Ist der „Rinderwahnsinn“ wieder da?

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In den 1990er Jahren sorgte , salopp auch „Rinderwahnsinn“ genannt, weltweit für Schlagzeilen. Menschen haben sich damals ebenfalls infiziert und starben dann an Creutzfeldt-Jakob, einer Krankheit, die längst in Vergessenheit geraten ist. Jetzt sieht es so aus, als wäre die Krankheit wieder da, und zwar in einer ganz neuen Variante, die deutlich gefährlicher ist als der Vorgänger vor 20 Jahren.

Eine neue Form nachgewiesen

Wissenschaftler hatten es schon lange befürchtet, aber bisher konnten die Fallzahlen noch nicht richtig abgeschätzt werden, denn noch gibt es zu viele unbekannte Faktoren. Fest steht aber, dass es eine neue Variante von Creutzfeldt-Jakob gibt und das kann der Anfang einer neuen Krankheitswelle sein. Das befürchten nicht nur die Forscher des London, sondern auch Wissenschaftler der Universität von Göttingen.

Eine Therapie gibt es nicht

Winzig kleine, falsch gefaltete Eiweißmoleküle, die sogenannten Prionen, sind die Versucher der Creutzfeldt-Jakob Krankheit. Wenn diese Moleküle, zum Beispiel nach dem Genuss von eines Rindes, das an BSE erkrankt ist, in das wandern, dann hat das schreckliche Folgen. Wie bei einem Dominoeffekt werden alle Eiweißmoleküle falsch gefaltet und das lässt das Hirngewebe schließlich degenerieren. Gegen die Krankheit gibt es keinen Impfstoff und keine Therapie, sie endet immer tödlich.

In Deutschland gibt es noch keine Fälle

Bis jetzt sind die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass nur Menschen, die eine ganz bestimmte Kombination an Erbanlagen haben, an Creutzfeldt-Jakob erkranken können. Betroffen sind ca. 40 % der Bevölkerung, jetzt ist aber ein Mann an der Krankheit in England verstorben, der eine andere Erbanlage hatte. Diese Kombination ist deutlich weiter verbreitet als die alte Variante, sie betrifft praktisch jeden zweiten Menschen. In ist bisher noch kein Fall bekannt, der auf die neue Variante von Creutzfeldt-Jakob hindeutet, aber die Wissenschaftler sind alarmiert. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Krankheit ausbreiten wird, genaue Anhaltspunkte gibt es aber noch nicht.

Bild: © Depositphotos.com / vpardi

Ulrike Dietz