Gesund schlafen – Tipps, Ratschläge und Mythen

Gesund schlafen – Tipps, Ratschläge und Mythen

Gesund schlafen, das klingt manchmal einfacher, als es eigentlich ist. Zudem gibt es einige Mythen und Irrtümer zum Thema, die sich hartnäckig halten. Im Folgenden haben wir für Sie ein paar Ratschläge und Tipps für einen gesünderen Schlaf zusammengefasst. Außerdem räumen wir mit Halbwahrheiten und Falschaussagen auf. Denn wo das Sprichwort „Wie man sich bettet, so liegt man“ durchaus stimmen kann, da muss „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ nicht unbedingt zutreffen.

Gesund schlafen – wichtig ist eine gute Routine

Natürlich kann eine Routine auch daraus bestehen, nachts nur vier Stunden zu schlafen, um sich dann für die restlichen 20 Stunden aus dem Bett zu quälen. Deshalb ist es wichtig, eine für den Körper und den Geist schonende Routine zu finden. Sie können dafür am Wochenende oder an anderen freien Tagen darauf verzichten, den Wecker zu stellen, und dann schauen, wie viele Stunden Schlaf Ihr Körper von sich aus einfordert. So bekommen Sie schon einmal einen Näherungswert an die Zeit, die Sie täglich für die Nachtruhe einplanen sollten.

Um diese Zeit herum sollten Sie zudem eine Routine schaffen, die sie schnell einschlafen und morgens gut aus dem Bett kommen lässt. Von einer abendlichen Meditation zu einer Tasse Kräutertee gibt es viele Möglichkeiten, um Körper und Geist zu beruhigen sowie ein schnelleres Einschlafen herbeizuführen. Morgens kann es helfen, für das Deaktivieren des Weckers oder Handy-Alarms aufstehen zu müssen. Stellen oder legen Sie das klingelnde Gerät also ein paar Meter vom Bett entfernt hin. Das sorgt auch dafür, dass Sie im Bett nicht mehr auf einen Bildschirm schauen.

Den Körper auf den Schlaf vorbereiten

Hier listen wir Ihnen ein paar konkrete Beispiele für Maßnahmen auf, die Sie abends auf die Nachtruhe vorbereiten können. Darunter finden Sie auch Alternativen zu Tätigkeiten, die in der modernen, digitalen Gesellschaft zwar normal scheinen, sich aber negativ aufs Ein- und Durchschlafen auswirken können:

  • Der Verzicht auf blaues Licht von Displays und Monitoren hilft bei der Vorbereitung auf die Nacht; nutzen Sie ggf. Blaulichtfilter
  • Verzichten Sie mindestens eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen auf Smartphone, Fernseher, Computer und ähnliche Reizfluten
  • Eine (kleine) Tasse Kräutertee entspannt Körper und Geist vor dem Schlafen; zu viel Trinken sorgt jedoch für nächtlichen Harndrang
  • Ein Fußbad oder warme Socken bereiten den Körper auf den Schlaf vor; kalte Füße verzögern das Einschlafen
  • Musik, Hörspiele oder Lesen zum „Runterkommen“ sind gut; sorgen Sie bei Audiomedien aber durch einen Timer dafür, dass sie nach dem Einschlafen nicht stören

Gesund schlafen auf einem guten Bett

Apropos Bett: das oben zitierte Sprichwort hinsichtlich der Schlafunterlage hat durchaus seine Daseinsberechtigung – und das nicht erst im Alter. Jeder und jede sollte so zeitig wie möglich für das bestmögliche Schlafsystem im Schlafzimmer sorgen. Denn ein Discounter-Bett mit Standard-Matratze, die nach kurzer Zeit schon durchgelegen ist, bringt schnell Schlafprobleme und entsprechende Folgen mit sich. Rückenschmerzen, ein unruhiger Schlaf, nächtliches Aufwachen und Herumwälzen – all das kann mit einer auf beste Qualität sowie individuelle Anforderungen ausgelegte Schlafunterlage vermieden werden.

Ein Beispiel für individuell angepasste sowie für das beste Bettklima durchdachte Betten, Matratzen und Schlafsysteme bietet die Manufaktur die Schramm Werkstätten. Auf der verlinkten Seite sieht man anschaulich, was die durchdachte Kombination aus individuell federnder Obermatratze und dämpfender Untermatratze bewirken kann. Zudem wird aufgezeigt, dass sich eine vom Design her begünstigte Belüftung der Matratze positiv auf deren Langlebigkeit auswirkt. Sie finden auf der Seite auch nachvollziehbar dargestellt, wie eine differenziert federnde Matratze sich positiv auf die Wirbelsäule und somit auf den ganzen Körper auswirkt.

Gesünder schlafen durch angenehmes Raumklima

Die ganze Nacht das Schlafzimmerfenster geöffnet zu lassen, das wird oft als Tipp für gesünderen Schlaf mitgegeben, ist aber nicht nötig. Gerade in warmen Sommernächten sowie im kalten Winter kann es sogar kontraproduktiv sein. Ähnliches gilt für die mögliche Lärmbelästigung in der Nacht, wenn Sie in der Stadt, in der Nähe einer Bahnstrecke oder in ähnlicher Lage mit akustischer Belastung wohnen. Für ausreichend Sauerstoff in der Nacht reicht es aus, vor dem Schlafengehen einmal quer zu lüften, also alle Fenster der Wohnung zu öffnen und die Zimmertüren dabei offen zu lassen. Ist das Schlafzimmer recht klein oder teilen Sie es mit dem Partner / der Partnerin, dann können Sie für bessere Luft einfach die Schlafzimmertür geöffnet lassen.

Zudem sollten Sie auf eine der Raumtemperatur angemessene Bettdecke achten. Weder zu warm noch zu kalt sollte sie sein, sodass Sie gemütlich schlafen können. Hinsichtlich der Raumtemperatur werden 17 bis 18 °C empfohlen, was gerade im Winter gut reguliert werden kann. Gesund schlafen begünstigen Sie überdies mit einer mittleren Luftfeuchtigkeit. Ist sie zu hoch, schwitzen Sie schneller. Ist sie zu niedrig, ist die Luft zu trocken, was sich negativ auf die Schleimhäute und damit auf die allgemeine Gesundheit auswirkt. Ein Hygrometer sowie Luftentfeuchter bzw. Luftbefeuchter sind hier wirksame Hilfsmittel. Beachten Sie dabei, dass eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu Schimmel führen kann.

Irrtümer und Mythen rund ums Schlafen

  • Zeitig schlafen gehen und zeitig aufstehen: Jeder hat seinen eigenen Biorhythmus und sollte zwar immer zu gleichen, aber nicht zu den „falschen“ Zeiten schlafen
  • Gesunde Menschen schlafen durch: Falsch, denn man erinnert sich nur nicht ans Aufwachen, was mehrfach in der Nacht vorkommen kann – es ist zudem ganz normal
  • Gesunder Schlaf lässt sich in Stunden messen: Nein, wichtig ist das mehrmalige Durchlaufen aller Schlafphasen; und die dauern bei jedem unterschiedlich lang
  • Fernsehen macht müde und ist gut zum Einschlafen: Die Reizüberflutung der Flimmerkiste führt nur dazu, dass der Körper aus Erschöpfung abschaltet; mit Entspannung hat das nichts zu tun
  • Guten Schläfern ist Licht egal: Nein, Licht als natürlicher, evolutionärer Faktor ist dem Menschen weder wach noch schlafend egal – dunkeln Sie den Schlafort also nach Möglichkeit ab

Gesund schlafen – Fazit zum Thema

Regelmäßiger Schlaf in einem abgedunkelten Schlafzimmer bei guter Temperatur, angepasster Luftfeuchtigkeit sowie auf einem individuell angepassten Bett ist ideal. Wenn Sie nicht sofort alle obigen Tipps und Ratschläge umsetzen können oder wollen, ist das nicht schlimm. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt zu Ihrem persönlichen Optimum vor. Beachten Sie dabei, dass eine Schlafroutine auf lange Sicht für mehr Gesundheit sorgt und auch ebenso Zeit benötigt, um sich zu etablieren. Kurzum: Haben Sie Geduld und erwarten Sie nicht, dass Anpassungen und Übungen rund um die Nachtruhe direkt Auswirkungen zeigen.

 

Bildquelle: Pixabay

Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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