöopathische Mittel brandgefährlich sind. Das geht den Homöopathen zu weit. Jedoch genau die Alternativheiler, die besonders laut gegen ihre Kritiker wettern, kennen kaum Grenzen, wenn es um Behandlungen geht. Welche erschreckenden Formen das annehmen kann, zeigen Organisationen wie „Homeopaths Without Borders“, so etwas wie „Ärzte ohne Grenzen“ nur für Homöopathen. Sie wollen mit Globuli und anderen dubiosen Mitteln den Opfern von Naturkatastrophen helfen. Auch die „Gambia Wellness Foundation“ setzt auf Globuli, um die Folgen der Fehlernährung zu bekämpfen. Dass dieser Kampf keine Aussicht auf Erfolg hat, dürfte jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein.

Es fängt harmlos an

Woher kommt das große Interesse an Homöopathie? Bei vielen beginnt es ganz harmlos, vielleicht mit Wassertreten und es endet nicht selten mit der Weigerung der Eltern, ihr Kind impfen zu lassen. Das ist gelinde gesagt verantwortungslos und hilft weder dem Kind noch den Kindern, die es eventuell mit einer Krankheit infiziert. Oft sind es Erfolge mit homöopathischen Mitteln bei kleinen ungefährlichen Erkrankungen, die viele zu Fans macht und sie zum Heilpraktiker treibt. Gefährlich ist die Selbstüberschätzung vieler Heilpraktiker, die zwar auf die Halbgötter in Weiß mit Medizinstudium schimpfen, aber sich selbst als unfehlbar sehen. Sie sind nicht in der Lage, Patienten vor Therapien zu warnen, die völlig nutzlos oder gefährlich sind, weil sie Angst haben, den Respekt und das Wohlwollen der Menschen zu verlieren. Es ist natürlich auch eine Frage des Geldes, eine Therapie anzuwenden, die Ärzte nachweislich als unwirksam ansehen.

Es bringt nichts

Die Wissenschaftsorganisationen in Europa sind sich einig: Homöopathie hilft niemandem. Im Gegenteil, sie kann sehr gefährlich sein, aus medizinischer Sicht gesehen, bringt sie nichts. Die Wissenschaftsorganisationen raten den Krankenkassen, nur dann homöopathische Behandlungen und Mittel zu bezahlen, wenn sie nachweislich eine Wirkung haben und sicher sind. Ebenso wichtig ist es, Patienten genau darüber aufzuklären, dass es keinen durch die Wissenschaft fundierten Hinweis dafür gibt, dass ein Effekt existiert, der über den Placeboeffekt hinaus geht. Mehr als 70 Prozent der Deutschen möchten, dass die Krankenkassen homöopathische Behandlungen und Mittel bezahlen. Aktuell finanziert rund ein Drittel der Patienten dies aus der eigenen Tasche. Darin sehen Mediziner ein großes Problem. Wenn die Kassen diese Methoden in den Leistungskatalog aufnehmen, dann machen sie die zweifelhaften Therapien und Mittel „salonfähig“.

Die Gefahr ist zu groß

„Adeln“ die Kassen die Therapien und Mittel, indem sie für die Kosten aufkommen, dann fürchten Mediziner, dass Patienten sie auch bei ernsten und schweren Erkrankungen nutzen. Dann gilt das Motto: Was die Kasse bezahlt, das kann nicht schlecht sein. Das macht es noch schwerer, Menschen auf die Gefahren der Homöopathie hinzuweisen. Besonders gefährlich ist es jedoch, wenn Eltern mit ihren Kindern statt zu einem Kinderarzt zu einem Homöopathen gehen. In den USA laufen immer wieder Untersuchungen, ob die kleinen unwirksamen Globuli-Kügelchen für den Tod von Kindern, verantwortlich sind. Todesfälle bei Kindern, die mit Globuli behandelt wurden, sind in den USA keine Seltenheit. Da gibt die Mutter ihrem Kleinkind die Kügelchen, um das Zahnen leichter zu machen, nur Minuten später hört das Kind auf zu atmen. Auch sofort eingeleitete Hilfemaßnahmen kamen zu spät, das Kind starb. Die spätere Untersuchung ergab, dass in den vermeintlich harmlosen Globuli-Kügelchen hochgiftiges Belladonna (Tollkirsche) war. Zwischen 2006 und 2016 gab es 370 Fälle mit dem giftigen Globuli, acht Kinder starben.

Homöopathie ist harmlos – der Homöopath leider nicht immer

Schon immer gelten homöopathische Mittel als sehr gut verträglich. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie sind so stark verdünnt, dass sie keinen Wirkstoff mehr enthalten. Das macht sie harmlos, aber leider ist das nicht immer beim Homöopathen der Fall. Einige wollen allen Ernstes Krankheiten wie Ebola und AIDS mit der Hilfe von Zuckerkügelchen heilen, auch wenn es um die Behandlung von Krebs geht, kennen einige Heilpraktiker keine Hemmungen. Als Samuel Hahnemann vor 200 Jahren die Homöopathie „erfand“, gab es keine medizinische Wissenschaft, wie wir sie heute kennen. Viele Therapien, wie beispielsweise der Aderlass, haben den Patienten mehr geschadet als genutzt, aber so bestand wenigstens die Möglichkeit, einem brutalen chirurgischen Eingriff zu entgehen. Erst im 19. Jahrhundert konnten Mediziner Krankheiten besser verstehen und die Behandlungen wurden effektiver.

Wollen die Patienten betrogen werden?

Die Homöopathie erfreut sich großer Beliebtheit und immer mehr Menschen schwören auf die Kraft der kleinen Kugeln. Sie lassen sich von einem einfühlsamen „Heiler“ einreden, dass er die besseren Mittel hat, die wahre Wunder bewirken können. Selbst wenn sich die Beschwerden verschlimmern, gehen viele nicht zu einem Arzt, sie vertrauen weiter dem Heilpraktiker. Während ein verantwortungsbewusster Homöopath seine „Kunden“ zu einem Arzt überweist, wollen viele Homöopathen ihr Image als Heiler nicht riskieren und pfuschen weiter, manchmal bis es zu spät ist. Viele Patienten wissen um den Placeboeffekt der Kügelchen, sie gehen trotzdem nicht zum Arzt, sondern verlassen sich auf die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Fazit

Es gibt sehr viele Studien, die sich mit dem Thema Homöopathie befassen. Je wissenschaftlich hochwertiger und objektiver eine Studie ist, umso seltener bezeichnet sie die Wissenschaft als wirksam. Nach wie vor gibt es weltweit keine stichhaltigen Beweise, dass Homöopathie wirksam ist. Todesfälle wie in den USA, sind in Deutschland angeblich nicht möglich, da alle homöopathischen Mittel eine ausführliche Prüfung durch ein Institut durchlaufen müssen. Zwar gibt es auch hierzulande Globuli, die giftige Tollkirsche enthalten, aber diese sind bis zur Unkenntlichkeit verdünnt, damit unbedenklich und leider auch vollkommen nutzlos. Was diese Behandlung allerdings ist, sie ist sehr teuer.

Bildquelle: © Jonas Glaubitz / Fotolia

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.