Septischer Schock – Ursachen, Verlauf, Prognose

Septischer-Schock---Ursachen-Verlauf-Prognose

Ein septischer Schock – das ist immer eine lebensgefährliche Situation, die in den meisten Fällen mit dem Tod endet. Der septische Schock ist immer das letzte Stadium einer Blutvergiftung, der Blutdruck fällt dramatisch ab, die Blutgefäße sind stark erweitert und sie sind nicht mehr in der Lage, die lebenswichtigen Organe, zu denen auch gehört, mit ausreichend Blut zu versorgen. Aber welche Ursache hat ein septischer Schock, wie wird er behandelt und wie hoch sind die Chancen, einen solchen Schock zu überleben?

Die Ursachen für einen septischen Schock

Jedem septischen Schock geht eine Blutvergiftung voraus. Im Körper sind Krankheitserreger unterwegs, die in die Blutbahn gelangt sind, und gegen die das Immunsystem nichts mehr ausrichten kann. In der Folge bilden sich dann kleine Blutgerinnsel, die entzündliche Reaktionen auslösen und im gesamten Körper, aber vor allem in den lebensnotwendigen Organen große Schäden anrichten. Dazu kommt ein weiteres Problem, denn die sogenannten Botenstoffe des Immunsystems weiten die Blutgefäße und unternehmen so einen Versuch, das Gewebe und die Organe auch weiterhin mit Blut versorgen zu können. Dieser Versuch ist eine natürliche, aber eine lebensgefährliche Reaktion, denn das ist schnell überfordert, weil sehr große Mengen Blut einfach in der Körperperipherie versacken. Das führt schließlich zu einem starken Blutdruckabfall und schließlich zu einem septischen Schock.

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Wer ist besonders gefährdet?

Ein septischer Schock ist für bestimmte Personengruppen eine lebensbedrohliche Angelegenheit. Häufig betroffen sind von allem diejenigen, deren Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert. Diese Patienten leben immer mit der großen Gefahr, dass Krankheitserreger in den Körper eindringen und dass das Immunsystem diesen Eindringlichen nichts entgegen zu setzen hat. Zu diesen Risikogruppen gehören , die unter Diabetes oder unter Krankheiten des Geschlechts- oder Harntrakts leiden. Auch HIV-Patienten und Menschen, die unter Leukämie leiden, haben ein geschwächtes Immunsystem. Patienten, die Implantate, einen Katheter, Stents oder Prothesen , müssen mit der Gefahr leben, aber auch die langjährige Einnahme von Antibiotika, Kortison und Chemotherapeutika schwächt das Immunsystem.

Welche Symptome sind möglich?

Ein septischer Schock hat unübersehbare Symptome. Die Betroffenen bekommen sehr hohes Fieber, auch in Verbindung mit Schüttelfrost. Bei sehr jungen und sehr alten Patienten kann es auch zu einer sogenannten Hyperthermie, einer gefährlichen Untertemperatur kommen. Die Patienten wirken verwirrt, sie haben eine beschleunigte Atmung und das Herz rast. Der allgemeine Zustand ist sehr schlecht und die färbt sich blass oder gräulich. Im weiteren Verlauf kann kein Urin mehr ausgeschieden werden und es kommt zu Nierenversagen, die Leber wird angegriffen und auch die Durchblutung wird immer schlechter, was letztendlich zu einem Herzinfarkt oder zu einem Schlaganfall führen kann.

Wie wird der Schock behandelt?

Wird ein septischer Schock diagnostiziert, dann zählt jede Minute. Patienten, die mit einem Schock in die Notaufnahme eingeliefert kommen, müssen intubiert, also künstlich beatmet werden. Dann werden die Ärzte versuchen, den Blutdruck mit Infusionen und Wirkstoffen, die die Gefäße verengen, wieder nach oben zu bringen. Es wird alles versucht, die Infektionsquelle zu beseitigen und den Körper des Patienten in seinem verzweifelten Kampf gegen die Infektion zu unterstützen. Wenn die ersten Maßnahmen greifen, dann werden die Patienten auf die Intensivstation gebracht. Sehr schwer wird der Kampf, wenn der Patient ein schwaches Immunsystem hat, denn wenn das der Fall ist, dann endet ein septischer Schock für rund 60 % der Betroffenen tödlich.

Wie sieht die Prognose aus?

Kommt es zu einem septischen Schock, dann besteht in jedem Fall Lebensgefahr und der Patient muss so schnell wie möglich, intensivmedizinisch versorgt werden. Wer einen solchen Schock überlebt, der muss mit langzeitigen Schäden rechnen, denn während des Schocks sind viele lebenswichtige Organe in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil schwer geschädigt worden. Das kann sich auch nach vielen Jahren noch bemerkbar machen.

Bild: © Depositphotos.com / ivelin

Ulrike Dietz