Morbus Crohn: Wenn der Darm nicht nach Plan funktioniert

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Obwohl Morbus Crohn in Deutschland rund 300.000 Menschen betrifft, ist die Krankheit im Allgemeinen eher unbekannt. Menschen, die an Morbus Crohn leiden, sind vor allem schubweise betroffen: Die Symptome treten in aller Regel nicht kontinuierlich auf, sondern in zeitlichen Abständen. Diese Schübe sind chronisch und nicht effektiv behandelbar – eine Tatsache, die den Betroffenen ein „normales“ Alltagsleben so gut wie unmöglich macht, denn: Die Schübe sind weder vorhersehbar noch zuverlässig planbar.

Ein ist primär durch starke Beschwerden im Darmbereich gekennzeichnet. Hierbei kommt es zu anhaltenden Durchfällen, die von schmerzhaften Krämpfen begleitet sind. Die Dauer eines Schubes ist genauso unberechenbar wie sein Auftreten: Einige Patienten sind nur wenige Tage betroffen, während andere über wochenlange Beschwerden berichten.

Behandlung von akutem Morbus Crohn

Sobald sich ein Schub von Morbus Crohn bemerkbar macht, sollten Patienten ärztliche Hilfe hinzuziehen. Zwar ist eine ursächliche Behandlung nicht möglich; dennoch können Medikamente dafür sorgen, dass die Symptome leichter zu ertragen sind und auf der anderen Seite der , der durch die anhaltenden Durchfälle verursacht wird, ausgeglichen wird.

Zum Einsatz kommen hier bevorzugt Kortison und andere Entzündungshemmer, während die verloren gegangenen Reserven an und Vitaminen bzw. Mineralstoffen oft durch Aufbaupräparate wiederhergestellt werden.

Ursachen von Morbus Crohn

Die Ursachen von Morbus Crohn sind noch nicht abschließend geklärt. Genetische Faktoren scheinen genauso eine Rolle zu spielen wie psychische Auslöser. Auch Autoimmunmechanismen stehen im Verdacht, den Ausbruch von Morbus Crohn entscheidend mitzubestimmen. Eine neue Studie scheint nun deutlich zu zeigen, dass ein Pilz (Candida tropicalis) als Ursache der Erkrankung in Frage kommt.

Die Forschungsergebnisse haben ergeben, dass gerade bei Morbus Crohn-Patienten der Pilz vermehrt anzutreffen ist. Candida tropicalis verursacht – unabhängig von seiner Beteiligung bei Morbus Crohn – Infektionen und Durchfallerkrankungen. Bei einer potenziellen genetischen Veranlagung ist der Pilz scheinbar in der Lage, weitergehende Erkrankungen auszulösen.

Die Zukunft der Behandlungsmethoden

Sollte sich der Zusammenhang bestätigen, stehen Betroffenen neue Wege gegen die chronische Darmkrankheit offen. So dürfte vor allem der Einsatz von neuen eine entscheidende Wende nach sich ziehen und das primäre Ziel der Erhaltung von Lebensqualität in greifbare Nähe rücken.

Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

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