„Who wants to live forever“ sang schon Freddie Mercury mit der unvergessenen Popgruppe Queen. Wer will für immer leben? Solange die Rahmenbedingungen stimmen, vermutlich ein Großteil der Bevölkerung.
Ewiges Leben, dazu Gesundheit – der ewige Traum der Menschheit. Bis jetzt hat sich dieser Wunsch nicht erfüllt, trotz aller Forschungen in eben diesem Bereich. Eine neue Studie scheint die Unmöglichkeit jetzt zu bestätigen: So hat eine umfassende Auswertung von Geburts- und Sterbedaten aus 40 Ländern zusammen mit statistischen Erhebungen ergeben, dass ein Alter von 125 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach die absolute Obergrenze für das Lebensalter eines Menschen ist. Dieses Alter wurde bereits erreicht – wenn auch nur in seltenen Einzelfällen.
Zwar könnte die Weiterentwicklung im medizinischen Bereich zu einer Anhebung des durchschnittlichen Lebensalters führen – hierbei muss vor allem eine zukünftige Heilung von Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, AIDS und Parkinson in Betracht gezogen werden. Eine effektive Therapie dieser Erkrankungen würde gleichzeitig das Sterbealter im Durchschnitt erhöhen. Daneben müssen – bis jetzt noch utopische – Möglichkeiten der Gentechnologie bedacht werden: Auch hier könnte eventuell durch bestimmte Manipulationen der Erbinformation dem eigentlich vorprogrammierten Zelltod entgegengewirkt werden.
Organismen, die ewig leben
Die Natur hat solche ewigwährenden Leben durchaus vorgesehen: Eine antarktische Schwammart lebt nachweislich bereits seit über 10000 Jahren. Bestimmte Einzeller sind streng genommen auch unsterblich, denn sie teilen sich immerfort weiter. Ihr Überleben kann nur durch eine komplette Veränderung der äußeren Lebensbedingungen verhindert werden – also wenn diese Rahmenbedingungen komplett wegfallen.
Im Gegensatz zum Menschen sind diese Lebewesen aber in ihren Lebensprozessen stabil. Im Gegensatz dazu sind menschliche Zellen quasi zum Selbstmord „programmiert“ – ihr Tod lässt sich auch durch die Methoden der heutigen Medizin nicht abwenden oder aufhalten.
Rein biologisch haben Organismen mit langer Lebensdauer nur begrenzt Sinn, denn: Für die Natur spielt das Alter nur eine sekundäre Rolle. Primäres Ziel ist immer der Fortbestand der Art – und solange die gewährleistet wird, ist die Lebensdauer des Individuums völlig unwichtig.
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Häufige Fragen
Ist unsterbliches Leben für den Menschen möglich?
Derzeit gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Menschen unsterblich werden können. Studien deuten darauf hin, dass 125 Jahre das maximale Lebensalter für Menschen ist.
Was sagt die Forschung über das maximale Lebensalter?
Eine umfassende Auswertung von Geburts- und Sterbedaten hat ergeben, dass 125 Jahre wahrscheinlich die Obergrenze für das menschliche Lebensalter ist.
Könnte die Medizin das Lebensalter erhöhen?
Zukünftige medizinische Fortschritte, insbesondere in der Heilung von Krankheiten wie Krebs und Alzheimer, könnten das durchschnittliche Lebensalter erhöhen.
Was sind die biologischen Grenzen des menschlichen Lebens?
Menschliche Zellen sind biologisch so programmiert, dass sie einen natürlichen Tod sterben, was durch aktuelle medizinische Methoden nicht aufgehalten werden kann.
Gibt es Organismen, die unsterblich sind?
Ja, einige Einzeller und bestimmte Schwämme leben über tausende Jahre und können als unsterblich betrachtet werden, solange ihre Lebensbedingungen stabil bleiben.
Wie beeinflusst die Gentechnologie die Lebensdauer?
Zukünftige Gentechnologien könnten theoretisch den programmierten Zelltod beeinflussen, jedoch sind diese Möglichkeiten derzeit noch utopisch.
Warum ist das Alter für die Natur unwichtig?
Für die Natur ist der Fortbestand der Art entscheidend; das individuelle Lebensalter spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Was könnte die Lebensdauer des Menschen verlängern?
Die Heilung von chronischen Krankheiten und Fortschritte in der Gentechnologie könnten potenziell die Lebensdauer des Menschen verlängern.
Wie steht es um die Gesundheit im Alter?
Ein längeres Leben könnte nur dann sinnvoll sein, wenn auch die Gesundheit im Alter erhalten bleibt, was durch medizinische Fortschritte angestrebt wird.
Was sind die Herausforderungen der Unsterblichkeit?
Die Herausforderungen liegen in der biologischen Programmierung des Zelltods und der Notwendigkeit, Krankheiten effektiv zu behandeln, um ein gesundes Leben zu gewährleisten.
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