Worauf ist bei der Finanzierung der ersten Praxis zu achten?

Worauf ist bei der Finanzierung der ersten Praxis zu achten?

Die Freiheit, selbst gestalten zu können, die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und vor allem Unabhängigkeit – diese drei Aspekte spielen der bei Gründung einer Arztpraxis die entscheidenden Rollen. Aber dieser Wunsch nach Selbstständigkeit wird auch von einer finanziellen und wirtschaftlichen Verantwortung geprägt, denn jeder Arzt ist auch immer ein Unternehmer. In dieser Rolle müssen sich Mediziner zum einen um die Finanzierung und zum anderen um die Rentabilität ihrer Praxis kümmern. Der Schritt in die Selbstständigkeit erfordert immer umfangreiche Investitionen, ganz gleich, ob eine Praxis neu gegründet oder von einem Kollegen übernommen wird, der sich zur Ruhe setzen möchte.

Die richtige Bank finden

Kaum ein junger Mediziner hat die notwendigen finanziellen Mittel auf dem Sparbuch, um eine Praxis zu eröffnen, der überwiegende Teil muss mit der Hilfe eines Kredits den Sprung in die Selbstständigkeit finanzieren. Besonders für junge Ärzte ist es daher wichtig, mit einer Bank zu arbeiten, die viel Erfahrung hat, wenn es um die Finanzierung einer Praxis geht. Das Heilberufe Portal der Deutschen Bank liefert eine wertvolle Hilfestellung, denn dort erfahren die angehenden Praxisärzte, was sie bei der Finanzierung beachten müssen. Die Deutsche Bank kann aber noch mehr, sie hilft jungen Ärzte dabei, die geeignete Praxis zu finden, und führt Schritt für Schritt durch die finanzielle Planung. Wie teuer ist ein EKG-Gerät? Was muss auf der Check-Liste für die Praxis zu finden sein und lohnt es sich, ein sogenanntes medKonto zu eröffnen? Das sind nur drei Fragen, die die Deutsche Bank beantwortet, wenn es um die Eröffnung einer Arztpraxis geht.

Das maßgeschneiderte Finanzierungskonzept

Jeder Arzt, der sich mit einer eigenen Praxis selbstständig macht, ist ein Existenzgründer und hier sind sogenannte Zinszahlungsdarlehen oder endfällige Darlehen eine gute Wahl. Bei dieser Art des Kredits wird die Kreditsumme bis zum Ende der gewünschten Laufzeit in voller Höhe zurückgezahlt. Während der Laufzeit beschränkt sich die Belastung auf die Zahlung der Sollzinsen. Als Ersatz für die Tilgung werden zum Beispiel die Ansprüche aus Kapitallebensversicherungen, aus privaten Rentenversicherungen, Investmentfonds oder aus Bausparverträgen abgetreten. Auf diese Kapitalanlagen wird dann separat gespart und am Ende der Laufzeit wird das gesparte Geld zur Rückzahlung des Kredits verwendet. Der Vorteil bei diesem Konzept liegt in den steuerlichen Vergünstigungen bei den Betriebsausgaben und den Werbungskosten.

Gibt es öffentliche Fördermittel?

Wie alle anderen Jungunternehmer, so sollte sich auch der zukünftige Arzt bei der Gründung einer eigenen Praxis über öffentliche Fördermittel informieren. Eine Möglichkeit ist ein sogenannter Betriebsmittelkredit, den die Bank als Kontokorrentkredit einrichten kann. Dieser Kredit wird immer dann abgerufen, wenn das Geld tatsächlich gebraucht wird, zum Beispiel in der Anfangsphase einer Praxis. Die Zinsen werden bei dieser Form des Kredits immer erst dann fällig, wenn die Kreditsumme auch abgerufen wird. Das sorgt für eine gewisse Sicherheit, denn kein Arzt, der eine Praxis eröffnet hat, weiß, wie gut die Praxis anläuft. Für Existenzgründer werden Kontokorrentkredite bei vielen Banken zu günstigen Konditionen bereitgestellt und es lohnt sich, hier zu vergleichen.

Investitionen bei der Praxisübernahme

Wer die hohe Verschuldung einer Praxisneugründung vermeiden und die Praxis eines Kollegen übernehmen möchte, muss sich über die Erhaltungsinvestitionen Gedanken machen. Wer im Wettbewerb eine Chance haben will, der muss in eine ältere Praxis investieren, um seinen Patienten auch innovative Behandlungsmöglichkeiten bieten zu können. Das steigert den Wert der Praxis, ist aber leider auch mit teuren Anschaffungen verbunden. Wenn das medizinische Gerät veraltet ist oder nicht mehr den Standards entspricht und neu angeschafft werden muss, dann sollte das im Vorfeld sehr genau kalkuliert werden. Wie viele Untersuchungen im Jahr werden mit diesem Gerät gemacht, welcher Gewinn wird damit erzielt und wie rentabel ist die Neuanschaffung? Diese und viele andere Fragen sind wichtig, wenn es um die Finanzierung geht.

Bild: © Depositphotos.com / photographyMK

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

1 Kommentar

  1. Avatar
    existenzgründer

    Nicht nur junge Mediziner entscheiden sich, eine eigene Praxis zu gründen. Auch ältere Ärzte entscheiden sich dafür. Wer sich mit humanmedizinischer Ausbildung für eine Selbständigkeit in der eigenen Praxis entscheidet, ist Fachmann beziehungsweise Fachfrau, in der Regel mit reichlich Berufserfahrung. Es ist verhältnismäßig unkompliziert, einen Kredit für Zahnarzt-, Augenarzt- oder Hausarzt-Praxis zu bekommen, denn wirtschaftlich sind keine Schwierigkeiten zu erwarten. Vertragsärzte der gesetzlichen Krankenkassen haben doch von vornherein ausgesorgt. Rund 40 Milliarden Euro werden unter den in Deutschland tätigen Ärzten verteilt. Dazu kommt das, was sie mit Privatpatienten und dem Verkauf von (teilweise völlig unnötigen) Medikamenten, IGEL Leistungen & Co. dazu verdienen.
    Kein Wunder, dass sich die Deutsche Bank so interessiert gibt und Mediziner derart aufmerksam unterstützt. Wo Geld zu holen ist, sind sie da. Andere angehende Unternehmer gucken in die Röhre, wenn sie nicht entsprechende Sicherheiten (Eigentum, Lebensversicherungen oder wenigstens reiche Bürgen) anbieten können.

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