Die Angst vorm Zahnarzt und wie sie bekämpft werden kann

Die Angst vorm Zahnarzt und wie sie bekämpft werden kann

Der Blutdruck steigt, die Hände zittern, die Knie werden weich und auf der Stirn sammelt sich der Angstschweiß – dieses Szenario kennen viele Menschen, wenn sie nur an einen Besuch beim Zahnarzt denken. Viele Menschen leben mit schlechten Zähnen, weil die Angst einfach viel größer ist als der Wunsch, wieder unbeschwert lächeln zu können. Dentalphobie heißt die Angst vor dem Zahnarzt mit medizinischem Namen, aber gegen diese Phobie kann man etwas unternehmen. Dem Zahnarzt stehen einige wirksame Mittel zur Verfügung, um seinen Patienten die Angst zu nehmen.

Angstfrei mit Lachgas

Die moderne Zahnmedizin von heute hat im Grunde nichts mehr, was furchterregend ist, aber trotzdem haben viele ein ungutes Gefühl, wenn der Bohrer surrt. Wenn die Angst besonders groß ist, dann kann unter anderem die Lachgassedierung helfen, eine Form der Narkose, die gut verträglich ist und sich seit Jahrzehnten bewährt hat. Auch wenn der Name es vielleicht vermuten lässt, keiner bricht nach dem Einatmen von Lachgas in schallendes Gelächter aus, der Patient bekommt lediglich das Gefühl, angstfrei zu sein, er wird gleichgültig und ist entspannt. Der Vorteil des geruchlosen und leicht süß schmeckenden Gases ist, dass der Körper es zwar sehr schnell aufnimmt, es aber nicht verarbeitet, es bleibt kein Lachgas im Organismus zurück.

Wie funktioniert die Narkose?

Vor der Behandlung bekommt der Patient eine Maske aus Silikon über Nase und Mund, durch die er tief ein- und wieder ausatmen kann. Die Sedierung beginnt mit der Gabe von Sauerstoff, erst dann kommt das Lachgas, dessen Konzentration im Verlauf der Behandlung langsam gesteigert wird. Die Dosis hängt vom Patienten ab, denn erst wenn er sich entspannt und wenig realitätsfern fühlt, dann beginnt die eigentliche Arbeit des Zahnarztes. Ist die Behandlung beendet, dann wird das Lachgas zurückgefahren und der Patient atmet wieder reinen Sauerstoff. Während der Sedierung werden permanent die Sauerstoffsättigung und auch der Puls kontrolliert, nur in sehr seltenen Fällen kann es zu leichtem Schwindel und Unwohlsein kommen. Fünf bis zehn Minuten nachdem die Lachgaszufuhr beendet wurde, ist der Patient wieder klar.

Lachgas oder Vollnarkose?

Menschen, die nicht nur mit Angst, sondern auf einen Zahnarztbesuch mit Panik reagieren, können sich mit den Gedanken an eine Vollnarkose anfreunden, wenn es um die Zahnbehandlung geht. Viele bedenken in diesem Zusammenhang aber nicht, dass eine Vollnarkose sehr aufwendig ist und für den Körper immer eine große Belastung bedeutet. Wird eine Vollnarkose gemacht, dann muss ein Anästhesist, also ein Narkosearzt anwesend sein, der das Narkosemittel injiziert und den Patienten während der Behandlung ständig überwacht. Dazu kommt, dass der Patient künstlich über die Nase beatmet wird und nachdem er aus der Narkose erwacht ist, noch einige Stunden in der Praxis des Zahnarztes bleiben muss. Wird mit Lachgas sediert, dann bleibt der Patient ansprechbar und kann wieder mit dem eigenen Auto nach Hause fahren, nachdem die Wirkung des Lachgases abgeklungen ist.

Kindern die Angst vor dem Zahnarzt nehmen

Bei Kindern, die Angst vorm Zahnarzt haben, ist eine Sedierung mit Lachgas ebenfalls eine gute Wahl. Viele Kinder haben Angst vor dem Zahnarzt, teils weil sie schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben, teils aber auch, weil sie die Angst von ihren ebenfalls ängstlichen Eltern oder Geschwistern „übernommen“ haben. Um Kindern die Angst zu nehmen, sollten die Eltern einen Arzt wählen, der sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert hat. Im Vorfeld der eigentlichen Behandlung zeigt der Zahnarzt dem kleinen Patienten die Instrumente und erklärt ihnen, wie sie funktionieren, und wofür sie verwendet werden. Wenn die Angst trotzdem sehr groß ist und eine etwas aufwendigere Behandlung ansteht, dann ist eine kurze Sedierung mit Lachgas ideal, da es den kindlichen Körper nicht belastet und die Angst vor dem Zahnarzt nimmt.

Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

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Autor(in)

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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