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G-20-Gipfel hätte für Schwerkranke gefährlich werden können

G-20-Gipfel hätte für Schwerkranke gefährlich werden können

Deutschland diskutiert über den anstehenden G-20-Gipfel und über das, was da gerade auf die Einwohner von Hamburg zurollt. Straßen werden komplett abgesperrt, Anwohner können wenn überhaupt, nur noch mit einem Sonderausweis in ihre Wohnungen und auf die Ärzte rund um den Tagungsort zwischen Messehallen und Elbphilharmonie kommt ein riesiges Problem zu. Der Gipfel stellt vor allem für Onkologen und ihre Patienten eine Herausforderung dar, denn die schwerkranken Menschen müssen versorgt werden.

Behinderungen im Straßenverkehr

Im Straßenverkehr wird es vor und während des Gipfels zu großen Beeinträchtigungen kommen und für viele Menschen, die schwer an Krebs erkrankt sind, heißt das, sie haben keine Möglichkeit mehr, zur Praxis ihres Onkologen oder ins Krankenhaus zu kommen. Es kann nicht mehr sichergestellt werden, dass die Kranken ihre Chemotherapien und lebensnotwendige Medikamente zeitnah bekommen, was ernste Konsequenzen nach sich ziehen kann. Zudem ist es sehr fraglich, ob die Kranken den Weg in die Praxis ihres Arztes noch schaffen, denn vielen geht es so schlecht, dass sie nur noch liegend transportiert werden können. Ob aber diese Krankentransporte gewährleistet werden können, ist mehr als fraglich.

Die Ärzte arbeiten an Notfallplänen

Da die Onkologen nicht wissen, was genau während des Gipfels auf sie zukommt, haben sie sich jetzt zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und arbeiten an Notfallplänen. Sie setzen sich zum Beispiel mit Tageskliniken in Verbindung, die verkehrstechnisch unproblematischer liegen und die zeitnah an den beiden kritischen Gipfeltagen, dem Donnerstag und dem Freitag, akute Behandlungen übernehmen können. Zudem haben die Praxen schon jetzt dafür gesorgt, dass die Medikamente noch rechtzeitig angeliefert werden, außerdem werden die Öffnungszeiten an den kritischen Tagen bis 20:00 Uhr verlängert. Auf diese Weise, so hoffen die Onkologen, können lebensgefährliche Engpässe für viele Patienten weitgehend vermieden werden.

Kritisch auch für Dialysepatienten

Nicht nur für Patienten mit Krebserkrankungen kann der G-20-Gipfel gefährlich werden, auch Patienten, die zur Dialyse müssen, stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Hier versuchen die Ärzte, die Termine entweder vor oder nach dem Gipfel zu legen, aber das funktioniert leider nicht bei Patienten, die in kurzen Intervallen zur Blutwäsche müssen. In ihrer Verzweiflung haben sich die Ärzte an die Polizei gewandt, aber die Polizei will Unberechenbarkeit herstellen, die Kranken benötigen aber Berechenbarkeit, denn nur so kann ihre Versorgung mit lebenswichtigen Medikamente überhaupt sichergestellt werden. Kompromisse können weder die Ärzte noch ihre zum Teil schwerkranken Patienten eingehen.

Bild: © Depositphotos.com / DmyTo

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

1 Kommentar

  1. Oberlehrer

    Hätte der Titel nicht heißen müssen: „Der G-20 Gipfel kann für Schwerkranke gefährlich werden“? Immerhin wurde er doch vor dem Gipfel veröffentlicht. Warum dann das falsche Tempus?

    Reply

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