Wie gesund sind Saftkuren wirklich?

Wie gesund sind Saftkuren wirklich?

Wenn die Sonne scheint und die Frühlingsblumen sprießen, erwacht auch der Körper
allmählich aus dem Winterschlaf. Um den Stoffwechsel anzukurbeln und dem Winterspeck zu
Leibe zu rücken, sind immer häufiger Saftkuren und Smoothie-Diäten im Gespräch.
Superstar Adele, die zu den neu erschlankten Prominenten gehört, soll unter anderem
reichlich grüne Säfte als Bestandteil ihrer Radikalkur getrunken haben. Doch ist tatsächlich
alles gut, was aus dem Entsafter kommt?

Experten sind sich einig, dass die gesundheitlichen Vorzüge überwiegen, wenn es um frisch gepresste Heilsäfte
g und Smoothies geht. Selleriesaft zum Beispiel hilft beim Vorbeugen von
Entzündungen, bringt die Verdauung in Schwung und stärkt das Immunsystem.
Überhaupt sind Säfte aus Obst und Gemüse ein Dauerbrenner, wenn es ums Entgiften und
Entschlacken geht. Die frischen Zutaten stecken voller wichtiger Vitamine, Mineral- und
Pflanzenstoffe, die den Stoffwechsel ankurbeln. In der jeweiligen Saison sind sie zudem meist
günstig zu haben und helfen so auch dem Geldbeutel, während fertig angebotene Saftkuren
kräftig ins Geld gehen können.

Wie lang sollte eine Saftkur gehen?

Doch egal ob selbstgemacht oder von einem Anbieter, eine Saftkur sollte nie zu lange dauern.
Zwischendurch ein Safttag zum Entschlacken ist gesund, vor allem, wenn auf die richtigen
Rezepte geachtet wird. Frisch gepresster Zitronensaft mit lauwarmem Waser gemischt enthält
Vitamin C, Kalzium, lösliche Faserstoffe, Antioxidantien und mehr und regt auch die
Produktion von Gallensaft an. Der wiederum unterstützt indirekt die Leber und nützt der
Verdauung. Ungezuckerte Zitronenlimonade, die durch ein paar Minzblätter und frischen
Ingwer veredelt wird, kann den ganzen Tag über genossen werden.

Rote Bete ist inzwischen als Super-Food bekannt und steckt voller Vitamine der Gruppen B
und C sowie Spurenelementen und anderen Nährstoffen. Geschält, halbiert und im Entsafter
oder Mixer püriert sowie nach Geschmack mit Karotte und Zitrone angereichert, ist das
Getränk blitzschnelle gemacht.

Mehr als zwei Tage Saftkur werden jedoch selten empfohlen, weil der Körper gewissermaßen
als Gegenwehr den Stoffwechsel herunterfährt, um Gewichtsverlust entgegenzuwirken.
Auch auf die Inhaltsstoffe sollte geachtet werden. Wer allzu zuckrige Obstsorten wählt oder
gar selbst Zucker hinzufügt, kann den Gesundheitsgewinn rasch wieder zunichte machen. Vor
allem bei gekauften Säften und Smoothies empfiehlt es sich, die Inhaltsangaben gründlich zu
lesen. Manche Smoothies enthalten umgerechnet mehr Zucker als Cola. Kalorien sind
ebenfalls ein Gesichtspunkt. Wer Smoothies wie Getränke behandelt, vergisst leicht, dass es
sich im Grunde um eine kleine, pürierte Mahlzeit handelt, die entsprechend viel Kalorien
enthält.

Weil Smoothies aus kompletten Früchten mit Ausnahme von Schalen und Kernen hergestellt
werden, gehen die Nährstoffe verloren, die wie beim Apfel direkt unter der Schale stecken.
Wer seine Heilsäfte und Smoothies selbst herstellt, bekommt nicht nur die frischesten
Produkte, sondern kann auch kontrollieren, was wirklich darin landet.

Saftpressen sind eine Möglichkeit. Da während des Pressvorgangs kaum Sauerstoff an das
Obst oder Gemüse kommt, bleiben die Nährstoffe meist unverändert und in voller Güte
erhalten. Entsafter sind für harte Obst- und Gemüsesorten gedacht, dürfen aber nicht zu heiß
werden. Mixer zerkleinern zwar die Zutaten, aber die so entstandenen Säfte müssen mit
Wasser aufgefüllt werden.

Doch alle drei Geräte machen es einfach, dem Körper zuliebe zwischendurch einen gesunden
Safttag einzuschieben.

 

Bildquelle: Pixabay

Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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