Gebärmutterhalskrebs – der tückische und bösartige Krebs

Gebärmutterhalskrebs – der tückische und bösartige Krebs

Viele Krebsarten sind zu Recht gefürchtet, da sie extrem bösartig und besonders tückisch sind, der Gebärmutterhalskrebs gehört zu diesen Krebsarten. In der Liste der Krebsarten, die Frauen befallen, steht das Zervixkarzinom an dritter Stelle, denn jedes Jahr sterben weltweit rund eine halbe Million Menschen an diesem Krebs. In der Regel wird der Krebs, der nur den Hals der Gebärmutter befällt, durch HPV-Viren ausgelöst und seit der Ursprung bekannt ist, wurde dem Gebärmutterhalskrebs viel von seinem Schrecken genommen.

Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?

Beim Gebärmutterhalskrebs handelt es sich um eine bösartige Wucherung der Zellen. Der Gebärmutterhals liegt zwischen dem Gebärmutterkörper und der Scheide, und durch den Hals der Gebärmutter gelangen beim Geschlechtsverkehr die Spermien aus der Scheide in die Höhle der Gebärmutter. Von innen wird der Gebärmutterhals von einer Schleimhaut überzogen, die sich aber von der Schleimhaut der Gebärmutterhöhle unterscheidet. Dort, wo die eine Schleimhaut in die andere übergeht, kann es leicht zu einer Veränderung der Zellen kommen und wenn diese Zellen bösartig sind, dann entwickelt sich dort Gebärmutterhalskrebs.

Die Gefahr durch das HPV-Virus

Lange Zeit war nicht bekannt, warum sich ein Zervixkarzinom bildet, heute weiß man, dass es Viren sind, die den Krebs auslösen können. Die Viren sind ausgesprochen aggressiv, sie greifen in die Zellenabläufe ein und schädigen das Erbgut einer Zelle. Auf diese Art wird die Entstehung des Krebses im Hals der Gebärmutter massiv vorangetrieben. Das Humane Papillomavirus (HPV) vermehrt sich in den Zellen und löst dann einen bösartigen Tumor aus. Aber es gibt eine Möglichkeit, das HPV-Virus zu bekämpfen, denn eine Impfung kann vor allem junge Frauen effektiv vor einer gefährlichen Infektion schützen.

Wie wird das Virus übertragen?

Das HPV-Virus wird fast immer durch Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome stellen kaum einen sicheren Schutz dar, schon einfacher ein Hautkontakt im Intimbereich reicht aus, um das Virus zu übertragen. Geschätzt infizieren sich 20 bis 30 % aller Frauen zwischen 20 und 30 Jahren einmal mit dem Virus. Allerdings entwickelt sich nicht bei jeder Frau zwangsläufig auch Gebärmutterhalskrebs. Im Zusammenhang mit dem Virus gibt es einen weiteren Risikofaktor und das ist das Rauchen. Giftstoffe im Tabak können sich im Gewebe des Gebärmutterhalses ablagern und das macht das Gewebe anfälliger für die angreifenden Viren. Frauen, die häufig den Geschlechtspartner wechseln, erhöhen ihr Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, aber auch mangelnde Intimhygiene bietet dem Virus eine Angriffsfläche.

Die Diagnose

Um den Gebärmutterhals vor Krebs zu schützen, ist es wichtig, die Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wahrzunehmen. Junge Frauen sollten sich zudem impfen lassen, denn die Immunisierung ergänzt die Vorsorgeuntersuchung. Die Krankenkassen bezahlen die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, bei denen der Arzt einen Abstrich macht und den Gebärmutterhals mithilfe eines Vergrößerungsglases untersucht. Anschließend wird das Gewebe entweder mit einer Essig- oder mit einer Jodtinktur betupft, denn an der unterschiedlichen Verfärbung kann der Arzt schnell erkennen, ob es sich um gesundes oder um krankes Gewebe handelt. Besteht der Verdacht, dass das Gewebe krank sein könnte, dann wird eine Biopsie gemacht, der Arzt entnimmt eine Probe des Gewebes und lässt es dann in einem Labor untersuchen. Bestätigt sich der Verdacht, dann wird mit Ultraschall und Röntgen geprüft, ob sich bereits Metastasen, also Tochtergeschwüre gebildet haben.

Wie wird der Krebs behandelt?

Wird nur eine leichte Veränderung festgestellt, dann heißt es abwarten, ob die Zellveränderung von alleine wieder verschwindet. Handelt es sich jedoch um kleine und oberflächliche Tumore, dann wird ein operativer Eingriff notwendig, bei dem der Tumor mit dem umliegenden Gewebe entfernt wird. Da der Hals der Gebärmutter sehr fragil ist, raten Ärzte in diesen Fällen den Patienten, innerhalb der nächsten sechs Wochen nicht schwanger zu werden. Bei größeren Tumoren wird die komplette Gebärmutter entfernt und um kein Risiko einzugehen, kann eine Chemotherapie folgen.

Bild: © Depositphotos.com / vchalup2

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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