Die Bedeutung von Folsäure während der Schwangerschaft

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Sicher haben Sie schon einmal davon gehört, dass das B-Vitamin Folsäure besonders wichtig während der Schwangerschaft ist. Doch warum ist das so? Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über das „Schwangerschafts-Vitamin“ Folsäure.

Warum ist Folsäure so wichtig in der Schwangerschaft?

Folsäure spielt vor allem in der ersten Phase der eine besonders wichtige Rolle. In dieser Zeit ist die Frau auf eine erhöhte Zufuhr des Vitamins angewiesen, weil dieses für die Entwicklung des Nervensystems verantwortlich ist. Folsäure ist  nämlich dafür verantwortlich, dass das Neuralohr, die erste Stufe des Rückenmarks, Gehirns und Nervensystems, wächst und sich schließt. Wenn Sie während der ersten hingegen nicht genügend Folsäure aufnehmen, kann es zu einem sogenannten offenen Rücken kommen. Auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ist Folsäure maßgeblich an der Entwicklung des Kindes beteiligt.

Was ist Folsäure?

Folsäure, auch Folat oder Vitamin B9 genannt, wurde erst in den 1940er Jahren entdeckt. Es handelt sich hierbei um ein Vitamin, das nicht vom Körper selbst gebildet, aber unbedingt benötigt wird. Folsäure ist unter anderem an der Blutbildung und verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Außerdem sorgt es für das Wachstum des Körpers.

Der Embryo kann ohne Folsäure nicht überleben.

Die Zufuhr von Folsäure über die Nahrung

Da Folsäure nicht vom menschlichen Organismus gebildet werden kann, ist der Körper auf eine externe Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Es gibt verschiedene Lebensmittel, die besonders reich an Folsäure und daher ein Muss in der Schwangerschaft sind. Hierzu gehören:

  • Hülsenfrüchte (zum Beispiel Bohnen und Linsen)
  • Blattgemüse (zum Beispiel Spinat, Grünkohl und Kopfsalat)
  • Vollkornprodukte
  • Milchprodukte
  • Nüsse
  • Fisch
  • Obst
  • Gemüse

Trotz des reichhaltigen Angebotes fällt es vielen schwer, ihren täglichen Bedarf an Folsäure zu decken. Erschwerend kommt hinzu, dass das Vitamin sehr hitze- und lichtempfindlich ist. Durch Lagerung und Zubereitung der Speisen wird es zu einem Großteil zerstört.

Täglicher Folsäure-Bedarf

Jugendliche und Erwachsene 400 Mikrogramm
Schwangere Frauen 800 Mikrogramm

Aufgrund des gestiegenen Bedarfs, der sich in einer Schwangerschaft sogar verdoppelt, wird es schwangeren Frauen immer geraten, zusätzlich zu einer gesunden Ernährung auch auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu setzen. Folsäure liegt in Nahrungsergänzungsmitteln in synthetischer Form vor, da sie so sehr viel stabiler ist und eine doppelte so hohe Bioverfügbarkeit aufweist als Folate aus der Nahrung. Synthetische Folsäure ist ebenfalls vollkommen unbedenklich für Mutter und .

Sprechen Sie Einnahme von Folsäure-Präparaten dennoch immer zunächst mit Ihrem Frauenarzt ab. Dieser wird Ihnen genau erklären können, warum die Zusätze sinnvoll sind und wann Sie unbedingt darauf  zurückgreifen sollten.

Folsäure als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Frauen, die schwanger werden wollen, wird häufig geraten, sich im Vorfeld besonders folsäure-haltig zu ernähren. Diese Umstellung der Ernährung führt zwar nicht zu einer gesteigerten Fruchtbarkeit, bereitet den Körper allerdings perfekt auf vor. Das ist wichtig, denn der oben beschriebene Schluss des Neuralrohrs findet bereits zwischen dem 23. und 25.Tag der Schwangerschaft statt.

Vorsicht vor Folsäure-Mangel

Ein Mangel an Folsäure kann einen großen Einfluss auf Ihre Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes nehmen. Aus diesem Grund muss ein Mangel immer vermieden werden. Hierfür ist es nützlich, wenn Sie auf bestimmte Signale achten, die einen Mangel an Folsäure ankündigen können. Hierzu gehören:

  • Müdigkeit
  • Schwächegefühl
  • Haarausfall
  • Nervosität
  • Schlechte Laune
  • Veränderungen der Mundschleimhaut

Quellen:
http://www.eltern.de/gesundheit-und-ernaehrung/ernaehrung/folsaeure.html
http://www.babycenter.de/a8640/fols%C3%A4ure-in-der-schwangerschaft

Bild: © Depositphotos.com / NataliaD

Jessika Fichtel
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