Ist eine Zyste am Eierstock ein Grund zur Sorge?

Ist eine Zyste am Eierstock ein Grund zur Sorge?

Wenn der Frauenarzt die Diagnose Zyste am Eierstock stellt, dann haben viele Frauen Angst, dass diese Zyste Krebs bedeuten könnte. Diese Sorge ist jedoch unbegründet, denn Zysten, die sich am Eierstock bilden, sind in der Regel harmlos und bilden sich meist von selbst wieder zurück. Zysten am Eierstock können angeboren sein, sie bilden sich auch unter bestimmten Umständen, füllen sich mit Wasser oder Gewebe und bereiten nur in den seltensten Fällen Beschwerden.

Nur wenige Millimeter groß

Eine sogenannte Ovarialzyste ist genau genommen nichts anderes als eine Blase, die nur wenige Millimeter groß ist. Die meisten Zysten am Eierstock werden zufällig während einer Ultraschalluntersuchung entdeckt und bilden sich in der Regel, wenn Mädchen in die Pubertät kommen. Auch während der Wechseljahre sind Zysten keine Seltenheit, da Frauen in den Wechseljahren starken hormonellen Schwankungen unterworfen sind, was das Wachstum der Zyste begünstigt. Mediziner nennen diese Zyste auch funktionelle Zysten, die in der Regel im Rahmen des weiblichen Zyklus auftreten, und zwar in verschiedenen Formen wie den Schokoladenzysten, den Follikelzysten oder Gelbkörper-Zysten.

Welche Symptome gibt es?

Ob eine Zyste am Eierstock Beschwerden bereitet, das hängt zum einen von der Größe der Zyste und zum anderen von möglichen Komplikationen ab. Sie kann zum Beispiel auf das umliegende Gewebe drücken, was zu Schmerzen im Rücken führen kann. Möglich sind auch Beschwerden beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Starke Schmerzen treten immer dann auf, wenn sich der Stiel der Zyste verdreht oder platzt, was auch Störungen im Menstruationszyklus zur Folge haben kann. Die Blutungen können dann unregelmäßig oder sehr stark sein oder sehr lange dauern. Nicht selten bleibt die Blutung dann ganz aus und die betroffenen Frauen haben andauernde Schmierblutungen. In eher seltenen Fällen kann es auch zu Störungen bei der Fruchtbarkeit kommen.

Möglichkeiten der Diagnosestellung

Wie bereits erwähnt, werden die meisten Zysten durch Zufall bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Wenn aber Schmerzen darauf hindeuten, dass es sich um eine Zyste handelt, dann wird der Arzt eine genaue Ultraschalluntersuchung machen, um die Größe und die Lage der Zyste bestimmen zu können. Besteht der Verdacht, dass es zu Komplikationen kommen könnte, dann wird eine Bauchspiegelung gemacht. Dieser Eingriff wird immer unter Vollnarkose durchgeführt. Der Arzt kann über drei kleine Schnitte in der Bauchdecke eine Kamera sowie chirurgische Instrumente in den Bauchraum einführen, um die Zyste aus der Nähe zu begutachten.

Wie wird eine Zyste am Eierstock behandelt?

Für die richtige Behandlung sind die Größe und die Art der Zyste am Eierstock entscheidend. Wenn die Zyste nicht allzu groß ist und keine Beschwerden verursacht, dann wird der Arzt sie weiter beobachten. In 90 % aller Fälle bildet sich diese Zyste am Eierstock von ganz alleine wieder zurück. Wenn das nicht der Fall ist und die Zyste vielleicht sogar wächst, dann kann eine medikamentöse Therapie mit Hormonen das Wachstum stoppen. Nur in seltenen Fällen muss eine Zyste am Eierstock auf operativem Weg entfernt werden.

Welche Komplikationen sind möglich?

Vor allem die großen Zysten, wie beispielsweise die Endometriosezysten, sind mitunter über einen beweglichen Stiel mit dem Eierstock verbunden. Dieser Gefäßstiel kann sich unter anderem durch eine ungeschickte Bewegung des Körpers verdrehen. Wenn das der Fall ist, dann wird die Versorgung der Zyste oder des umliegenden Gewebes mit Blut unterbrochen. Das kann starke Schmerzen zur Folge haben und die mangelnde Blutversorgung führt bei den betroffenen Frauen zu Übelkeit, Schweißausbrüchen und Erbrechen. Im schlimmsten Fall stirbt das Gewebe rund um die Zyste ab, was dann zu weiteren Komplikationen wie einer Bauchfellentzündung oder zu einer Blutvergiftung führen kann. Komplikationen dieser Art müssen immer operiert werden, und leider gibt es auch keine Garantie, dass sich anschließend keine neuen Zysten bilden.

Bild: © Depositphotos.com / dashakiseleva91.gmail.com

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Laura L.

    Es war so beruhigend zu lesen, dass sich die meisten Zysten von selbst wieder zurückbilden! Bei mir wurde vor kurzem bei einem Ultraschall zufällig mehrere Zysten entdeckt und ich habe große Angst, dass sie doch noch wachsen oder Probleme machen. Man denkt im ersten Moment sofort an Krebs. Was, wenn diese Dinger doch entarten und bösartig werden? Bisher bereiten sie mir zum Glück keine Schmerzen. Hoffentlich bleibt das so.

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