Sind Kontaktlinsen eine Gefahr für die Augen?

Sind Kontaktlinsen eine Gefahr für die Augen?

Kein Sinnesorgan ist so wichtig wie die Augen. Rund 85 % aller Informationen werden über die Augen aufgenommen, riechen, hören, schmecken und tasten machen nur 15 % aus. Aber nicht bei jedem gelingt es auch wirklich, gestochen scharfe Bilder auf die Netzhaut zu projizieren, über die Hälfte der Deutschen hat eine Sehschwäche und 63 % der über 16-jährigen müssen eine Brille tragen. Rund fünf Prozent entscheiden sich gegen eine praktische Brille und benutzen Kontaktlinsen, um die Sehschwäche zu kompensieren. Da bei 90 % aller Augeninfektionen die Kontaktlinsen schuld sind, stellt sich natürlich die Frage: Wie gefährlich sind die Linsen für die Augen?

Immer penibel sauber halten

Streng genommen sind Kontaktlinsen medizinische Geräte, die mit einer besonderen Sorgfalt behandelt werden müssen, und das fängt schon bei der Reinigung der Kontaktlinsen an. Kontaktlinsen sollten nur in der dafür vorgesehenen Reinigungsflüssigkeit und niemals mit Leitungswasser gereinigt werden. Zwar ist das Wasser aus der Leitung in Deutschland sehr sauber, aber steril ist es leider nicht. Im Wasser tummeln sich viele Keime, wie beispielsweise die Akanthamöben, die sich in den Kontaktlinsen einlagern können und dann für schmerzhafte Infektionen der Augen sorgen. Auch Chlor und Kalk haften an den Linsen und das kann für die Augen gefährlich sein.

Nie zu lange tragen

Es ist ein großer Irrtum, anzunehmen, dass Kontaktlinsen so lange getragen werden können, bis sie stören. Zwar ist die maximale Tragezeit vom Material der Kontaktlinsen sowie von der Beschaffenheit des Auges abhängig, aber länger als 18 Stunden sollten die Linsen nicht getragen werden. Bei den sogenannten „Billiglinsen“, die in der Drogerie gekauft werden können, sollten es nur maximal acht Stunden sein. Wenn die Linsen zu lange getragen werden, dann drohen die Gefäße im Auge einzuwachsen oder es kommt zu einer Trübung der Hornhaut. Problematisch wird das zu lange Tragen der Kontaktlinsen auch in Hinsicht auf die Sauerstoffdurchlässigkeit. Die Zellen im Augen brauchen Sauerstoff, um zu überleben, werden die Linsen zu lange getragen, dann ist die Sauerstoffzufuhr gestört und das kann unangenehme Folgen haben.

Sind wasserhaltige Linsen eine gute Wahl bei trockenen Augen?

Trockene Augen haben sich zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Vor allem diejenigen, die lange am Computer sitzen, klagen häufig über brennende, juckende und schmerzende Augen, aber auch den Trägern von weichen Kontaktlinsen sind diese Probleme nicht fremd. Kann es helfen, Kontaktlinsen mit einem hohen Wassergehalt zu tragen, um die Symptome zu bekämpfen? Eher nicht, denn die stark wasserhaltigen Linsen verschaffen nur für eine kurze Zeit Linderung, vielfach wird aber eher das Gegenteil erreicht, den Augen wird nämlich Flüssigkeit entzogen, um die Flüssigkeit der Linse zu kompensieren. Eine bessere Wahl sind Linsen, die Hyaluronsäure enthalten, einen Wirkstoff, der auch in der Tränenflüssigkeit vorkommt.

Können Kontaktlinsen die Sonnenbrille ersetzen?

Vor allem in den Sommermonaten werben viele Hersteller mit Kontaktlinsen, die einen speziellen UV-Schutz haben. Was sich sehr praktisch anhört, kann aber mehr schaden als nützen, denn vor der Sonne wird immer nur der Teil des Auges geschützt, auf dem die Linse schwimmt. Auf lange Sicht gesehen kann auch das Blaulicht den Augen Schäden zufügen, denn dieses Licht steht im Verdacht, zur Degeneration der Makula zu führen. Bei der Makula handelt es sich um den gelben Fleck, der in der Mitte der Netzhaut sitzt, wo die Dichte der Nerven- und Sehzellen besonders hoch ist. Daher ist es besser, im Sommer eine gute Sonnenbrille als Schutz für die Augen zu tragen, denn die Sonnenbrille schützt die Augen auch seitlich und bewahrt die empfindliche Bindehaut so vor Strahlenschäden.

Dürfen Kontaktlinsen über Nacht getragen werden?

Jeder, der schon einmal mit Kontaktlinsen eingeschlafen ist, der weiß, wie unangenehm das sein kann. Die Linsen haben sich am Augapfel festgesaugt, da die Hornhaut aufgequollen ist. Dieser Effekt stellt sich immer dann ein, wenn die Augen geschlossen werden und das Blut in den Augenlidern die Hornhaut versorgt. Bleibt die Linse über Nacht im Auge, dann ist die Hornhaut deutlich mehr angeschwollen und das kann das Auge auf Dauer schädigen.

Auf Qualität achten

Selbst wenn Kontaktlinsen regelmäßig gewechselt werden müssen und daher immer kostspieliger sind als eine Brille, sollte stets auf Qualität geachtet werden. Kontaktlinsen können heute im Internet gekauft werden, und wer sich einen guten Überblick verschaffen möchte, der kann das zum Beispiel auf PreisProLinse, einem Portal, das es einfacher macht, qualitativ hochwertige Linsen zu finden.

Bild: © Depositphotos.com / belchonock

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

2 Kommentare

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    Lucca

    Wenn man mit Kontaktlinsen ordnungsgemäß umgeht, braucht man keine Probleme zu befürchten. Da man sie jedoch nicht dauerhaft tragen kann, stellt sich für Menschen die Frage „Kontaktlinsen oder Brille?“ nicht. Es ist kein Oder, sondern ein Und. Man braucht tatsächlich beides. Die 5 % der Menschen, die sich für Kontaktlinsen entscheiden, haben daher mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens eine Brille in der Schublade liegen. Bei Erkältungen zum Beispiel sollten ebenfalls keine Kontaktlinsen eingesetzt werden. Die Bindehaut im Auge ist da schon gereizt genug. Will man in der Zeit nicht halb blind durch die Gegend irren, setzt man notgedrungen eben die Brille auf.
    Der große Vorteil von Kontaktlinsen ist, dass sie nicht stören. Beim Sport ist das ein wichtiges Kriterium. Sie beschränken das Sichtfeld nicht. Wenn es regnet, muss man sie nicht putzen und sie beschlagen oder verstauben auch nicht. Eine Brille ist nicht wirklich alltagstauglich. Was auch unangenehm ist: Wenn man ausgeht, will man nicht immer ein Stück störendes Metall vor den Augen sitzen haben. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er sich auf Kontaktlinsen einlassen will. Ist ja auch eine Geldfrage. Aber was die Vorzüge angeht, haben sie meiner Ansicht nach die Nase vorn. Man sollte aber richtig damit umgehen.

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  2. Avatar
    Anne

    Genau genommen sind nicht die Kontaktlinsen an den Augeninfektionen schuld, sondern die Anwender. Man sollte natürlich wissen, wie man mit den kleinen Sehhilfen umgehen muss.

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