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Blitzschläge – ein lebensgefährliches Naturphänomen

Blitzschläge – ein lebensgefährliches Naturphänomen

Der Sommer war bislang vor allem eine Abfolge von sehr heißen Temperaturen und extremen Unwettern mit Regen, Hagel, Sturm und Gewittern. Es sind besonders die Gewitter, die bei vielen Menschen Unbehagen und sogar Angst auslösen, denn die Blitzschläge können sehr gefährlich werden. Wer vom Blitz getroffen wird, der stirbt nicht zwangsläufig sofort, es kann passieren, dass die Schäden erst nach ein paar Tagen auftreten und dann ein Leben lang bleiben. Jedes Jahr sterben rund zehn Menschen durch Blitzschläge, dabei ist es relativ einfach, sich vor dieser Naturgewalt zu schützen.

Nicht sofort tödlich

Normalerweise müsste man sofort tot sein, wenn man vom Blitz getroffen wird, denn schließlich entlädt sich bei einem Blitzschlag Starkstrom mit bis zu 200.000 Ampere. Aber es ist auch möglich, Blitzschläge zu überleben, zum Beispiel, wenn der Blitz zuerst in einen Baum einschlägt und ein Teil der Energie denjenigen, der unter dem Baum Schutz gesucht hat, durch einen sogenannten Überschlagseffekt verletzt. Die meisten Betroffenen bekommen nach einem solchen Blitzeinschlag in der Regel Herzflimmern und müssen vom Notarzt reanimiert werden. Wenn das Gehirn in der Zwischenzeit jedoch zu wenig lebensnotwendigen Sauerstoff bekommen hat, dann kann das erst nach Tagen zum Hirntod führen. Zwischen sechs und 26 % aller Opfer von Blitzeinschlägen sterben, aber die Überlebenden haben oft so schwere Schäden, dass sie lebenslang mit einer Behinderung leben müssen.

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Der Regen ist nicht das Problem

Blitzschläge sind heute eher selten geworden, noch vor 50 Jahren gab es in Deutschland rund 100 Todesfälle in einem Jahr. Das liegt vor allem daran, dass das Wissen um die zerstörerische Kraft des Blitzes viel größer geworden ist. Trotzdem gibt es nach wie vor Standardsituationen, in denen sich viele Menschen falsch verhalten. Die meisten Gewitter werden von Regenschauern begleitet und instinktiv suchen die meisten Menschen zuerst Schutz vor dem Regen und denken nicht über die große Gefahr eines Blitzeinschlags nach. Obwohl heute bekannt ist, dass man Bäume meiden sollte, wenn es gewittert, wenn es keinen anderen Schutz vor dem Regen gibt, dann stellt man sich unter den Baum. Der alte Spruch „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“, kann ein tödlicher Irrtum sein, wenn der Blitz in den Baum einschlägt.

Wie sollte man sich im Freien verhalten?

Der sicherste Schutz vor einem Gewitter ist ein geschlossenes Gebäude. Wer auf freiem Feld von Blitz und Donner überrascht wird, der sollte in die Hocke gehen und die Beine zusammenstellen. Damit wird die Schrittspannung verringert und ganz vermieden. Gefährlich wird es immer dann, wenn der Blitz näher als 150 m einschlägt oder wenn sich in der Nähe ein Zaun aus Metall befindet. Das Metall leitet die elektrische Spannung und es kommt zu einem sogenannten Kontakteffekt, auch wenn man weit von diesem Zaun entfernt steht. Als Faustregel gilt: Je weiter man vom Einschlag entfernt ist, umso größer sind die Chancen, Blitzeinschläge zu überleben.

Schwere gesundheitliche Schäden

Nicht nur Haut kann verbrennen, wenn es zu einem Blitzeinschlag kommt, auch die Organe können schwer geschädigt werden. Die Gefahr, dass die Muskeln verletzt werden, ist groß, die Augen können ebenso einen irreparablen Schaden nehmen, wie auch die Ohren, das Herz, das Gehirn und die Nerven. Lähmungen können die Folge eines Blitzeinschlags sein, aber auch schwere Herzschädigungen, die den Einsatz eines Herzschrittmachers erforderlich machen, sind nach einem Blitzschlag keine Seltenheit. Blitzschläge sind auch auf der Haut sichtbar, denn es bilden sich sogenannte Blitzfiguren. Diese Zeichen ähneln Schmauchspuren und sie entstehen immer dann, wenn die Energie nicht in den Körper eindringt, ihn aber von außen umläuft. Die meisten Menschen, die vom Blitz getroffen wurden, erlitten zudem einen schweren Schock, sie waren traumatisiert und litten auch Jahre nach dem Blitzunfall noch unter Angststörungen und Depressionen. An den Moment, als sie der Blitz getroffen hat, können sich nur die wenigsten erinnern, das Gedächtnis setzt erst einige Sekunden später wieder ein.

Welche Regeln sollte man beachten?

Wenn ein Gewitter aufzieht, dann sollte man so schnell wie möglich ein Gebäude aufsuchen. Merken sollte man sich die 30-30-Regel, denn wenn zwischen dem Blitz und dem Donner weniger als 30 Sekunden vergehen, dann wird es Zeit, Schutz zu suchen. Das Haus verlassen sollte man immer erst dann wieder, wenn 30 Minuten nach dem letzten Donnergrollen vergangen sind. Wer im Auto sitzt, der sollte dort sitzen bleiben, denn das Auto ist bei Gewitter ein faradayscher Käfig, der von elektrischer Spannung verschont bleibt.

Bild: © Depositphotos.com / neillockhart

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

3 Kommentare

  1. Lena

    Ich habe mich immer schon gefragt, woher eigentlich dieser Rat kommt: „Eichen musst du weichen, Buchen musst du suchen“. Das ergibt doch keinen Sinn. Bäume bergen immer Gefahrenpotential für Blitzeinschläge. Da spielt die Art des Baums wirklich keine Rolle. Selbst wenn man 10 Meter von einem Baum entfernt steht, kann der Blitz noch vom Holz auf den Menschen überspringen. Der Mensch ist ein viel wirkungsvollerer Stromleiter als beispielsweise ein Baum. Man kann immer nur raten, bei Gewitter sofort aus dem Wald raus zu laufen.

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  2. Ramses der Kleine

    Das Risiko, ausgerechnet vom Blitz erschlagen zu werden, ist recht gering. Zumindest statistisch gesehen. Ich habe das recherchiert. Zwischen 1980 und 2014 sind 277 Menschen in Deutschland bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen. Wenn man das auf das Jahr umrechnet, kommt man gerade einmal auf acht Personen. Eigentlich könnte man meinen, es gäbe Wichtigere Themen für ein Gesundheitsblog.

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  3. Sandra L.

    Man unterschätzt die Gefahr einfach. Gewitter sind Alltag. An Blitzschläge denkt man im Grunde nicht mehr. Wenn ich draußen unterwegs bin, denke ich eigentlich nur an die Nässe. Selbst im Sommer fange ich bei Regen an zu frieren. Also will ich möglichst schnell ins Trockene und suche mir ein Plätzchen zum Unterstellen. Metallischen Schmuck trage ich sowieso nicht. Ein Fahrrad habe ich ebenfalls nicht. Dadurch fühle ich mich vielleicht automatisch etwas sicherer. In Aachen wurde Ende Mai eine 73-jährige Radfahrerin vom Blitz getroffen. Die alte Dame war mit ihrem Rad unterwegs, und der Blitz muss ihre Fahrradkette zum Schmerzen gebracht haben. Selbst wenn so etwas nicht oft passiert, es ist dramatisch und sogar dem Magazin DER SPIEGEL eine Meldung wert.

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