Warum die Taucherkrankheit lebensgefährlich ist

Warum die Taucherkrankheit lebensgefährlich ist

Tauchen ist im Trend, immer mehr Menschen wollen sich die bunte Welt unter Wasser ansehen. Aber besonders Hobbytaucher sind sich nicht immer einer Gefahr bewusst, die medizinisch den Namen Dekompressionskrankheit trägt, die die meisten aber unter dem Namen Taucherkrankheit kennen. Wer im Roten Meer, in der Karibik oder auch in einem See tauchen möchte, der muss bestimmte Vorkehrungen treffen, damit es nicht zu dieser Krankheit kommt, die sehr schnell lebensbedrohlich werden kann.

Wie kommt es zur Taucherkrankheit?

Wenn man zu einem Tauchgang ins Wasser steigt, dann nimmt der Druck der Umgebung stetig zu, beim Auftauchen nimmt er dann wieder ab. Die meisten Tauchunfälle passieren in der Auftauchphase, nämlich immer dann, wenn der Taucher wieder an die Wasseroberfläche kommt und der Druck beim Aufsteigen viel zu schnell abfällt. Schwere Unfälle beim Tauchen sind selten, auf 10.000 Tauchgänge kommen nur zwei Zwischenfälle, aber die Taucherkrankheit kann sehr ernste Folge haben. Jeder Taucher sollte sich dieser Gefahr bewusst sein, entsprechende Vorkehrungen treffen und mit der lebensnotwendigen Erstbehandlung vertraut sein. Nicht nur erfahrene Taucher sollten daher eine Ausrüstung für den Notfall, sowie die wichtigen Kommunikationsmittel wie zum Beispiel ein Handy dabei haben. Ebenso wichtig sind die Tiefenkontrolle und eine Kontrolle bei der Geschwindigkeit beim Auftauchen.

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Was geschieht im Körper?

Bei jedem Tauchgang löst sich, immer abhängig von der Tauchtiefe und der Dauer des Tauchgangs, Stickstoff aus der Atemluft im Gewebe des Körpers. Fällt der Umgebungsdruck beim Auftauchen, dann gibt das Gewebe den Stickstoff in der Blutbahn wieder frei. Es bilden sich kleine Blasen in den Venen, die unter normalen Bedingungen in der Lunge hängenbleiben und keinen Schaden anrichten können. Unterschiedliche Umstände führen aber dazu, dass diese Gasbläschen in die Arterien kommen und damit in den Blutkreislauf gelangen, der das Blut vom Herzen in den Körper pumpt. Kommt der Taucher zu schnell an die Wasseroberfläche, dann wird viel Stickstoff freigesetzt und es bilden sich viele Blasen. Diese verstopfen dann die Blutbahn, es entsteht eine lebensgefährliche Gas-Embolie, die wiederum für schwere Schäden im Gewebe sorgt.

Was ist ein Barotrauma?

Wenn sich ein Taucher falsch verhält, dann kann es nicht nur zur Taucherkrankheit, sondern auch zu einem sogenannten Barotrauma kommen, das die Lunge nachhaltig schädigen kann. Steigt der Druck in der Umgebung, also beim Abtauchen, dann wird die Atemluft in der Lunge des Tauchers zusammengedrückt, denn sie benötigt jetzt weitaus weniger Platz als an der Wasseroberfläche. Fällt aber dann beim Auftauchen der Druck wieder ab, dann dehnt sich die Luft wieder aus. Wenn ein Taucher aus einer Tiefe von zehn Metern zu schnell wieder auftaucht und in Panik gerät, dann werden aus einem Atemvolumen von sechs Litern in der Lunge sehr schnell zwölf Liter und das halten die Lungen nicht aus, die Lungenbläschen platzen, es kommt zu einem Barotrauma.

Welche Symptome gibt es?

Die Taucherkrankheit hat ganz unterschiedliche Symptome. Tritt sie in einer nur milden Form auf, dann klagen die Betroffenen über Müdigkeit und Hautjucken, die sogenannten Taucherflöhe. Ist es aber eine schwere Form, dann kommt es zu Hautveränderungen, wobei das Hautbild an eine marmorierte Fläche erinnert, es kommt zu Schmerzen, Gefühlsstörungen, Lähmungen, Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit und zum Atemstillstand. Manche Symptome treten erst Stunden nach dem Tauchgang auf, andere auch spontan, nachdem der Taucher wieder an die Wasseroberfläche gekommen ist. Bei milden Symptomen der Taucherkrankheit reicht es in der Regel aus, den Taucher mit Sauerstoff zu versorgen, danach bessern sich die Beschwerden meist schon nach 30 Minuten. Handelt es sich um eine schwere Form, dann muss der Taucher so schnell wie möglich in eine Überdruckkammer, wo der Taucher dann reinen Sauerstoff unter einem erhöhten Druck einatmen kann. Erst wenn die Beschwerden komplett verschwunden sind, darf der Patient die Überdruckkammer wieder verlassen.

Bild: © Depositphotos.com / gwolters

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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