Akute lymphatische Leukämie – die häufigste Krebsart bei Kindern

Akute lymphatische Leukämie – die häufigste Krebsart bei Kindern

Leukämie gehört zu den Krebsarten, die besonders gefürchtet sind, aber auch zu den Krebsarten, bei denen es eine relativ gute Chance auf Heilung gibt. Der Blutkrebs wird in zwei Arten unterschieden, die ALL, die akute lymphatische Leukämie und die chronische lymphatische Leukämie, die CLL. Die akute Variante betrifft vor allem Kinder, während die chronische Form überwiegend bei älteren Menschen diagnostiziert wird. 80 % aller Fälle von akuter lymphatischer Leukämie betreffen Kinder, bei erwachsenen Menschen ist sie eher selten und tritt erst bei Menschen wieder auf, die bereits über 80 Jahre alt sind.

Was genau ist eine akute lymphatische Leukämie?

Wie bei der chronischen Form, so entarten auch bei der akuten Form die Zellen, die eigentlich zu sogenannten Lymphozyten heranwachsen sollen. Die Zellen, die den Krebs verursachen, sammeln sich im Knochenmark und dort zerstören sie dann die Lymphozyten, die noch im Wachstum begriffen sind und nehmen den Platz dieser Zellen ein. Der Grund, warum die Zellen die Lymphozyten angreifen und zerstören, ist bis heute nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass sowohl Gifte aus der Umwelt, Belastung durch radioaktive Strahlung und auch eine erbliche Veranlagung die Ursache sein könnten.

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Welche Symptome sind typisch für die Krankheit?

Im Unterschied zur chronischen lymphatischen Leukämie hat die akute Form keine lange Vorlaufzeit, sie beginnt vielmehr plötzlich und unvermittelt. Genauso schnell wie der Beginn, ist auch der Verlauf der Krankheit, trotzdem ist es nicht immer einfach, die richtige Diagnose zu stellen, da nicht alle Symptome direkt auf eine akute lymphatische Leukämie hinweisen. Die Betroffenen klagen zunächst über einen Leistungsabfall, sie leiden unter Atemnot und ihnen wird oft schwindelig. Kurze Zeit später kommen Fieber und starker Nachtschweiß dazu, die Patienten fühlen sich müde, erschöpft und sie verlieren rasant an Gewicht. In den meisten Fällen schwellen die Lymphknoten an und können ohne Probleme ertastet werden.

Wie erfolgt die Diagnose?

Wenn der Verdacht auf eine akute lymphatische Leukämie besteht, dann wird zunächst eine Blutuntersuchung gemacht, die darüber Auskunft gibt, in welchem Stadium die Krankheit ist. Für die weiterführende Untersuchung wird dem Patienten bei einer Punktion Knochenmark entnommen, denn auch das Knochenmark zeigt, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist. Untersucht wird zudem das Erbmaterial in den Zellen, die entartet sind, denn bei bestimmten Veränderungen in den Chromosomen der Zellen kann der Arzt den weiteren Verlauf der Krankheit erkennen.

Wie wird die Krankheit therapiert?

Handelt es sich um eine akute lymphatische Leukämie, dann ist es sehr wichtig, dass sofort mit einer intensiven Therapie begonnen wird. Das Ziel der Behandlung ist immer, eine größtmögliche Wirkung auf die Krebszellen auszuüben, und daher kommt eine Kombination aus unterschiedlichen Medikamenten zum Einsatz. Welche Therapie genau infrage kommt, das hängt immer vom Alter des Patienten und der Unterform der Leukämie ab. Grundsätzlich wird die aggressive Krankheit in mehreren Intervallen mit einer intensiven Chemotherapie behandelt. Nach dem Ende dieser Chemotherapie erfolgt eine zweite Chemo, die sogenannte Erhaltungstherapie, die sich über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren erstreckt.

Besondere Therapieformen

Neben der klassischen Chemotherapie gibt es noch weitere Therapien, die für die Behandlung von akuter lymphatischer Leukämie infrage kommen. Je nach Krankheitsverlauf kann auch eine gezielte Strahlentherapie den gewünschten Erfolg bringen. Wenn weder die Chemo- noch eine Strahlentherapie die gewünschte Wirkung haben, dann bleibt noch eine Stammzellen- oder Knochenmarktransplantation. Häufig werden diese Therapien erschwert, weil der passende Spender fehlt, auch Familienmitglieder wie Geschwister oder Eltern kommen nicht immer als Spender infrage. Wenn das der Fall ist, dann muss in der Datei der Stammzellenspender nach einem passenden Kandidaten gesucht werden, was mitunter sehr lange dauern kann.

Dank moderner Behandlungen und Therapien hat sich die Prognose bei akuter lymphatischer Leukämie in den letzten Jahren stark verbessert und viele Patienten konnten vollständig geheilt werden.

Bild: © Depositphotos.com / alliesinteract

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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