Immer mehr Menschen leiden unter dem Sicca-Syndrom

Immer mehr Menschen leiden unter dem Sicca-Syndrom

Es ist die trockene Luft in den Büroräumen, die immer mehr Menschen zu schaffen macht. Sie leiden unter ständig tränenden, brennenden und juckenden Augen, eine Krankheit, die Augenärzte das Sicca-Syndrom nennen. Manchmal helfen Tropfen dabei, das Problem in den Griff zu bekommen, aber das gelingt nicht immer. Wenn die Symptome einfach nicht verschwinden wollen, dann bleibt nur der Weg zum Arzt.

Zwei Formen

Das Sicca-Syndrom tritt in zwei unterschiedlichen Formen auf. Zum einen haben die Betroffenen zu wenig Tränenflüssigkeit und zum anderen verdunstet die Tränenflüssigkeit so schnell, dass die Zusammensetzung des Tränenfilms dauerhaft gestört wird. Die zweite Variante kommt häufiger vor und sie entsteht immer dann, wenn die Drüsen am Lidrand, die das Fett für den Tränenfilm herstellen, nicht mehr richtig funktionieren. Die Träne kann nicht mehr auf der Fettschicht schwimmen, das Auge kann die Flüssigkeit nicht mehr halten und sie fließt zu schnell ab. In der Folge tränen die Augen häufiger, was die Betroffenen irritiert, denn dieses Vorgehen passt eigentlich nicht zu einem trockenen Auge.

Auch ein altersbedingtes Leiden

Das Sicca-Syndrom tritt aber nicht nur bei Menschen auf, die jeden Tag im Büro sitzen und auf einen Computerbildschirm starren, auch ältere Menschen und Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen. Schuld ist in diesem Fall ein Mangel an männlichen Sexualhormonen und dieser Mangel führt dann zu einer Störung der Drüsen am Rand des Augenlids. Auch entzündliche Krankheiten wie zum Beispiel Rheuma, Rosacea oder Diabetes können für das Sicca-Syndrom verantwortlich sein, zudem spielt die Umwelt eine wichtige Rolle.

Die Symptome sind vielfältig

Das Sicca-Syndrom macht sich nicht nur mit tränenden, juckenden und geröteten Augen bemerkbar, es gibt noch andere Symptome, die auf trockene Augen hinweisen. Bei vielen Betroffenen brennen die Augen besonders am Morgen sehr stark und sie sind vielfach auch verkrustet. Dazu kommt neben einer Lichtempfindlichkeit auch das Gefühl, als würde sich ein Fremdkörper im Auge befinden. Die Augen werden schnell müde und wenn das Syndrom nicht rechtzeitig behandelt wird, dann kann es sogar zu Sehstörungen kommen.

Bild: © Depositphotos.com / liza5450

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.