Sucht, Unfall, Krankheit – Der direkte Weg in die Schulden!

Sucht, Unfall, Krankheit – Der direkte Weg in die Schulden!

So können Sie sich schützen:

Neben Arbeitslosigkeit, dem Tod des Partners oder Scheidung gibt es viele weitere Gründe, weshalb sich Menschen verschulden. Oftmals sind es die unvorhergesehenen Dinge im Leben – die Schicksalsschläge –, die einen tief in die Schulden stürzen können. Wenn eine plötzliche Krankheit oder ein tragischer Unglücksfall dann auch noch zum Grund für die finanzielle Unsicherheit des Betroffenen werden, geht es meist rasant bergab und tief hinein in die Abwärtsspirale.

Laut Informationen des Statistischen Bundesamtes gaben im Jahr 2015 13,5 Prozent der Klienten einer Schuldnerberatung Krankheit, Sucht oder Unfallfolgen als Ursache ihrer Finanzprobleme an.

Es gibt aber zum Glück zahlreiche Möglichkeiten für den Fall der Fälle vorzusorgen:

Man kann zwar nicht verhindern, dass man erkrankt oder etwas Unvorhergesehenes passiert, doch man kann zu mindestens gewappnet sein. Hier gibt es mehrere Punkte, die es dabei zu beachten gilt.

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Die Vorsorgevollmacht

Zum Beispiel sollte man sich, ganz gleich in welcher Lebensphase man steckt, Gedanken um eine Vorsorgevollmacht machen. Mit dieser kann der Bevollmächtigte Verträge, Bankangelegenheiten und andere finanzielle Belange für eine Person abwickeln, die selbst nicht mehr dazu imstande ist. Sei es aufgrund von Krankheit, einem Unfall oder ähnlichem. Eine solche Vollmacht sollte notariell beurkundet werden, um dem ganzen juristische Kraft zu verleihen. Zudem sollte die zu bevollmächtigende Person vorab besonders sorgfältig ausgewählt werden: Empfehlenswert ist es, dafür jemanden zu bestimmen, dem man zu 100% vertraut, der bereit ist, wichtige Entscheidungen treffen zu können und bei dem man sichergehen kann, dass dieser im Sinne des Betroffenen nach bestem Gewissen handelt. Wurde keine Vollmacht erteilt, ist nicht etwa, wie vielleicht angenommen, die Familie für die Belange des Betroffenen zuständig. Stattdessen wird vom Amtsgericht ein rechtlicher Betreuer bestimmt. Dies kann dann auch eine völlig fremde Person sein. Und mal ehrlich, wer will das schon?! Überlassen Sie hier nichts dem Zufall und kümmern Sie sich schon frühzeitig um eine solche Vollmacht!

Die Patientenverfügung

Zudem sollte man sich Gedanken über eine Patientenverfügung machen. Ähnlich wie bei einer Vorsorgevollmacht wird hier ein Vertreter bestimmt, der im Fall eines Unfalls oder einer schwerwiegenden Krankheit in Sachen medizinischer Versorgung für einen einsteht, sofern man seinen Willen nicht mehr selbst äußern kann. Die Wünsche, die durch den Betroffenen vorab durch die Verfügung festgeschrieben wurden, gelten verbindlich und müssen dann so auch von den Ärzten umgesetzt werden.

Vorsorgeuntersuchungen

Zudem ist zu empfehlen, regelmäßig zu den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, um mögliche Krankheiten schneller zu entdecken und somit das damit verbundene Risiko vor einem langen Leidensweg mit Krankheit plus Schulden zu minimieren. Denn oftmals zahlen die Versicherungen nicht die volle Behandlungssumme, sodass man Teilbeträge selbst zu begleichen hat. Ein schneller Weg in die Miesen, den es zu vermeiden gilt, zum Beispiel durch einen Versicherungsabgleich.

Versicherungsvergleich

Um sich vor unerwarteten Kosten zu schützen, ist es ratsam, sich die Leistungen seiner Versicherungen genau anzusehen und unter Umständen den Anbieter zu wechseln. Auch wenn es mühsam ist, sich verschiedene Angebote einzuholen und es sicher nicht einfach ist, sich dann für die eine vermeintlich beste Versicherung zu entscheiden, ist es den Aufwand dennoch wert. Denn im Fall der Fälle ist man dadurch optimal abgesichert und kann sich hauptsächlich auf die Genesung konzentrieren, anstatt sich Sorgen um deren Finanzierung zu machen. Weg mit der Bequemlichkeit, es ist ihr Leben und es wäre doch viel zu schade, dieses mit unnötigen Geldproblemen zu verschwenden!

Sparen, Sparen, Sparen

Sparen ist wichtig, aber meist leichter gesagt, als getan. Oftmals lassen es hohe Fixkosten für Miete, Leasing, Unterhalt, Strom, Handy, etc. nicht zu, genug weg zu sparen. Dennoch ist es enorm ratsam, sich Limits zu setzen, um wenigstens ein bisschen was zu sparen. Man weiß ja nie für was es nochmal gut sein könnte. Wird man zum Beispiel aufgrund von Krankheit oder einem Unfall plötzlich arbeitsunfähig – und nicht versichert –, ist man über jeden weggesparten Cent froh, der einen über Wasser hält. Und fast jeder hat doch die Möglichkeit monatlich irgendwo einzusparen, sei es bei den Zigaretten (was nicht nur das Geld auf dem Konto erhöht, sondern gleichzeitig auch das Risiko senkt, deshalb zu erkranken), beim Auto-Tank, dem Strom oder etwaigen unnötigen Ausgaben beim Shopping.

Weg mit Krediten, Darlehen und klassischen Kreditkarten

Doch nicht nur das Sparen zur Schulden-Prävention macht Sinn. Auch der Verzicht auf Kredite, Darlehen undKreditkarten sowie auf das Bezahlen per Rechnung oder in Raten ist empfehlenswert: Leben auf Pump ist ein waghalsiges Unterfangen! Denn dabei gibt man Geld aus, das man eigentlich gar nicht besitzt. Oftmals leiht man sich dadurch Geld bei der Bank, die für einen überzogenen Dispo-Kredit beispielsweise gleich mal bis zu 14% Überziehungszinsen kassiert. Unnötig! Daher auch der Rat, besser auch auf klassische Kreditkarten zu verzichten. Hier gibt es seit einigen Jahren eine hilfreiche Alternative: die Prepaid Kreditkarte zum Aufladen. Prepaid Kreditkarten funktionieren auf Guthabenbasis, eine Überziehung ist nicht möglich. So kann man sich nicht verschulden und profitiert trotzdem von den vielen Vorteilen einer Kreditkarte.

Bild: © Depositphotos.com / kmiragaya

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Ich bin seit mehreren Jahren erfolgreiche Schriftstellerin und Autorin. Zu meinen umfassenden Themengebieten zählen Gesundheit, Medizin und alle artverwandten Themen.

3 Kommentare

  1. Avatar
    Lady Liberty

    Zweifelsohne führen Sucht, Krankheit und Unfälle zu finanzieller Not und können Betroffene tief in die Krise stürzen. Aber dagegen helfen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung auch nicht. Beides ist sinnvoll, wenn man von Handlungsunfähigkeit (Koma, Demenz, psychischer Behinderung infolge von Sucht) ausgeht. Ganz ehrlich? Kommt es mit mir mal soweit, ist mir völlig schnuppe, wer sich wie um Finanzielles kümmert. Das bekomme ich in dem Stadium, in dem Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung greifen, nicht mehr mit. Mein Leben ist dann bereits vorbei.
    Wenn ich mir den Tipp „Sparen, sparen, sparen“ angucke, regt sich in mir erneut Widerspruch. Soll ich etwa leben wie eine Kirchenmaus, nur, falls mich eine schwere Krankheit erwischt oder ein LKW über den Haufen fährt? Das Leben ist kurz und kostbar. Davon möchte ich etwas haben und es in meinen ohnehin mehr als bescheidenen Möglichkeiten genießen. Wenn ich mir nichts mehr gönne und nur noch knausere, ist der Weg in die Depression doch vorgezeichnet.

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    jutta

    Leider kann man sich nicht vor allem schützen oder gegen alles absichern. Vorsorgeuntersuchungen sind mehrheitlich eher Früherkennungsuntersuchungen. Krankheiten verhindern kann man dadurch nicht. Der einzige Effekt den das hat: Man erfährt früher, dass man schwer krank ist. Vielleicht kann man das eigene Leben durch eine frühzeitige Behandlung verlängern oder sogar retten. Finanziell lässt sich die Katastrophe wohl kaum abwenden.

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    Rabenschwester

    Alkoholismus ist meiner Meinung nach die meist unterschätzte Sucht. Betroffene verlieren völlig den Boden unter den Füßen und versaufen Gut, Geld und Gehirnzellen. Am Ende bleibt ein seelisch behinderter Mensch zurück, der nicht mehr in der Lage ist, auch nur ansatzweise für sich selbst zu sorgen. Dahinter steckt oft furchtbares Leid. Jemand verliert den Job, der Partner läuft weg oder das eigene Kind stirbt. Man kann den Betroffenen nicht helfen, wenn sie sich völlig im Alkohol verlieren. Ich wünschte, der Zugang zu Alkohol wäre hier deutlich erschwert, so wie in Schweden zum Beispiel. Damit könnte man sicher schon eine ganze Menge bewirken. Aber jemand, der so verzweifelt ist, kümmert es nicht mehr, ob er seine Bleibe verliert und ob die Schulden zu Bergen anwachsen. Da müsste man ganz anders helfen. Aber diese Menschen fallen durch alle sozialen Raster. Man sieht sie in der Regel als Penner in der Großstadt wieder, wo sie für den nächsten Schluck betteln, der sie alles vergessen lässt. Einfach nur traurig.

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