Wann zeigen sich die ersten Symptome einer Eileiterschwangerschaft?

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Wenn alles normal verläuft, dann nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein, aber nicht immer findet die Zelle auch den richtigen Weg und landet dann im Eileiter. Eine Eileiterschwangerschaft beginnt wie eine reguläre Schwangerschaft, allerdings zeigen sich schon nach wenigen Wochen die ersten typischen Symptome einer Eileiterschwangerschaft, die von den klassischen Beschwerden einer Schwangerschaft abweichen. Kommt es zu einer Einnistung im Eileiter, dann ist schnelle Hilfe notwendig, denn es droht die Gefahr, dass die betroffene verblutet.

Der Anfang ist normal

Kommt es zu einer Eileiterschwangerschaft, dann sind die Beschwerden identisch mit denen einer normal verlaufenden Schwangerschaft. Der ist auch bei einer Eileiterschwangerschaft positiv, die bleibt aus, es kommt zu der typischen Übelkeit am Morgen und in den Brüsten entsteht ein Spannungsgefühl. Mit dem Fortschreiten der „falschen“ Schwangerschaft kommen dann aber andere untypische Beschwerden wie häufige und vaginale Blutungen dazu, die darauf hinweisen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die ersten Symptome einer Eileiterschwangerschaft zeigen sich meist zwischen der sechsten und der neunten Schwangerschaftswoche, also zu einem Zeitpunkt, an dem viele Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Die Symptome einer Eileiterschwangerschaft

Wenn sich die ersten Symptome einer Eileiterschwangerschaft zeigen, dann muss umgehend ein Gynäkologe aufgesucht werden. Folgende Anzeichen deuten auf eine Eileiterschwangerschaft hin:

  • Einseitige Schmerzen, die an Wehen erinnern
  • Vaginale Blutungen, die einem bräunlichen Ausfluss ähneln
  • Plötzlich auftretende Schwindelgefühle
  • Probleme mit dem Kreislauf
  • Allgemeines Unwohlsein

Auch wenn das Blut, das aus der Scheide austritt, dunkelrot ist oder wenn Klumpen von geronnenem Blut abgehen, dann deutet das auf eine Schwangerschaft im Eileiter hin. Da die Symptome einer Eileiterschwangerschaft denen einer frühen Fehlgeburt sehr ähnlich sind, muss auf jeden Fall ein die genaue Ursache abklären.

Wann ist eine Eileiterschwangerschaft gefährlich?

Rund 70 % aller Eileiterschwangerschaften verlaufen ungefährlich, aber bei den restlichen 30 % kann es schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen. Ärzte sprechen in diesen schwer verlaufenden Fällen von einem akuten Bauch oder einem akuten Abdomen, der so schnell wie möglich behandelt werden muss. Treten sehr starke krampfartige Schmerzen auf, dann besteht der Verdacht, dass der Eileiter gerissen ist. Die Schmerzen strahlen nicht selten bis in den Bereich der Schultern aus und die Blutungen sind so stark, dass die betroffene Frau das Bewusstsein verliert und die Gefahr besteht, dass es zu einem Kreislaufzusammenbruch kommt.

Grundsätzlich gilt, eine Eileiterschwangerschaft wird mit zunehmender Dauer immer gefährlicher. Je größer der Embryo wird, der sich im Eileiter eingenistet hat, umso größer ist das Risiko, dass der Eileiter reißt. Kommt es zu einem Riss, dann werden wichtige Blutgefäße verletzt und in der Folge drohen schwere innere Blutungen, die rasch zum Tod führen können.

Wie wird eine Eileiterschwangerschaft behandelt?

Um abzuklären, ob es sich tatsächlich um eine Eileiterschwangerschaft handelt, wird der Arzt zunächst eine Ultraschalluntersuchung machen. Um die Diagnose konkretisieren zu können, wird anschließend eine Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung gemacht. Bei dieser Untersuchung werden unter örtlicher Betäubung drei kleine Schnitte gemacht, durch die der Arzt die Instrumente für die Spiegelung einführt. Je nachdem, wie stark die Symptome einer Eileiterschwangerschaft sind, kann es sein, dass operiert werden muss. Wenn die Blutungen sehr heftig sind, dann wird der Arzt die Bauchdecke öffnen und versuchen, die Blutungen zu stillen.

Lässt sich die Blutung nicht stillen, dann kann es passieren, dass der betroffene Eileiter entfernt werden muss. In Einzelfällen und zu einem sehr frühen Stadium der Eileiterschwangerschaft kommt auch eine Behandlung mit Medikamenten wie zum Beispiel Methotrexat oder Prostaglandin-2-Alpha infrage. Während die Untersuchung mittels Ultraschall kontrolliert wird, spritzt der Arzt eines der Mittel in die Fruchthöhle, worauf der Embryo meist nach wenigen Stunden abstirbt.

Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

Ulrike Dietz