Schröpfen und Aderlass – die Mittelalter-Medizin ist wieder da

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war ein vermeintlich dunkles, von Kriegen und Krankheiten geprägtes Zeitalter. Aber das Mittelalter war auch ein Zeitalter der und der Entdeckungen, besonders im Bereich der Medizin. Damals verließ man sich auf die Heilkräfte der Natur und diese heilenden Kräfte entdecken heute immer mehr Mediziner für sich. Aderlass, Schröpfen und auch Blutegel galten lange als brachiale Therapien, heute gelten sie als wirksame Mittel gegen Volkskrankheiten.

Wie Blutegel den Schmerz einfach wegsaugen

Zugegeben, Blutegel sind nicht gerade ansehnlich und die Aussicht darauf, sie auf der Haut zu haben, ist nicht sonderlich attraktiv, aber die sind sehr hilfreich, um schlecht heilende Wunden zu säubern. 600 verschiedene Egelarten gibt es, aber nur 15 werden für medizinische Zwecke eingesetzt. Blutegel sind auch nützliche Helfer bei , denn wenn sie auf die betroffenen Gelenke wie zum Beispiel am Kniegelenk angesetzt werden, dann lindern sie Schmerzen besser als herkömmliche Schmerzmittel oder Antirheumatika. 80 % der Patienten hatten nach einer Therapiesitzung mit vier bis sechs Egeln keine Schmerzen mehr.

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Schröpfen – ein wirksames Mittel gegen Schmerzen

Auch das Schröpfen gehört zur Medizin des Mittelalters und erlebt heute eine Renaissance, vor allem wenn es um Schmerzen geht. In der Hand kann mittels Schröpfen das Karpaltunnelsyndrom behandelt werden und auch bei Rückenschmerzen haben sich die Schröpfköpfe bewährt. Auf den Rücken werden kleine Gläser gesetzt, die über einer Flamme erwärmt wurden. Unter dem Glas wölbt sich die Haut und wenn die Gläser entfernt werden, dann hebt sich die Oberhaut von der tiefer liegenden Hautschicht ab. Das fördert die Durchblutung und der Lymphstrom sowie die Nervenbahnen werden angeregt.

Der Aderlass – radikal, aber effektiv

Noch im 19. Jahrhundert wurde den Patienten mittels Aderlass Blut abgenommen, um den Körper von schlechten Säften zu befreien, heute dient der Aderlass dazu, den zu senken. Patienten, die zweimal in vier Wochen zur Ader gelassen werden und jeweils 400 Milliliter Blut „gespendet“ haben, brauchten keine blutdrucksenkenden mehr. Zudem schützt der Effekt des Aderlasses auch vor Schlafanfällen und Herzinfarkten.

Bild: © Depositphotos.com / Klanneke

Ulrike Dietz