Warm, aber ungesund: Heizungsluft als Krankmacher?

Warm, aber ungesund: Heizungsluft als Krankmacher?

Der Temperatursturz der letzten Tage hat in einigen Gegenden bereits dazu geführt, dass die ersten Haushalte die Heizperiode eingeläutet haben. Gerade abends und in den Morgenstunden ist die Luft so frisch, dass zumindest eine warme Stube gegen die Kälte helfen soll.

Gleichzeitig ist das für viele Menschen mit Lungenproblemen der Startschuss einer quälenden Jahreszeit: Oftmals verschlechtern sich bereits vorhandene Symptome mit der Benutzung von Heizung oder Kamin und sorgen für insgesamt suboptimale gesundheitliche Bedingungen.

Wie lässt sich das umgehen? Und wie lässt sich „gesund“ heizen?

1. Trockene Luft vermeiden!

Heizungsluft ist trocken und entzieht den oberen Atemwegen die Feuchtigkeit. Diese ist aber unabdingbar für ein gesundes Funktionieren von Nase und Lunge: sonst drohen nämlich die ersten Erkältungen. Um für ein feuchteres Luftklima zu sorgen, sollten Sie gleichzeitig eine kleine Schüssel mit Wasser auf die Heizung stellen. Die von unten aufsteigende Wärme sorgt für eine Verdunstung des Wassers, das sich dann in der Raumluft verteilt. Alternativ können auch feuchte Handtücher über die Heizung gehangen werden – aber Achtung: Die Heizungsregler dürfen dabei nicht „zugehangen“ werden, da sie sonst in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.

2. Frische Luft zulassen!

Auch wenn es gerade so schön warm und kuschelig ist: Frische Luft muss sein! Oft mag man beheizte Räume nicht durch frische Luft wieder abkühlen – genau das ist aber der falsche Weg. Optimal ist hier eine kurze Stoßlüftung: Maximal 5 bis 10 Minuten für ordentlich Durchzug sorgen, damit ein Luftaustausch stattfinden kann. Die sauerstoffreiche Luft erwärmt sich danach ebenso schnell wieder und gewährleistet gesunde Wärme.

3. Ausreichend trinken!

Klingt komisch – ist aber entscheidend: Wer sich in trockener Luft aufhält, sollte vermehrt trinken, um den eigenen Flüssigkeitshaushalt zu optimieren. Davon profitiert nicht nur der Stoffwechsel, sondern auch insbesondere die Schleimhäute der Atemwege. Die heiße Tasse Tee taugt also nicht nur als Wohlfühlfaktor, sondern vor allem auch als Unterstützung der eigenen Wasserbilanz!

4. Nicht überheizen!

Warm ist gut, heiß ist schlecht: Was auch im Sommer gilt, gilt im Winter erst recht. Daher sollte die Raumtemperatur nichts ins Extreme gesteigert werden. Ein gesundes Wohnklima liegt bei 20 bis 23 Grad!

Bild: © Depositphotos.com / gorvik

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Autor(in)

UnArtig

42 Jahre alt, studierte Juristin. 3 Kinder und daher immer im Einsatz. Ich schreibe als selbständige Autorin vor allem in den Themenbereichen Gesundheit, Sport und Ernährung. Wenn ich gerade nicht am PC sitze, mache ich Kraftsport und Yoga.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Janna

    Ich sehe der kommenden Herbst- und Wintersaison genau deswegen mit Sorge entgegen. Ich vertrage die Heizungsluft nicht gut. Zu Hause ist das kein so großes Problem. Da kann ich Gegenmaßnahmen ergreifen: So viel geheizt wird bei uns ohnehin nicht. Bei Frösteln wird ein Pullover angezogen. Außerdem sorgen Zimmerbrunnen und Wasserbehälter auf der Heizung für ein angenehmeres Raumklima. Aber auf der Arbeit kann ich das nicht beeinflussen. Es ist nicht erlaubt, feuchte Handtücher über die Heizkörper zu hängen. Das störe das saubere Bild für den Kunden, heißt es dann. Für mich ist es die Hölle, in der trockenen Heizungsluft sitzen und konzentriert arbeiten zu müssen. Leider sehen meine Kollegen, die mit mir das Büro teilen, komplett anders. Das sind allesamt Frostbeulen. Ein Fenster darf nicht aufgemacht werden, egal, wie stickig es auch ist. Der einzige Tipp, den ich auf der Arbeit anwenden kann, ist, genug zu trinken.

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