Die Gefahren einer Unter- oder Überzuckerung

Die Gefahren einer Unter- oder Überzuckerung

Menschen, die unter Diabetes leiden, müssen immer mit der Gefahr einer Unter- oder Überzuckerung leben. Beides ist gefährlich, besonders die Unterzuckerung, die schnell vonstattengeht und für eine lebensgefährliche Situation sorgen kann. Sowohl bei der Unterzuckerung als auch der Überzuckerung ist schnelle Hilfe notwendig und ebenso schnell muss ein Arzt verständigt werden. Das gilt vor allem für die Hypoglykämie, die Unterzuckerung, denn sie kann schwere Schäden im Gehirn nach sich ziehen.

So gefährlich ist eine Unterzuckerung

Unter- oder Überzuckerung – was ist gefährlicher? Die Frage lässt sich sehr einfach beantworten, denn ein zu niedriger Blutzuckerspiegel ist weitaus gefährlicher als ein zu hoher Blutzuckerspiegel. Riskant ist eine Unterzuckerung vor allem für das Gehirn, das auf den Zucker angewiesen, weil der eine wichtige Energiequelle darstellt. Kommt es zu einer Unterversorgung mit Zucker, dann reagiert der Körper mit den typischen Stresssymptomen. Die Patienten leiden unter starkem Schwitzen, ihr Herz rast, sie zittern am ganzen Körper und der Kreislauf droht zu versagen. Der Blutdruck steigt, die Haut färbt sich blass und es kommt entweder zu Heißhunger oder zu einer starken Übelkeit mit Erbrechen. Schreitet die Hypoglykämie voran, dann gesellen sich zu den beschriebenen Symptome noch quälende Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sprachstörungen, die Patienten sind desorientiert, sie können sich nicht mehr konzentrieren und klagen zudem über Lähmungserscheinungen, ohne dass es zu einer Lähmung kommt.

Erste Hilfe bei Unterzuckerung

Kommt es zu einer Unterzuckerung, kann jeder schnell und effektiv Erste Hilfe leisten. Zunächst gilt es, die betroffene Person zu beruhigen. Betroffene, die noch atmen, werden in die stabile Seitenlage gebracht und dann zugedeckt. Die Helfer müssen überprüfen, ob der Betroffene noch regelmäßig atmet. Ganz wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass der Betroffene ein Stück Zucker, ein Stück Traubenzucker oder ein Bonbon zu sich nimmt. Hilfreich ist es ebenfalls, Fruchtsaft oder ein anderes süßes Getränk zu trinken, um den Blutzuckerspiegel wieder nach oben zu treiben. Auf jeden Fall müssen die Helfer den Notarzt rufen, der die weitere Behandlung übernimmt. Sollte sich der Verdacht auf Hypoglykämie bestätigen, verabreicht der Arzt sofort Glukose über eine Infusion oder spritzt es dem Patienten.

Kann eine Diät eine Hypoglykämie auslösen?

Immer wieder stehen strenge Diäten und Fastenkuren im Verdacht, eine gefährliche Unterzuckerung auszulösen. Diese Gefahr ist real, denn extremes Fasten und eine sehr strenge Diät können eine Hypoglykämie auslösen. Das ist allerdings nicht der Fall, wenn mal keine Zeit für ein Frühstück bleibt, denn der Organismus verfügt in der Regel über ausreichend Reserven, um einen kurzzeitigen Mangel an Glukose auszugleichen. Kritisch ist es aber immer dann, wenn Alkohol ins Spiel kommt oder wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden. In diesen Fällen ist es immer ratsam, sich gegen eine Hypoglykämie zu wappnen.

Unterzuckerung bei Diabetikern

Menschen, die unter Diabetes leiden, sind häufig von einer Unterzuckerung betroffen, obwohl das beim Blick auf das Krankheitsbild eher unlogisch erscheint. Bei Diabeteskranken ist das große Problem ein auf Dauer hoher Glukosewert im Blut, da das Insulin entweder nicht richtig wirkt oder überhaupt nicht vorhanden ist. Wie kann es dann passieren, dass der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist? Diabetiker müssen immer so viel Insulin spritzen, wie sie Zucker aufnehmen. Spritzen sie zu viel Insulin, wenn die Menge an Kohlehydraten in der Mahlzeit zu hoch war, dann kann es unter Umständen zu einer Hypoglykämie kommen. Wichtig ist es zudem, dass Diabetiker ihr Insulin immer nur in das Unterhautfettgewebe spritzen und nicht versehentlich einen Muskel treffen. Ist das der Fall, dann kommt das Hormon zu schnell in den Blutkreislauf und das kann dann eine Unterzuckerung auslösen.

Die Risiken einer Überzuckerung

Eine Unterzuckerung oder eine Überzuckerung sind beide gefährlich. Während bei der Unterzuckerung der Blutzuckerspiegel sinkt, steigt er bei einer Überzuckerung stark an. Die Patienten fühlen sich sehr müde und schlapp, sie haben keinen Appetit mehr, dafür aber sehr starken Durst und eine sogenannte vertiefte Atmung. Das heißt, beim Ein- und beim Ausatmen gibt es keine Pause. Wird eine Überzuckerung nicht zeitnah behandelt, dann verlieren die Betroffenen das Bewusstsein, ihre Haut wird trocken, sie fühlt sich warm an und ist stark gerötet. Ein unverkennbares Zeichen, dass es sich um eine Überzuckerung handelt, ist aber, dass der Atem nach sehr reifem Obst oder nach Nagellackentferner riecht. Menschen, die unter Diabetes mellitus Typ 1 leiden, sind häufig überzuckert und verlieren dabei das Bewusstsein. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme ist, den Betroffenen in eine stabile Seitenlage zu bringen, Puls und Herzfrequenz zu überprüfen und sofort den Notarzt zu verständigen. Atmet der Patient nicht mehr, dann muss umgehend mit einer Herzdruckmassage begonnen werden.

Was steuert den Blutzuckerspiegel?

Damit es erst gar nicht zu einer Unterzuckerung oder einer Überzuckerung kommt, ist es wichtig, sich über den Blutzuckerspiegel zu informieren. Grundsätzlich gilt: Der Blutzuckerspiegel sollte immer konstant, nie zu hoch und nie zu niedrig sein. Kommt es zu einer Unterzuckerung, dann bekommt der Körper keine Energie mehr. Ist die Konzentration an Glukose hingegen zu hoch, dann kann das für unterschiedliche Schäden sorgen, zum Beispiel an den Blutgefäßen oder den Nervenzellen. Bei einem gesunden Menschen erfolgt die Steuerung der Blutzuckerwerte ganz automatisch über die Hormone Insulin und Glukagon. Als einziges Hormon hat Insulin die Fähigkeit, die Zuckerkonzentration im Blut zu senken. Gebildet wird Insulin in der Bauchspeicheldrüse und es sorgt dafür, dass die Muskeln, aber auch die Leber- und die Fettzellen immer mit ausreichend Glukose versorgt werden. Der Gegenspieler des Insulins ist das Glukagon, das die Steigerung des Blutzuckerspiegels bewirkt. Es setzt andere Hormone wie zum Beispiel Adrenalin in Bewegung, die diese Fähigkeit ebenfalls haben.

Fazit

Zu viel ist nicht gut, zu wenig aber auch nicht. Eine Unter- oder Überzuckerung kann fatale Folgen für die Gesundheit haben. Daher ist es sehr wichtig, sich immer so zu ernähren, dass es erst gar nicht so weit kommt. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Fett und Zucker, dafür aber mit gesunden Kohlehydraten und vielen Nährstoffen ist das beste Rezept, damit der Blutzuckerspiegel nicht verrückt spielt. Natürlich darf es hin und wieder eine kleine Sünde sein, wie zum Beispiel ein Stück Kuchen oder Torte, denn das verzeiht der Körper schnell wieder. Werden die gelegentlichen Sünden aber zu regelmäßigen Gewohnheiten, dann sind Unter- und Überzuckerung nicht weit.

Bild: @ depositphotos.com / AndreyPopov

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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