Fettleber – die häufigste Lebererkrankung in Deutschland

Fettleber – die häufigste Lebererkrankung in Deutschland

Steatosis hepatis oder einfach Fettleber – so heißt die in Deutschland besonders häufig vorkommende Erkrankung der Leber. Die Ursachen für die Verfettung der Leber sind vielschichtig und reichen von einer ungesunden Lebensführung über Medikamente bis hin zu übermäßigem Alkoholgenuss. Eine Fettleber kann aber auch als Nebenwirkung bei anderen Erkrankungen auftreten und da sie kaum Beschwerden verursacht, kann sie für die Betroffenen gefährliche und gravierende Folgen haben. Wie kann eine Fettleber verhindert werden? Wie wird sie behandelt und auf welche Symptome sollte man unbedingt achten?

Die drei Grade der Fettleber

Kommt es zu einer Fettleber, dann wird in den Leberzellen vermehrt Fett eingelagert. Im Normalfall liegt der Fettgehalt der Leber bei einem erwachsenen Menschen bei rund fünf Prozent, und um den übermäßigen Fettgehalt klassifizieren zu können, wird die Fettleber in drei unterschiedliche Grade eingeteilt:

  • Ist die Leber nur leicht verfettet, dann sind weniger als ein Drittel der Leberzellen betroffen.
  • Ist die Leber mäßig verfettet, dann sind weniger als zwei Drittel der Leberzellen betroffen, aber das verbliebene Drittel ist übermäßig verfettet.
  • Ist die Leber schwer verfettet, dann betrifft die Verfettung mehr als zwei Drittel der Leberzellen.

Im Anfangsstadium ist eine Fettleber zunächst einmal nicht gefährlich, denn durch eine passende Diät kann der Fettgehalt wieder abgebaut werden. Wird eine Fettleber jedoch über einen längeren Zeitraum nicht erkannt und nicht behandelt, dann kommt es zu einer schwerwiegenden Veränderung in der Struktur der Leber. Es kann zu einer Hepatitis, also einer Leberentzündung kommen und wenn die Leberzellen in großem Umfang Bindegewebe bilden, das dann vernarbt, dann kommt es zu einer gefährlichen Leberzirrhose.

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Die Ursachen der Leberverfettung

In Deutschland leiden rund 20 % der Bürger unter einer Fettleber und die meisten Betroffenen sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Allerdings sollte eine Verfettung der Leber nicht als eine Krankheit gesehen werden, die nur ältere Menschen trifft, denn auch Jugendliche und sogar Kinder können eine Fettleber bekommen. Bei den Ursachen unterscheidet die Medizin zwischen einer alkoholischen und einer nicht-alkoholischen Form der Fettleber. Bei der alkoholischen Fettleber ist der Name praktisch Programm, denn hier sind die Ursachen im übermäßigen Genuss von Alkohol zu finden. Die nicht-alkoholische Form wird auch als sogenannte „Wohlstandskrankheit“ bezeichnet, denn hier sind die Ursachen in einem ungesunden Lebenswandel zu finden.

Frauen sind deutlich häufiger von einer Fettleber betroffen und fast alle, die unter dieser Erkrankung leiden, haben Übergewicht. Jeder zweite Patient mit Fettleber hat zudem Diabetes oder stark erhöhte Fettwerte im Blut. Neben diesen Ursachen gibt es noch weitere Auslöser für eine Fettleber, wie zum Beispiel eine Diät mit hohem Gewichtsverlust, ein Defekt der Bauchspeicheldrüse oder entzündliche Erkrankungen des Darms. Auch bestimmte Medikamente können für eine Fettleber verantwortlich sein. Synthetische Östrogene oder auch Steroide lassen die Leber verfetten und wenn der Dickdarm entzündet ist, dann kann das ebenfalls für eine Verfettung der größten Drüse des Körpers sorgen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wenn der Verdacht besteht, dass die Leber verfettet sein könnte, dann wird der Arzt zunächst versuchen, das vergrößerte Organ zu ertasten, um den Umfang der Leber abschätzen zu können. Dann wird eine genaue Blutuntersuchung gemacht, um die Leberwerte zu bestimmen. Der Arzt richtet dabei sein Augenmerk auf die Leberwerte Gamma-GT, GPT und GOT. Anhand der Blutwerte kann der Arzt sehen, wie stark die Leber geschädigt ist und ob es schon zu einer Leberzirrhose gekommen ist. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann Aufschluss darüber geben, in welchem Umfang die Leber Schaden genommen hat. Auf dem Bildschirm erscheint die Leber hell, das verfettete Gewebe hingegen ist dichter und erscheint damit dunkler.

Eine weiterführende Untersuchung ist die sogenannte Leberbiopsie. Der Arzt entnimmt dabei mit einer sehr dünnen Hohlnadel eine kleine Probe des Gewebes der Leber, die anschließend histopathologisch in einem Labor unter dem Mikroskop untersucht wird. Der Patient wird für diese Untersuchung örtlich betäubt und hat keinerlei Schmerzen.

Welche Formen der Behandlung gibt es?

Wenn die Diagnose Fettleber feststeht, dann ist es sehr wichtig, die Ursache zu finden, denn sie ist für die Behandlung von großer Bedeutung. Da es keine spezifische Therapie gibt, muss die Ursache beseitigt werden, die die Erkrankung ausgelöst hat. So lässt sich das Fett aus den Leberzellen abbauen, wenn der Lebensstil nachhaltig geändert wird. Die Betroffenen müssen ihr Gewicht reduzieren, mehr Sport treiben und auf Alkohol komplett verzichten. Eine fettarme Ernährung ist die Basis, um das Fett wieder loszuwerden, aber auch der Blutzucker, der Blutdruck und die Blutfettwerte müssen von einem Arzt exakt eingestellt werden. Wenn Medikamente die Verfettung der Leber ausgelöst haben, dann wird über geeignete Alternativmittel nachgedacht.

Hat sich bereits eine Leberzirrhose gebildet, dann geht es primär darum, die Komplikationen, die in diesem Zusammenhang auftreten können, effektiv zu behandeln. In diesem Fall muss die Leber regelmäßig kontrolliert werden, denn nur so kann Leberkrebs frühzeitig erkannt werden, der sich häufig aus einer Zirrhose entwickelt. Ist das Gewebe der Leber jedoch vollkommen zerstört, dann kann die Leber nicht mehr heilen, sie muss mit einer Transplantation durch eine neue, gesunde Leber ersetzt werden.

Der Krankheitsverlauf und die Prognosen

Welche Prognose die Betroffenen erwartet, ist immer davon abhängig, zu welchem Zeitpunkt die Fettleber diagnostiziert wird und ob es sich um eine alkoholbedingte Erkrankung handelt. Wenn Alkohol die Ursache ist, dann stehen die Prognosen schlechter als bei einer nicht-alkoholischen Erkrankung. Generell handelt es sich jedoch immer um eine gutartige Erkrankung, die allerdings schnell behandelt werden muss, damit die Leber vollständig ausheilen kann. Werden die Lebensführung und die Ernährung der Krankheit angepasst, dann kann sich die Leber nicht nur wieder erholen, sie kann sich auch regenerieren.

Das gilt allerdings nur dann, wenn es sich um eine Fettleber handelt, bei einer Leberzirrhose ist eine Heilung nicht mehr möglich. Die Leberzellen sind im Fall einer Zirrhose unrettbar zerstört und das Narbengewebe, was sich anstelle von gesundem Gewebe bildet, ist für die Funktion der Leber völlig nutzlos. Daher ist es immer sehr wichtig, eine verfettete Leber so schnell wie möglich, zu behandeln.

Oftmals reicht es aus, weniger Fett zu essen, mehr Sport zu treiben und keinen Alkohol mehr zu trinken, um die Leber vor der Verfettung zu schützen. Wenn die Leber versagt, dann kann das nämlich den Tod bedeuten.

Bild: © Depositphotos.com / rob3000

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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