Ausbleiben der Periode

Ausbleiben der Periode

Das Ausbleiben der Periode: Gründe und Maßnahmen

Die Periode bleibt aus – für viele Frauen kann dies nur eine Bedeutung haben: Sie sind schwanger. Auch wenn dies ein häufiger Grund für das Ausbleiben der Periode ist, ist es keinesfalls die einzige Ursache dafür. Eine unregelmäßige Periode, die zum Teil auch gänzlich ausbleibt, kann viele verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten davon sollen im folgenden Beitrag genauer beschrieben werden.

Das Ausbleiben der Periode wird in der Sprache der Medizin auch als Amenorrhö bezeichnet. Man besteht darunter, dass die Monatsblutung, die den Beginn eines neuen Zyklus darstellt, komplett ausbleibt. Diese Definition ist wichtig, um Amenorrhö von einer unregelmäßigen Periode zu unterscheiden. Um dem Ausbleiben der Periode entgegenzuwirken, ist es dennoch wichtig, eine regelmäßige Periode zu unterstützen. Hierfür ist es notwendig, dass Frauen ein paar Dinge beachten.

Bedeutet das Ausbleiben der Periode immer gleich Schwangerschaft?

Auch wenn es der erste Gedanke der meisten Frauen ist: Das Ausbleiben der Periode muss noch lange nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Es gibt etliche andere Gründe, die zum Teil temporärer und krankheitsbedingter Natur sind. Prinzipiell ist eine gelegentlich unregelmäßige Periode oder das einmalige Ausbleiben der Periode kein Grund zur Sorge. Erst, wenn die Periode mehrmals ausbleibt oder sich überhaupt keine Gleichmäßigkeit beim Zyklus einstellt, ist es empfehlenswert, sich an einen Gynäkologen zu wenden. Dieser kann dann die genauen Gründe für das Ausbleiben der Periode herausfinden. Generell sollten Sie nach dem Ausbleiben der Periode immer zuerst eine Schwangerschaft ausschließen. Herkömmliche Schwangerschaftstests können ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode benutzt werden, um eine Schwangerschaft zu bestätigen oder auszuschließen. Wenn keine Schwangerschaft vorliegt, kann das Ausbleiben der Periode folgende andere Gründe haben:

  • Stillen
  • Psychische Belastungen
  • Physische Belastungen
  • Unter- oder Übergewicht
  • Absetzen der Antibaby-Pille
  • Hormonstörungen
  • Verfrühte Menopause

Diese sieben möglichen Gründe für das Ausbleiben der Periode sollen nun genauer beschrieben werden,

Stillen – Wenn Hormone den Eisprung hemmen

Frauen, die stillen, produzieren das Hormon Prolaktin. Dieses ist für die Milchbildung zuständig und spielt daher eine wesentliche Rolle beim Still-Prozess. Dabei gilt: Je häufiger eine Frau stillt, desto mehr Prolaktin produziert ihr Körper. Das Hormon ist jedoch nicht nur an der Milchbildung beteiligt, sondern sorgt auch für eine Einschränkung der Eizell-Reifung. Dies hat die Folge, dass es nicht zum Eisprung und damit auch nicht zur Periode kommt. Aus diesem Grund leiden stillende Frauen so lang unter dem Ausbleiben der Periode, bis sie abstillen. Erst dann kann es wieder zum regulären Eisprung und schließlich auch zur regelmäßigen Monatsblutung kommen.

Psychische Belastungen – Wenn der Geist überfordert ist

Unter psychischen Belastungen versteht man in erster Linie Stress. Doch auch Reisen mit großen Zeitverschiebungen, Sorgen, Ängste, Trauer oder familiäre Belastungen können für das Ausbleiben der Periode verantwortlich sein. All diese Faktoren haben nämlich einen großen Einfluss auf den sensiblen Hormonhaushalt und begünstigen eine unregelmäßige Periode beziehungsweise das Ausbleiben der Monatsblutung.

Um den Zyklus und die Periode wieder in einen regelmäßigen Rhythmus zu bringen, ist es wichtig, psychische Störfaktoren zu minimieren. An erster Stelle stehen hierbei das Einlegen regelmäßiger Ruhephasen und das Akzeptieren neuer Lebensumstände. Auf diese Weise wird das Ausbleiben der Periode effektiv behandelt.

Physische Belastungen – Wenn der Körper an seine Grenzen stößt

Besonders Leistungssportlerinnen leiden häufig unter einer unregelmäßigen Blutung beziehungsweise dem Ausbleiben der Periode. Der Grund hierfür ist, dass die permanente und extreme Belastung den Organismus unter Druck setzt und ihn stresst. Dieser reagiert wiederum mit dem Ausbleiben des Zyklus – wohlwissend, dass eine Schwangerschaft unter solch extremen Umständen sehr riskant ist.

Unter – oder Übergewicht – Wenn sich der Körper stark verändert

Ganz ähnlich verhält es sich im Fall von extremen Unter- oder Übergewicht. Auch hier stellt der Körper fest, dass die Umstände wenig förderlich für eine Schwangerschaft ist und reagiert mit einem unregelmäßigen Zyklus und dem Ausbleiben der Periode. Auch die Veränderung des Hormonspiegels ist daran beteiligt, dass die Periode im Fall von Über- oder Untergewicht ausbleiben kann. Besonders Magersucht und Bulimie und das damit verbundene extreme Untergewicht ist ein häufiger Grund dafür, dass die Periode ausbleibt.

Absetzen der Antibaby-Pille – Wenn sich der Organismus neu einstellen muss

Das Absetzen der Antibaby-Pille ist öfter mit einer unregelmäßigen Periode verbunden. Dennoch kann es auch ein Grund für das Ausbleiben der Periode sein. Das liegt daran, dass sich der Körper erst einmal an die hormonelle Umstellung gewöhnen und zu seinem natürlichen Rhythmus zurückfinden muss. Das kann eine Weile dauern – schließlich hat die Antibaby-Pille Monat für Monat eine Schwangerschaft vorgegaukelt und somit den Eisprung unterdrückt.

Hormonstörungen – Wenn der Körper verrücktspielt

Der weibliche Zyklus wird wesentlich durch verschiedene Hormone bestimmt. Geraten diese in ein Ungleichgewicht, sind häufig Unregelmäßigkeiten oder das Ausbleiben der Periode die Folge. Besonders häufig spielen hierbei ein Mangel an weiblichen oder ein Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen eine Rolle. Die Gründe hierfür sind vielfältig und häufig durch eine Krankheit bedingt. Darum sind hormonelle Störungen als Ursache für eine unregelmäßige Periode oder das gänzliche Ausbleiben immer ein Grund, um zum Arzt zu gehen. Nicht selten stellt dieser auch eine Veränderung der Eierstöcke als Grund für die Hormonstörung und das damit verbundene Ausbleiben der Periode fest. Eine dieser Veränderungen wird als PCO-Syndrom beschrieben.

Das PCO-Syndrom, auch Polyzystische Ovar-Syndrom genannt, beschreibt die Bildung übermäßig vieler Zysten an den Eierstöcken. Diese führen dazu, dass der Eisprung unregelmäßig oder gar nicht stattfindet. Das Resultat ist eine unregelmäßige Periode beziehungsweise das Ausbleiben dieser. Behandlungsmaßnahmen des PCO-Syndroms sind unter anderem:

  • Antiandrogene Antibaby-Pille
  • Ernährungsumstellung
  • Körperliche Aktivitäten
  • Operative Behandlung

Verfrühte Menopause – Wenn die Wechseljahre zu früh eintreten

Neben einer Schwangerschaft sind die Wechseljahre der zweite natürliche Grund  für das Ausbleiben der Periode. Die Menopause, die bei den meisten Frauen ab dem 50. Lebensjahr eintritt, sorgt dafür, dass die  Eierstöcke die Produktion von Hormonen einstellt. Eine Folge davon ist, dass die Periode zunächst immer schwächer und unregelmäßiger wird und schließlich gänzlich ausbleibt.

Es gibt Frauen, bei denen die Menopause verfrüht eintritt. Dies kann ab dem 35. Lebensjahr der Fall sein. Wenn der Verdacht einer verfrühten Menopause in Kombination mit dem Ausbleiben der Periode besteht, sollte man sich auf jeden Fall an seinen Frauenarzt wenden.

Was tun, wenn die Periode ausbleibt?

Zu allererst ist es empfehlenswert, sowohl eine Schwangerschaft als auch das Einsetzen der Menopause auszuschließen. Bei diesen beiden Faktoren handelt es sich um die natürlichen Gründe für das Ausbleiben der Periode. Kann beides ausgeschlossen werden, gilt es, herauszufinden, was der Grund für die unregelmäßige Periode ist. Kennt man den Grund, sollte man ihn beseitigen.

Wie eingangs bereits angedeutet, ist es wichtig, dass jede Frau um einen regelmäßigen Zyklus bemüht ist. Dieser wird erreicht, indem man gewisse Faktoren wie Stress, Belastung und häufige Veränderungen einschränkt. Frauen, die einen regelmäßigen Zyklus haben, leiden wesentlich seltener unter dem Ausbleiben der Periode.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass man starke Gewichtsschwankungen vermeidet und um ein Normalgewicht bemüht ist. Generell ist es immer gut, wenn dem Körper ausreichend Möglichkeiten der Entspannung geboten werden. Aus diesem Grund begünstigen folgende Punkte eine regelmäßige Periode:

  • Sportliche Aktivitäten
  • Gesunde Ernährung
  • Ausreichend und regelmäßiger Schlaf
  • Spezielle Zyklustees mit Rosmarin, Beifuß, Salbei und Holunderblüten

Wenn sich trotz der oben stehenden Maßnahmen keine regelmäßige Periode einstellt beziehungsweise diese mehrere Monate hintereinander ausbleibt, sollte auf jeden Fall eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden, um Krankheiten zu diagnostizieren beziehungsweise diese auszuschließen. Wurde eine Krankheit als Grund für die ausbleibende Blutung erkannt, sind verschiedene spezielle Behandlungsmaßnahmen notwendig. Allerdings sei abschließend nochmals betont, dass Krankheiten nur selten der Grund für das Ausbleiben der Periode sind.

Bild: © Depositphotos.com / Khakimullin

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Autor(in)

Maik Justus

Maik Justus ist 28 Jahre jung, aus Lübbecke und Vater von 3 Kindern. Er selbst hat bereits sehr viel Erfahrung im Gesundheitsbereich und schreibt, gemeinsam mit anderen Autoren, in diesem Gesundheitsportal.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Britta

    Schöner Artikel! Wenn die Blutung ausbleibt, ist das immer ein erstes Warnsignal des Körpers, vielen Dank für die Informationen!

    Reply

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